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Das kleine Trau-dich-Buch Schluss mit Schüchternheit von Steininger, Rita (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2016
  • Verlag: Patmos Verlag
eBook (ePUB)
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Das kleine Trau-dich-Buch

Für schüchterne Menschen können alltägliche Situationen zur Qual werden: fremde Menschen ansprechen, beim Gespräch den Blickkontakt halten, sich in einer Besprechung zu Wort melden. Aus Furcht vor Blamage oder Zurückweisung ziehen sich Schüchterne dann oft in ihr Schneckenhaus zurück. Der Grund für Schüchternheit ist häufig Selbstunsicherheit und ein mangelndes Selbstwertgefühl. Hier setzt 'Das kleine Trau-dich-Buch' an: Es bietet viele einfache Übungen und konkrete Anleitungen, die das Selbstwertgefühl stärken und mehr Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen vermitteln. Schüchtern war gestern! Rita Steininger ist Ethnologin und Journalistin. Sie arbeitet als freie Lektorin und hat mehrere erfolgreiche Sachbücher und Ratgeber über Erziehung und Lebensgestaltung geschrieben. Bei Patmos zuletzt: 'Das kleine Tu-dir-gut-Buch. Für Frauen in der Lebensmitte', 2015. Die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen lebt mit ihrem Mann in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 29.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843608312
    Verlag: Patmos Verlag
    Größe: 537 kBytes
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Das kleine Trau-dich-Buch

1. Warum so schüchtern?

Der Begriff Schüchternheit lässt sich wissenschaftlich schwer eingrenzen, obgleich - oder gerade weil - es für diesen Begriff unzählige Definitionen gibt. Am einfachsten und vielleicht auch am einleuchtendsten ist wahrscheinlich die Definition des amerikanischen Sozialpsychologen Philip G. Zimbardo, die besagt, dass derjenige schüchtern sei, der sich selbst für schüchtern halte. 1

Als Synonyme für Schüchternheit gelten die Begriffe Scheu, Ängstlichkeit, Befangenheit, Selbstunsicherheit, Verschämtheit. Häufig wird Schüchternheit auch mit Introvertiertheit gleichgesetzt, obwohl zwischen beiden Eigenschaften ein Unterschied besteht. Während extrovertierte Menschen kontaktfreudig und kommunikativ sind und in Gesellschaft anderer aufleben, ziehen sich Introvertierte lieber zurück und schöpfen ihre Kraft aus sich selbst. Dabei gibt es sehr wohl introvertierte Menschen, die keineswegs schüchtern sind und in Gesellschaft anderer Menschen nicht die geringste Befangenheit spüren. Umgekehrt gibt es schüchterne Extrovertierte, die zwar viele Sozialkontakte pflegen, sich dabei jedoch unwohl, angespannt und ängstlich fühlen.
Angeboren oder anerzogen?

Schüchterne Menschen meiden nicht unbedingt die Gesellschaft, wohl aber die Aufmerksamkeit anderer, weil sie in solchen Situationen unangenehme Symptome spüren: Sie bekommen Herzklopfen, feuchte Hände, einen Kloß im Hals und - was sie meist als besonders quälend empfinden - sie erröten schnell. Doch je mehr sie versuchen, ihre Unsicherheit zu verbergen, desto stärker werden die Symptome.

Mit der Frage, ob Schüchternheit ererbt oder anerzogen ist, hat sich die Wissenschaft immer wieder beschäftigt, wobei die meisten Wissenschaftler heute darin übereinstimmen, dass Schüchternheit (genau wie jedes andere Verhalten des Menschen) sowohl durch die Gene als auch durch das soziale Umfeld beeinflusst wird.

Die Ängste schüchterner Menschen

Der Autor und Psychologe Rolf Merkle bezeichnet Schüchternheit als Begleiterscheinung zweier Ängste, "die wie eine Epidemie unter den Menschen auf fast der ganzen Welt wüten: der Angst vor Ablehnung und der Angst vor Versagen" 2 .

Die Angst vor Ablehnung erklärt Merkle hauptsächlich durch Kindheitserfahrungen. Kinder brauchen die Gewissheit, von ihren Eltern bedingungslos geliebt zu werden. Wenn einem Kind diese Sicherheit verloren geht, weil es sich bei jedem Fehlverhalten zurückgewiesen fühlt ("Ich mag dich nicht, wenn du so unartig bist!"), kann das große Ängste schüren. Solche Ängste können bis ins Erwachsenenalter anhalten. Das Kind von damals steckt dann noch immer in der Zwangsjacke des Artig-sein-Müssens. Die Folge: Der Betroffene hat Hemmungen, sich durchzusetzen und seine Wünsche und Bedürfnisse zu äußern.
Auch die Angst vor Versagen kann auf Kindheitserfahrungen beruhen und hat ebenfalls fatale Folgen: Die Betroffenen unterziehen sich bei allem, was sie tun, schon vorab einer selbstquälerischen Zensur. Sie sind ständig damit beschäftigt, ihr Verhalten zu korrigieren, was sie jedoch nicht von der Überzeugung abbringt, auf eine Blamage zuzusteuern. So nehmen sie sich und ihre Umwelt kaum wahr, weil sie ganz von ihren negativen Erwartungen eingenommen sind.
Der Einfluss des sozialen Umfelds

Schüchternheit kann in der Kindheit durch verschiedene Einflüsse vonseiten der Eltern, Erzieher, Geschwister und des gesamten sozialen Umfelds entstehen und insofern "anerzogen" sein. Eine bedeutende Ursache wurde dabei schon genannt: Zurückweisung und die damit verbundene Angst des Kindes, von seinen Eltern nicht mehr geliebt zu werden. Doch es gibt noch mehr Faktoren, die eine Rolle spielen.

Nicht von ungefähr taucht das Wort "schüchtern" im Begriff "einschüchtern" auf, womit bestimmte Vorgehensweisen gemeint sind, die den Widerstand des Kindes brechen sollen. Das

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