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Zeit zum Sterben Thriller von Billingham, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Zeit zum Sterben

Die Wahrheit schneidet tief In einem einsamen Landstrich Englands werden zwei Schülerinnen als vermisst gemeldet - die Bewohner von Warwickshire sind erschüttert. Als der Familienvater Stephen Bates verdächtigt wird, beginnt die Presse eine gnadenlose Hetzkampagne. Dann wird im Wald eine verweste Leiche gefunden. Doch wo ist das andere Mädchen? Der legendäre Ermittler Tom Thorne und seine Partnerin Helen wollen die Wahrheit - wie schrecklich sie auch sein mag. "Mark Billingham ist Weltklasse und sein Ermittler Tom Thorne ist eine wunderbare Figur! Holen Sie sich die Bücher, so schnell Sie können!" Karin Slaughter Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem 'Royal Television Award' ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641187163
    Verlag: Heyne
    Serie: Tom Thorne Bd.13
    Originaltitel: Time of Death
    Größe: 883 kBytes
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Zeit zum Sterben

1

"Also, ein schöner fetter Sonntagsbraten?", hatte Thorne gefragt. "So was in der Art?"

"Und mit etwas Glück Tee und Scones am Samstagnachmittag."

"Kein Herumstöbern in irgendwelchen Antiquitätenläden?"

"Kein Herumstöbern."

Sie verstummten und hielten die Luft an, als sie Alfie nebenan husten hörten. Glücklicherweise schlief er weiter.

Thorne rückte sein Kissen zurecht. Schniefte. "Ein ordentlicher Pub mit einem knisternden Kaminfeuer."

"Na, das hoffe ich doch schwer."

"Wir gehen auch ganz bestimmt nicht wandern?"

"Nur bis zum Pub."

Thorne hatte leicht geseufzt, Helen näher zu sich herangezogen und über den Vorschlag nachgedacht. "Und wir bleiben nur übers Wochenende ... ja?"

Jetzt, einen Monat nach diesen vorsichtigen und heiklen Verhandlungen im Bett, schlenderten sie an ihrem ersten Urlaubsabend zurück zum Hotel. Sie hatten in einem mehr als ordentlichen Pub zu Abend gegessen, und Thorne kam zu dem Schluss, dass er ziemlich glimpflich davongekommen war. Es hatte sie beide einige Mühen gekostet, ihre Urlaubszeiten aufeinander abzustimmen. Ganz zu schweigen von den diversen Gefallen, die sie bei verständnisvollen Kollegen hatten einfordern müssen. Thorne wusste, dass Helen heimlich geplant hatte, mindestens eine Woche der Ferien in den Cotswolds zu verbringen.

"Das Essen war gut, nicht?", fragte Helen.

"Ja, ganz in Ordnung."

Sie schüttelte den Kopf. "Du erbärmlicher, alter Penner!"

Thorne konnte zwar das verschmitzte Lächeln sehen, aber nicht ahnen, dass auch Helen Weeks fand, das Beste für sich herausgeschlagen zu haben. In Thorne steckte nicht unbedingt Abenteurerblut. Er fühlte sich immer noch unwohl bei dem Gedanken, Zeit irgendwo südlich der Themse zu verbringen. Helen wusste, dass er, wenn er denn die Wahl hätte, sich lieber selbst massakrieren würde, als kostbare Freizeit auf dem Land zu verbringen. Schon die Erkennungsmelodie von The Archers genügte - einem Hörspiel, das seit Jahrzehnten im Radio lief -, um ihm eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen.

"Selbst gemachtes Chutney und dämliches Laientheater", hatte er einmal gesagt. "Darauf kann ich echt verzichten."

Alles in allem entsprach ein Wochenende, ein verlängertes Wochenende über den Valentinstag, Helens Vorstellung einer angemessenen Gegenleistung für die Zeit, die sie hatte aufbringen müssen, um Thorne davon zu überzeugen, dass ihnen ein paar Tage auf dem Land guttun würden. Nur sie beide. Danach würden sie eine Woche irgendwohin fahren, wo es schön und heiß war. Eine nette Ferienanlage mit angeschlossenem Kinderklub, zum Entspannen und Nichtstun, bis die Arbeit sie wieder rief. Dafür hatte sie das "Wanderverbot" gern in Kauf genommen und auch bei dem etwas strittigen Punkt des "Herumstöberns" nachgegeben. Die Wanderschuhe hatte sie trotzdem heimlich im Kofferraum untergebracht, und auf der Hauptstraße war dann doch noch wie aus heiterem Himmel ein nett aussehender Antiquitätenladen aufgetaucht. Helen zog eine behandschuhte Hand aus der Jackentasche und hakte sich bei Thorne unter. Sie war sich ziemlich sicher, dass das Himmelbett, das im Hotel auf sie wartete, eine neue Gesprächsrunde zu diesen Themen einläuten würde.

"Na gut, das erbärmlich nehme ich hin", erklärte Thorne. "Das alt weniger."

Sie bogen auf die gepflasterte Seitenstraße ein, die zu ihrem Hotel führte. Auf halbem Weg kam ihnen eine Frau mittleren Alters mit einem Spaniel entgegen, dem die Kälte scheinbar genauso zusetzte wie Thorne und Helen. Thorne lächelte die Frau an, die sofort wegschaute.

"Hast du das gesehen?" Thorne schüttelte den Kopf. "Ich dachte, hier auf dem Land sind die Menschen freundlicher. Ich bin schon Serienmördern begegnet, die netter gewesen sind als diese mies gelaunte Schnepfe."

"Du hast ihr wahrscheinlich Angst eingejagt", nahm Helen die Frau in

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