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Die Macht der Stimme Mehr Persönlichkeit durch Klang, Volumen und Dynamik von Amon, Ingrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.08.2016
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
19,99 €
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Die Macht der Stimme

Stimm- und Sprechtechnik sind Persönlichkeitsbildung und helfen, privat und im Berufsleben erfolgreicher zu werden. Auch beim Präsentieren, Verkaufen, Führen und Lehren spielt die Stimme eine wichtige Rolle. Beim Vortragen ist sie entscheidend für den Eindruck. Lebendige und ausdrucksvoll dargestellte Inhalte bleiben länger im Gedächtnis - und werden als angenehmer empfunden. Exzellente Rhetoriker legen nicht nur auf das Was, sondern auch auf das Wie hohen Wert. Nur wenn beides stimmt, lässt sich eine deutlich höhere Wirkung erzielen. Ingrid Amon vermittelt in der aktualisierten Neuauflage ihres Rhetorikklassikers die Grundlagen und Trainingsmethoden moderner Stimm- und Sprechtechnik. Komplettiert wird der Bestseller von einem Basis-Stimmtraining und zahlreichen Hörbeispielen, die zum Download bereitstehen. Ingrid Amon arbeitete als Sprecherin, Moderatorin und Hörfunkjournalistin beim ORF. Seit mittlerweile über 30 Jahren lehrt sie Sprechtechnik, Rhetorik und Präsentation und gilt als profilierteste Stimm-Expertin im deutschsprachigen Raum. Sie ist Präsidentin und Gründerin des Europäischen Netzwerkes der Stimm-Experten stimme.at und gefragte Rednerin. Ihre Spezialisierung auf interaktive Vorträge und Trainings mit Großgruppen brachte ihr 2008 eine Auszeichnung mit dem Excellence Award.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 12.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864148620
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 1612 kBytes
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Die Macht der Stimme

II. Die Sprechwerkzeuge

1. Übersicht

Ihr könnt nicht anders sprechen, als ihr euch bewegt.

Samy Molcho, israelischer Pantomime

Sprechen ist der abstrakteste Vorgang, den ein Mensch leistet. Die Abbildungen 2 (Seite 67), 3 (Seite 69) und 4 (Seite 83) können Ihnen die Einsicht vermitteln, dass Sprechen viel mehr ist, als den Mund aufzumachen. Viele Körperteile müssen zusammenwirken, im Idealfall als erstklassiges Team. Und: Über die Stimmfunktion Bescheid zu wissen, macht Sie auf Dauer unabhängiger von Emotionen.

Das Allererste, was wir brauchen, ist das Gehirn . Das ist nicht so selbstverständlich, wie es klingt. Oft hat man das Gefühl, der oder die Rednerin habe den Denkapparat vor dem Sprechen nicht eingeschaltet. Konkret: Ohne Befehl aus der Steuerzentrale geht es einfach nicht gut. Sprechen ist, wie jedes andere willkürliche Körpergeschehen, immer mit einer geistigen Leistung verbunden. Mentale Präsenz begleitet alle Vorgänge.

Dann braucht die Stimme Luft. Die Stimme ist Luft - "Ausatem". Zur Atmung haben wir Lunge und Atemmuskulatur. Dem Zwerchfell als wichtigstem Atemmuskel kommt eine besondere Funktion zu. Mithilfe des Zwerchfells beginnt die Zuleitung zur Engstelle Kehlkopf .

Wenn Luft aus der Lunge durch die Luftröhre in Richtung Kehlkopf strömt, bringt sie unsere zwei Stimmbänder (= Stimmlippen) zum Vibrieren. Hörbare Schwingungen, Schallwellen entstehen. Das Schwingungsmuster der Stimmbänder ist im Normalfall eine messbare Sinusschwingung mit Obertönen. Im Kehlkopf wird ein Grundton erzeugt. Ein undifferenzierter Primärschall. Dieser Ton ist nur in Lautstärke und Tonhöhe definiert, ähnlich einem Grashalm, den man zwischen beide Daumen einspannt und anbläst. Von der Länge, Dicke und Spannung Ihrer Stimmbänder hängt die Tonhöhe ab. Tiefe Töne entstehen bei kurzen, wenig gespannten Stimmlippen. Hohe Töne bei gespannten, lang gezogenen Stimmlippen. Für die Spannung der vertikal liegenden Stimmbänder sorgen feine Muskeln.

Mithilfe von Mund, Zunge, Lippen, Zähnen und den Resonanzräumen im Schädel (Nasenhöhle, Neben-, Stirn-, Kieferhöhle, Mund und Rachen) bekommen diese Grundtöne eine Form. Es werden die uns bekannten Sprachlaute gebildet. Beispielsweise ein "A" oder ein "O" oder ein "P". Von der Stellung der Artikulationsorgane hängt es ab, welches Wort Sie aussprechen, sprich: welche Form es bekommt. Fachsprachlich ausgedrückt heißt es auch: Der Primärschall wird überformt. Die Lautbildungsorgane bilden über den Stimmlippen ein Raumsystem. Dieses nennt man Ansatzrohr.

Dann brauchen Sie als Steuer- und Kontrollorgan Ihre Ohren . Die Ohren sind der Architekt unseres Klanges. Den audiovokalen Regelkreis kennen Sie von der Ebene der Behinderung. Warum können gehörlose (früher: taubstumme) Menschen nicht Sprache erzeugen wie Sie und ich? Weil das Ohr dieser Aufgabe als Steuer- und Kontrollorgan nicht nachkommt (alle anderen Sprechwerkzeuge sind meist voll funktionstüchtig). Das Ohr stellt sich vor, wie was gesagt werden soll. Und der Rest des Teams bildet diesen Klang.

Schließlich ist es günstig, die gesamte Körperhaltung zur Erzeugung der Körperresonanzen und die Körperbewegung (vor allem Gestik) zum melodischen Gesamtausdruck einzusetzen.

Bevor Sie mit den Übungen anfangen, möchte ich Sie bitten, folgende fünf Übungsgrundregeln mit "wohlwollender Einsicht" sorgfältig durchzulesen:

Grundregel Nummer 1: Profis üben mit sich selbst laut!
Reden lernt man, indem man redet. Sie werden nicht besser sprechen nur durch das Lesen dieses Buches. Sie werden auch nicht besser sprechen, wenn Sie noch mehr darüber nachdenken, wie Sie sprechen wollen. Manche von Ihnen haben das schon oft genug erlebt. Im Kopf hatten Sie Ihre Präsentation ganz toll vorbereitet, die Argumentationslinie ausgedacht, die Begrüßung entworfen, den Schlusssatz kreiert. Als der Mund den

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