text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Kunst der Selbstführung Was Führungskräfte über Resilienz wissen sollten von Drath, Karsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.02.2019
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Kunst der Selbstführung

Wer Mitarbeiter erfolgreich führen will, muss dies zuerst bei sich selbst tun. Jemand, der sich selbst effektiv führt, kennt seine Stärken und vertraut auf sie. Zugleich weiß er um seine Defizite, ohne darüber in Angst und Selbstzweifel zu verfallen. Wie Resilienz eine stabile Basis schafft, um sich auch in schwierigen Situationen zu regulieren, erfahren Sie in diesem Buch. Inhalte: - Führungsstärke auch in Krisensituationen: Wie Resilienz die Selbstführung fördert - Was Resilienz ausmacht und wie es sich verbessern lässt: das FiRE-Modell - Lernen Sie ein ganzheitliches Training kennen, das Sie dabei unterstützt, Ihre Selbstführung deutlich zu verbessern Karsten Drath, Dipl.-Ing. und MBA, arbeitet als internationaler Leadership Coach und ist Managing Partner bei Leadership Choices. In den letzten sechzehn Jahren war er Führungskraft bei namhaften Unternehmensberatungen und Industriekonzernen tätig. Er ist Dozent an der WHU in Koblenz sowie Heilpraktiker für Psychotherapie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 14.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648125366
    Verlag: Haufe Verlag
    Serie: Haufe TaschenGuide 298
Weiterlesen weniger lesen

Die Kunst der Selbstführung

Wie sich Selbstführung beeinflussen lässt

Werden wir mit Krisen, Schwierigkeiten und Rückschlägen konfrontiert, erkennen wir, wie es um unsere Selbstführung steht. In solchen Situationen zeigt sich der Grad unserer Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.

In diesem Kapitel erfahren Sie u. a., warum Resilienz, also unsere Widerstandsfähigkeit, die Quelle unserer Selbstführung ist.

Außerdem lernen Sie ein Modell kennen, das Ihnen die Arbeit an Ihrer Selbstführung leichter macht.
Die Quelle der Selbstführung: Resilienz

Selbstführung ist die Fähigkeit, Konflikte, Krisen und Misserfolge durch eine willentliche Beeinflussung der eigenen Emotionen und Kognitionen konstruktiv zu verarbeiten. Die Forschungsrichtung, die sich mit dieser Art der inneren Widerstandsfähigkeit beschäftigt, nennt sich Resilienz.

Das Wort "Resilienz" leitet sich aus dem Lateinischen ab. Das Verb "resilire" bedeutet so viel wie "zurückspringen" oder "abprallen". Der Begriff kommt ursprünglich aus der Materialwissenschaft. Dort beschreibt er die Fähigkeit eines Körpers, auf eine Einwirkung von außen elastisch zu reagieren und anschließend wieder seine ursprüngliche Form einzunehmen. Man könnte Resilienz also mit "Elastizität" oder "Wiederherstellungsfähigkeit" übersetzen. Übertragen auf den Menschen beschreibt sie die Fähigkeit, Krisen und Probleme unbeschadet zu bewältigen und an ihnen zu wachsen, ja, sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Das Fehlen von Resilienz wird auch als "Vulnerabilität" bezeichnet. Es leitet sich aus dem lateinischen Wort "vulnus" für "Wunde" ab.

Ursprünglich wurde das Konzept der Resilienz ausschließlich auf Kinder angewandt, denen es gelungen war, sich unter schwierigen Bedingungen, wie z. B. Krieg, Vertreibung, häusliche Gewalt, Armut, Kriminalität oder Drogenmissbrauch der Eltern, psychisch gesund und im Sinne der Gesellschaft positiv zu entwickeln. Das Konzept der Resilienz umfasste dabei die Schutzfaktoren, die es diesen Kindern ermöglichten, unter derart schwierigen Bedingungen gesund zu bleiben. Im Laufe der letzten Jahrzehnte diente der Begriff zunehmend auch als Beschreibung für eine allgemeine Kompetenz, die Menschen jeden Alters dabei unterstützt, Krisen erfolgreich zu bewältigen. Dies gilt heute nicht mehr nur für Extremsituationen, sondern auch generell für die Alltagsbewältigung, insbesondere auch hinsichtlich des Umgangs mit Leistungsdruck in Unternehmen.

Die prinzipielle Wirkungsweise von Resilienz zeigt sich in den verschiedenen Phasen, die auf ein als krisenhaft erlebtes Verhalten folgen.

Verlauf einer Krise

Auf eine Krise folgt typischerweise bei jedem Menschen eine Phase eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Diese kann sich durch emotionale Instabilität oder Niedergeschlagenheit äußern, aber auch durch mangelnde Konzentration und Energielosigkeit. Je nach Stärke der Krise und abhängig von der Persönlichkeitsstruktur und den Ressourcen der betroffenen Person, entsteht wahlweise eine dauerhafte Schädigung, z. B. in Form einer Depression, oder der Betreffende erholt sich und kehrt damit zum ursprünglichen Leistungsniveau zurück. Dies kann je nach Art der Krise Stunden, Tage oder Wochen dauern. Es gibt aber auch Fälle, in denen Menschen an Krisen wachsen und aus ihnen sogar gestärkt wie Phönix aus der Asche hervorgehen.
Starr oder flexibel?

Krisen, Konflikte und Schwierigkeiten prallen an einem gesunden Menschen nicht einfach ab, auch wenn man sich das vielleicht wünschen würde. Einer der zentralen Punkte in Bezug auf die seelische Flexibilität ist die Tatsache, dass alle Menschen - auch die resilientesten - mehr oder weniger durch ein "Tal der Tränen" gehen. Es geht nun nicht darum, dieses Tal ganz abzuschaffen, sondern es zu verkleinern.

Menschen, die gelernt haben, Erschütterungen von außen aufzunehmen und d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen