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ZERO - Sie wissen, was du tust Roman von Elsberg, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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ZERO - Sie wissen, was du tust

Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis! - eine befristete Preisaktion des Verlages Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken ... Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT, ZERO und HELIX etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. BLACKOUT und ZERO wurden von "Bild der Wissenschaft" als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 26.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641118365
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 6712 kBytes
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ZERO - Sie wissen, was du tust

Montag

"Hast du Steine da drin?", ächzt Cynthia Bonsant, als sie einen Umzugskarton auf den Arbeitsplatz ihres neuen Tischnachbarn wuchtet. Das Ding renkt ihr fast die Schultern aus.

"Jede Menge cooler Gadgets", schwärmt Jeff. "Testprodukte fürs Technikressort." Er zieht ein Plastikstehaufmännchen mit blinkenden Augen aus dem Karton voll technischer Geräte und Kabel.

Technikressort! Genervt fährt sich Cynthia mit den Fingern durch das Haar, fingerlange Strubbel, die daraufhin in alle Richtungen abstehen. Sie streicht sie wieder zurecht, während ihr Blick durch das neue Großraumbüro schweift, in dem Print- und Onlinejournalisten des Daily zusammengepfercht werden. An sechs langen Tischreihen packen alte und neue Kollegen geschäftig ihre Habseligkeiten aus, stapeln, ordnen wie am Fließband eines Büroartikelversands. Ein Bildschirm reiht sich an den nächsten; zwischen ihnen montiert das IT -Team letzte Kabel, die wie Gedärm aus den Geräten baumeln. Noch mehr Kollegen kommen in den Raum, ihre Kartons vor dem Bauch, drängen sich durch, suchen ihre Plätze. Auf sie alle herab flackert von der riesigen Monitorwand an der Saalfront ein Bildgewitter weltweiter Nachrichtensender, Webseiten, sozialer Netzwerke. Darunter ein Ticker für die Neuankömmlinge:

"Willkommen im Newsfloor des Daily !"

"Newsfloor", murmelt Cyn. "Maschinenraum wäre passender."

Sie wendet sich ihrer eigenen Umzugsbox zu.

Keine coolen Gadgets.

Entschieden stellt sie ihre abgewetzte Dose mit Stiften vor den neuen Bildschirm. Daneben legt sie den Notizblock.

Als sie wieder hochsieht, hat Jeff aufgehört zu räumen und starrt gebannt auf seinen Monitor. Auch andere Kollegen haben ihre Fließbandarbeit unterbrochen und rotten sich in flüsternden Gruppen vor den Bildschirmen zusammen.

"Ist ja irre", murmelt Jeff und reibt sich den Bartversuch an seinem Kinn. "Schau dir das an!"

Im selben Moment stürzt der Chefredakteur aus seinem Büro. Anthony Heast.

"Bringt die Übertragung auf die Videowand!"

Dort zeigen längst alle Monitore dasselbe: verwackelte Luftaufnahmen eines Golfplatzes. Im Wald dahinter verstreut Dächer. Über einem wehen die Stars and Stripes.

"Eine Drohne ... eine Drohne greift ihn an ...", stammelt Jeff.

Jetzt erkennt auch Cyn den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er legt einen Golfball zum Abschlag bereit. Neben ihm seine Frau, auf zwei weiteren Abschlagplätzen dreschen ihre beiden Kinder lustlos auf Bälle ein. In einigen Metern Abstand zu der Präsidentenfamilie langweilen sich fünf Sicherheitsleute hinter ihren dunklen Brillen.

"Diese Bilder vom Urlaubsdomizil des Präsidenten werden seit wenigen Sekunden live ins Internet gesendet", plappert ein aufgeregter TV -Moderator von der Videowand. "Kurz davor informierte eine Organisation namens "Zero" Öffentlichkeit und Medien über soziale Netzwerke von der Aktion. Noch wissen wir nicht, wie die Drohne die Sicherheitsvorkehrungen überwunden hat – geschweige denn, was Zero vorhat!"

Als die fliegende Kamera auf den US -Präsidenten zurast, beginnt Cyns Herz schneller zu schlagen. Sieht das dort keiner? Einige Kollegen stoßen Schreckensschreie aus. Selbst die Umzugsarbeiter haben ihre Arbeiten unterbrochen und stieren auf die Videowand.

Der Präsident holt Schwung, schlägt, blickt dem Ball nach. Er rammt den Schlägerkopf in den Rasen und ruft dem Ball etwas hinterher. Keine Nettigkeit, vermutet Cyn angesichts seine

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