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Starke Worte - Einfach eine gute Rede halten Wie Sie Ihre Zuhörer informieren, bewegen, überzeugen von Nöllke, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
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Starke Worte - Einfach eine gute Rede halten

Das Zeitalter von 'Soundbytes' und Videoblogs hat auch die Anforderungen an eine gute Rede verändert: Die Sätze sind kürzer, die Konventionen lockerer, die Sprache ist direkter, emotionaler, aber auch humorvoller. Redner dürfen sich heute mehr erlauben - auch und gerade im beruflichen Zusammenhang. Nur eines dürfen sie auch heute nicht: Langweilen. Dieser Ratgeber zeigt auf, wie eine Rede mehr Biss, mehr Witz, mehr Drive bekommt. Die heute gängigen Redeformen werden vorgestellt z.B. Begrüßungsrede, Informationsrede, Überzeugungsrede, Keynote, Festrede. Aber auch die Technik kann entscheidend sein: Der Umgang mit dem Manuskript, dem Mikrophon, Flipchart, Notebook und Beamer, Körpersprache und Stimme, wie man mit Zwischenfragen, Störern und technischen Pannen zurechtkommt, was gegen Lampenfieber hilft und woran man im Vorfeld denken muss. Nöllke zeigt alles so einfach, anschaulich und humorvoll, wie es nötig ist, um dieses Buch mit Gewinn und Vergnügen zu lesen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 223
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406681134
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 4839 kBytes
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Starke Worte - Einfach eine gute Rede halten

17 Was Sie über Rede und Rhetorik wissen sollten

Die Gabe der Rede

Wie leicht fällt es Ihnen, eine Rede zu halten? Es gibt Naturtalente, die schütteln die passenden Worte einfach so aus dem Ärmel. Eine Kollegin von mir können Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit auf die Bühne stellen, sie ist in der Lage, sofort loszureden. Über jedes beliebige Thema, versteht sich. Oder nehmen wir meinen Schwiegervater, Bürgermeister einer kleinen Gemeinde im Taunus: Der muss zu allen möglichen Anlässen Reden und Ansprachen halten. Kurz vorher weiß er meist nur ungefähr, was er sagen wird. Das beunruhigt ihn jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil, er mag das, denn dadurch hält er sich bis zuletzt alle Türen offen. Er verlässt sich darauf, dass ihm die angemessenen Worte von allein zufliegen. Und das tun sie auch jedes Mal.

Anderen fällt die Sache deutlich schwerer. Sie müssen sich vorbereiten, Sätze zurechtlegen und gründlich überlegen, was sie sagen. Auch und gerade, wenn es locker und lässig wirken soll. Sie reden lieber mit Manuskript als ohne. Sie können sich schriftlich besser ausdrücken als mündlich - zumindest wenn sie allein vor einer Gruppe oder gar auf einer Bühne stehen. Sie feilen lieber vorher an ihren Worten, als während der Rede um die passende Formulierung zu ringen. Sie müssen trainieren, damit ihre Rede gelingt. Zu diesen Leuten gehöre auch ich. Selbstverständlich bin ich überzeugt, dass wir nicht die schlechteren Redner sind. Oder anders gesagt: Dass wir nicht die schlechteren Reden halten. Wir nehmen nur einen anderen, einen etwas ausgedehnteren Weg, um unser Ziel zu erreichen.

18 Die spontanen Reden des Mark Twain

Der Schriftsteller Mark Twain war nicht nur mit seinen Büchern sehr erfolgreich, er war auch ein gefragter Vortragsredner. Tatsächlich soll er mit seinen Auftritten mehr verdient haben als mit dem Schreiben. Dabei gingen ihm die Vorträge keineswegs leicht von der Hand. "Es gibt zwei Arten von Rednern", meinte er, "solche, die nervös sind, und solche, die lügen." Über seine spontanen Reden gab er bekannt: "Um einen Zufall herbeizuführen, bedarf es vieler Vorbereitung. Um eine gut improvisierte Drei-Minuten-Rede zu halten, benötige ich beispielsweise drei Tage."

Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe. Das sind die Menschen, für die es regelrecht eine Qual ist, vor anderen zu sprechen. Sie haben nicht Lampenfieber, sondern blanke Angst. Mit anderen ein Gespräch führen? Kein Problem. In einer Gruppe diskutieren und den eigenen Standpunkt darlegen? Das bringt sie nicht in Verlegenheit. Aber aufstehen und vor allen anderen eine Rede oder einen Vortrag halten? Das erfüllt sie mit Entsetzen. Manche bekommen Panikattacken, andere fühlen sich gelähmt. Es gibt welche, die starke Beruhigungsmittel einnehmen, um eine fünfminütige Präsentation vor den eigenen Leuten durchzustehen. Dabei merken die Zuhörer manchmal gar nicht, unter welcher Anspannung der Vortragende steht. Vielleicht meinen sie sogar: "Ach, die Frau Goldbach, das macht die aber gut. So munter und doch souverän." Unterdessen durchlebt ihre Kollegin gerade innere Höllenqualen und sagt sich: "Bring es einfach irgendwie hinter dich."

Man muss es dick unterstreichen: Auch in der dritten Gruppe gibt es gute Redner. Redner, die etwas mitzuteilen haben und die dafür große Opfer auf sich nehmen. Was ihnen das Leben so schwer macht, ist auch gar nicht mangelnde Begabung, sondern ihre tief sitzende Redeangst, die durch einen Hang zum Perfektionismus häufig noch verstärkt wird. Sollten Sie zu dieser Gruppe gehören: Gegen Redeangst lässt sich sehr viel unternehmen. Das Thema wird uns das Buch über begleiten.

Nehmen Sie den längeren Weg

Herausragende Reden werden so gut wie nie wirklich spontan gehalten. Auch von denen nicht, denen das freie Sprechen leichtfällt und die gerne improvisieren. Eine gründliche

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