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Zornesglut Kriminalroman von Kibler, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Zornesglut

Ein besonders schwieirger Fall für die Darmstädter Kommissare Steffen Horndeich und Leah Gabriely! Ein Mann wird per Kopfschuss hingerichtet. Das Motiv liegt für die Kommissare Steffen Horndeich und Leah Gabriely auf der Hand: ein Rachemord im Drogenmilieu. Wenige Tage später wird jedoch eine junge Unternehmergattin mit derselben Waffe erschossen. Die Ermittlungen in Darmstadt laufen auf Hochtouren. Zahlreiche Indizien weisen plötzlich auf Horndeichs ehemalige Kollegin Margot Hesgart als Täterin hin. Und Margot hat kein Alibi. Nach einem weiteren Mord kommen sogar Steffen Horndeich Zweifel an der Unschuld seiner ehemaligen Kollegin und langjährigen Freundin. Doch was sollte ihr Motiv gewesen sein? Meisterhaft konstruiert und unglaublich spannend - Der zwölfte Band der Darmstadtkrimi-Reihe von SPIEGEL-Bestsellerautor Michael Kibler! Michael Kibler, geboren 1963 in Heilbronn, ist heute leidenschaftlicher Darmstädter. Nach Studium und Promotion arbeitet er als Texter und Schriftsteller. Seit 2005 veröffentlicht er erfolgreiche Kriminalromane um die Darmstädter Ermittler Steffen Horndeich und Margot Hesgart. Mit 'Sterbenszeit' erschien 2014 außerdem sein erster Krimi um den BKA-Hauptkommissar Lorenz Rasper.

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Zornesglut

Dienstag, 21. Mai

Die Mordkommission war kaffeelos. Die semiprofessionelle Kaffeemaschine, der sich Leah Gabriely, ebenfalls Hauptkommissarin der Darmstädter Mordkommission, stets mit unendlicher Geduld widmete, hatte sich am Vortag mal wieder eine Auszeit genommen. Und der Service-Techniker war erst für morgen angekündigt. Umso mehr wunderte sich Leah, dass auf dem Flur in Richtung Besprechungsraum Kaffeeduft waberte.

Sie war bereits ein paar Minuten zu spät dran. Noch in der Nacht hatte Kollege Horndeich ihr eine Nachricht aufs Handy geschickt, dass man sich früh um acht treffen wolle, da in der Nacht in der Heinrich-Delp-Straße ein Mann erschossen worden war. Leah hatte das Handy auf lautlos gestellt, mit dem Display nach unten abgelegt, sodass sie die Benachrichtigung erst wahrgenommen hatte, als sie um halb acht, noch mit Handtuch-Turban und Bademantel bekleidet, das Smartphone zum ersten Mal an diesem Tag eines Blickes würdigte.

In Rekordgeschwindigkeit hatte sie sich zurechtgemacht, die Haare mehr gegrillt als geföhnt, den obligatorischen Dutt gesteckt, war in Wäsche, Rock und Bluse geschlüpft und um zehn vor acht bereit, um mit dem Wagen Richtung Präsidium zu fahren. Von ihrer Wohnung in der Heinrich-Fuhr-Straße aus war es egal, welchen Weg sie wählte - um diese Uhrzeit war die Strecke von knapp vier Kilometern kaum in unter zwanzig Minuten zu bewältigen.

Als sie nun die Tür zum Besprechungsraum öffnete, waren noch zwei Plätze frei. Mit einem Blick erfasste sie die Besetzung des Raumes: Steffen Horndeich, ihr Partner, neben ihm Richard Feller, der Computerexperte, Silvia Rauch von der Spurensicherung und Bernd Süllmeier, der Kollege von den Uniformierten. Und vor jedem stand ein Pappbecher mit Kaffee. Ein Schüsselchen mit Kondensmilchtöpfchen und verpackten Zuckerwürfeln stand ebenfalls auf dem Tisch. Sie setzte sich neben Richard Feller.

"Sorry, verschlafen", murmelte Leah.

"Wir haben gerade erst angefangen", erklärte Horndeich und sah Leah fragend an. Der Begriff verschlafen gehörte eigentlich nicht zu ihrem aktiven Wortschatz. "Also, ich fasse noch mal zusammen", sagte Horndeich dann. "Heute Nacht um 22:40 Uhr wurde Markus Böhmer, neununddreißig Jahre alt, erschossen, als er gerade sein Grundstück betreten wollte. Seine Frau, Oksana Böhmer, rief die Polizei, die Aufzeichnung datiert das Gespräch mit der Einsatzzentrale auf 22:41 Uhr. Zwei Kollegen im Streifenwagen waren zwei Minuten später vor Ort, Bernd, der ebenfalls in der Nähe war, weitere zwei Minuten später. Ich selbst war um 22:55 Uhr am Tatort. Markus Böhmer hat drei Einschusswunden im Hinterkopf, die Austrittswunden im rechten Teil des Gesichts lassen sich nicht voneinander unterscheiden. Hinrich untersucht den Leichnam heute Vormittag in Frankfurt, am frühen Nachmittag sollten wir seinen Bericht haben."

Leah hörte aufmerksam zu, für sie waren dies alles neue Informationen.

"Silvia, hast du schon irgendwas Neues für uns?"

Silvia Rauch klappte den Deckel ihres Tablet-Computers zurück und wischte wenige Male über das Glas. "Wir haben drei Patronenhülsen gefunden, alle 9 mm Luger. Und die Projektile. Und einen Blutstropfen."

Leah sah, wie sich Horndeichs Augenbraue hob. Diese Botschaft war offensichtlich auch für ihn neu.

"Ein Blutstropfen?", wiederholte er.

"Ja. Wir können natürlich nicht auf den Zentimeter genau sagen, wo der Schütze gestanden hat. Höchstwahrscheinlich, wenn man betrachtet, an welcher Stelle die Hülsen gelegen haben, auf dem Bürgersteig, unmittelbar in der Nähe der großen Eiche. Aber der Boden ist aus Asphalt, wir haben da keine Schuhabdrücke oder Ähnliches finden können. Der Blutstropfen könnte vom Täter stammen. Muss nicht, aber kann."

"Und wie verliert man beim Schießen Blut?", dachte Horndeich laut nach.

"Nasenbluten", sagte Leah.

"Habt ihr schon die DNA des Blutes?", wollte Horndeich

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