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Reden aus dem Stand Mehr Sicherheit für den spontanen Auftritt von Nöllke, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2015
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
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Reden aus dem Stand

Reden aus dem Stand: Ob im Beruf oder privat, immer wieder ergibt es sich, dass wir unvorbereitet das Wort ergreifen müssen. Für ein kurzes Statement, für eine Begrüßung oder auch, um die anderen für unsere Ideen zu gewinnen. Das nötige Handwerkszeug stellt dieser Ratgeber vor und veranschaulicht, worauf Sie bei einer Stegreif-Rede achten müssen und wie Sie solche Reden trainieren können. - Der praktische Notfallkoffer mit Instant-Sätzen - Mehr Sicherheit für den spontanen Auftritt - Geeignet für jede Alltags- und Arbeitssituation

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 23.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406674228
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 960 kBytes
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Reden aus dem Stand

37 Informieren: Bericht und Statement

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Meeting. Die Rede kommt auf ein Projekt, an dem Sie mitarbeiten. Ihr Vorgesetzter wendet sich an Sie: "Sie gehören doch zum Projektteam. Bringen Sie uns eben mal auf den aktuellen Stand?" Oder ein Kollege präsentiert einen Vorschlag, der auch Ihre Arbeit betrifft. Ihr Vorgesetzter erkundigt sich bei Ihnen: "Was halten Sie davon?"

In anderen Fällen haben Sie selbst das Bedürfnis, sich zu äußern. Sie möchten die anderen über Ihre Arbeit informieren, Ihre Ergebnisse vorstellen oder einfach nur Ihre Meinung sagen. Vorbereitet sind Sie nicht - Sie müssen einfach loslegen. Und das fällt vielen schwer. Dabei zählt diese Form der Rede zu den häufigsten. Und mit der richtigen Methode ist sie relativ einfach zu erlernen.

In diesem Kapitel wollen wir uns mit zwei verschiedenen Redeformen beschäftigen: dem Bericht und dem Statement. In beiden Fällen geht es darum, die Zuhörer kurz und bündig zu informieren. Im ersten Fall über die Fakten, die wir kennen, aber unsere Zuhörer nicht. Im zweiten über unsere Meinung, die unsere Zuhörer erfahren sollen, aber nicht unbedingt teilen müssen. Im Unterschied zur Überzeugungsrede (der wir uns im nächsten Kapitel widmen) verfolgen wir nicht das Ziel, dass die Zuhörer sich uns anschließen. Das kann zwar die Wirkung unseres Statements sein, doch sein Ziel besteht zunächst einmal nur darin, unsere Sicht der Dinge darzulegen, also die anderen darüber zu informieren. Und das tun wir vor allem, wenn wir anderer Ansicht sind als sie.
38 Kompetenz ausstrahlen

Ein Aspekt ist in diesem Kapitel von besonderer Bedeutung: Egal, ob Sie Fakten oder Ihre Meinung darlegen, die Wirkung Ihrer Rede hängt entscheidend davon ab, ob Sie kompetent wirken. Dass Sie wissen, wovon Sie reden, wollen wir voraussetzen. Gerade Jüngere und Neueinsteiger haben aber oft das Problem, dass ihre Ausführungen nicht so ernst genommen werden, wie sie es verdient hätten. Sie wirken auf ihre Zuhörer nicht kompetent genug, obwohl sie es sind.

Kompetent müssen Sie sich gleich in zweifacher Hinsicht zeigen:

Ihre Rede wirkt kompetent, wenn sie gut gegliedert, verständlich und dem Thema angemessen ist (dazu mehr in den Abschnitten über Bericht und Statement).
Als Person strahlen Sie Kompetenz aus, wenn Sie ruhig, bedachtsam und konzentriert sprechen, mit einem Wort: durch Ihre Stimme. Die Stimme der Kompetenz

Müssen wir unvorbereitet das Wort ergreifen, geraten wir unter Stress. Meist merkt man das auch unserer Stimme an. Sie klingt dünn, kurzatmig und nervös. Unsere Tonlage ist zu hoch. Manche verfallen auch in ein Dröhnen oder wirken verkrampft und angestrengt. All das lässt uns gerade nicht kompetent erscheinen. Wir müssen so ziemlich das Gegenteil von dem tun, wozu wir in dieser Situation neigen.

Sollen wir uns also verstellen? Das wird nicht so recht funktionieren. Vielmehr geht es darum, nicht in eine Abwärtsspirale 39 hineinzugeraten: Wer sich gestresst fühlt, atmet falsch, spricht schlecht, bekommt von seinen Zuhörern negative Signale, was ihn noch nervöser macht. Wenn wir uns hingegen nur auf zwei Dinge konzentrieren:

ruhig zu atmen und
unsere Stimme tief und voluminös zu machen,
dann beruhigt uns das, und wir klingen genau richtig. Sogar wenn wir inhaltlich mal ins Stocken geraten: Solange unsere Stimme ruhig und tief bleibt, behalten wir klanglich einen sicheren Stand. Wir sind viel eher in der Lage, einen Fehler souverän auszubügeln. Wir wirken immer noch vertrauenerweckend.
Konzentriert, aber nicht angestrengt

Wenn wir unsere Zuhörer informieren, sind wir ernsthaft bei der Sache. Allerdings verfallen gar nicht wenige durchaus kompetente Fachleute in einen unangenehmen Sprechduktus: Sie bemühen si

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