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Das kleine Buch vom Lebensmut von Szymanski, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2010
  • Verlag: Schlütersche
eBook (PDF)
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Das kleine Buch vom Lebensmut

Lebensmut lässt sich lernen! Häufig prägt Angst unser Leben. Doch Angst ist kein Störenfried, sondern die andere Seite einer Medaille, auf der deutlich 'Lebensmut' steht. Am Beispiel von mythologischen, literarischen und realen Helden beschreibt dieses Buch die Elemente, die zum Lebensmut beitragen. Meditationen und Besinnungen helfen, frei und offen durchs Leben zu gehen. Denn die Welt lässt sich nur wenig verändern. Die Wahrnehmung jedoch, das eigene Leben, liegt in unserer Hand und wir können etwas tun!

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 07.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842682153
    Verlag: Schlütersche
    Größe: 1674 kBytes
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Das kleine Buch vom Lebensmut

ANGST IST GUT (S. 23)

Die schreckliche Vision eines Lebens ohne Angst
Wenn Angst sich so schrecklich anfühlt, warum sind wir eigentlich nicht lieber mutig? Auf diese Frage möchte ich mit einer Geschichte aus dem Leben eines Klienten antworten: Eines Tages fuhr der Mann in aller Frühe los, um sich aus den Begrenzungen seines Lebens zu befreien. Auf der Autobahn trat er kräftig aufs Gas und schaffte seinen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aus dem Norden nach Bayern.

Was sollte ihm schon passieren? Es war sein Tag! In Bayern angekommen ergriff er eine unwiderstehliche Geschäftsgelegenheit und kaufte ein halbes Dutzend Gebrauchtwagen, obwohl sein Konto bereits bis zum Anschlag überzogen war. Das würde schon gut gehen! Noch in derselben Nacht kam er zurück und nahm sich nicht die Zeit zum Schlafen.

Der Körper würde es schon mitmachen! Am Morgen rauschte er im Büro in eine Gruppensitzung hinein und sagte allen Anwesenden endlich das, was er ihnen schon immer sagen wollte. Was konnten sie ihm schon anhaben?

Der Mann hatte keine Angst und riskierte alles. Doch seine Stimmung war meilenweit von gewöhnlichem Mut entfernt. Er war in einem übersteigerten, angstfreien Zustand, den man manisch nennt. Die Folgen seiner Handlungen schlugen wenig später über ihm zusammen.

Seine Bank sperrte ihm die Konten, seine Frau reichte die Scheidung ein und er verlor den Arbeitsplatz. Angst, Schmerz und Depression erfüllten ihn. Glücklicherweise fand er eine angemessene Behandlung. Sein Beispiel zeigt uns, dass Angstfreiheit nicht in jedem Fall ein wünschenswerter Zustand ist.

Ein Leben ohne Angst wäre auch ein Leben ohne Vorsicht, vielleicht sogar ein Leben ohne Rücksicht. Psychologen sagen, dass nur wenige Ängste angeboren sind. Die Aussagen über angeborene Ängste sind nicht ganz einheitlich, doch scheinen drei Dinge bei jedem Neugeborenen Angst auszulösen: das Risiko des Falls aus großer Höhe, laute Geräusche und der drohende Verlust der Mutter.

Vielleicht ist die Angst vor dem Fall aus großer Höhe die Angst des "alten Affen" in uns. Die Angst vor lauten Geräuschen ist möglicherweise die Urangst vor bedrohlichen Raubtieren und die Angst vor dem Verlust der Mutter die Angst des Neugeborenen vor dem sofortigen Tod.

Das kleine Kind bringt eine Reihe von Angst-Antworten mit auf die Welt: Klammern, Schreien und mit zunehmendem Alter Sich-Wegbewegen und Abwehren. Im Erwachsenenalter haben wir diese Angst-Antworten verfeinert und oftmals ist die angeborene und reifer gewordene Angst- Antwort genau das Richtige, um den Gefahren des Lebens zu begegnen.

Angst ist, wie wir oben gesehen haben, auch eine physiologische Reaktion und die Körperaktivität ist schneller als der zugehörige Gedanke. Diese Geschwindigkeit des Körperlichen, des Unbewussten, bringt oft den entscheidenden Überlebensvorteil. Wer hätte nicht schon einmal erlebt, dass er vor einem fallenden Gegenstand zurückweicht und erst dann versteht, was da eigentlich passiert ist?

Wie sollen wir Gefahren erkennen und abwehren, wenn wir keine Angst verspüren? Ein Leben ohne Angst ist wahrscheinlich vor allem eines: kurz. Das gilt nicht nur für die angeborenen, sondern auch für die im Laufe des Lebens erlernten Ängste. Als ich eine Zeitlang in Norddeich gearbeitet habe, erfuhr ich, dass Touristen im Watt immer wieder in lebensbedrohliche Situationen gerieten.

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