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Der Große Ruhe-Nerv 7 Sofort-Hilfen gegen Stress und Burnout von Schnack, Gerd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2012
  • Verlag: Kreuz
eBook (ePUB)
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Der Große Ruhe-Nerv

Über einen bestimmten Nerv können wir durch sieben einfache Übungen sehr schnell eine tiefe Entspannung herbeiführen. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt der Autor, wie wir dieses neue Mittel gegen Stress und zur Vorbeugung von Burnout einsetzen können - sei es bei Mittagsmüdigkeit am Arbeitspatz, bei Prüfungsangst, Platzangst, im Konfliktsituationen oder auch zur Tinnitus-Behandlung. Gerd Schnack, Prof. Dr. med., Präventiv- und Sportmediziner, Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivmedizin und Präventionsmanagement e.V., ist am Allensbacher Präventionszentrum tätig und aus zahlreichen Seminaren und Fernsehauftritten bekannt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 24.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451339455
    Verlag: Kreuz
    Größe: 2712 kBytes
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Der Große Ruhe-Nerv

1. Kapitel
Nichts ist mehr, wie es einmal war

Während früher der Bauer tagein, tagaus im schweren Boden hinter seinem Pflug herstapfte, wird in unserer Zeit körperliche Arbeit meist Maschinen überlassen. Die einstige Schwerstarbeit von Tagen erledigt mittlerweile ein Traktor im Handumdrehen. Und auch der Tagesrhythmus hat sich völlig gewandelt. Während früher der Wechsel zwischen Tag und Nacht dem Stand der Sonne folgte – mit den Hühnern suchte man am Abend sein Schlafzimmer auf, um morgens beim ersten Hahnenschrei wieder auf der Matte zu stehen –, hat sich mit dem Jahr 1879 alles geändert. Denn mit der Erfindung der Glühbirne hat der Mensch die Nacht zum Tag gemacht. Doch selbst die beginnende Industrialisierung kannte noch Pausen: Die ersten Dampfmaschinen waren noch auf hohe Wartungszeiten angewiesen. Wiederkehrende Ruhezeiten waren unumgänglich, in der die Technik kurz verweilen musste. Mit dem technischen Fortschritt schwanden diese Pausen jedoch. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Entfesselung der Arbeit schließlich mit der Erfindung des Computers und seinen schier unbegrenzten Möglichkeiten. Seither sind wir eingebunden in ein globales Netzwerk, das ein nachhaltiges Pausen- und Unterbrechungsverhalten nicht mehr zulässt. Das Berufsleben wurde unter der Bezeichnung "Entgrenzung von Arbeit" grundlegend verändert, dabei vollzog sich diese "stille Revolution" in vier Stufen:

Zum Überleben in grauer Vorzeit konnte der Mensch seinem bewährten Kampf- und Fluchtreflex vertrauen, der bei drohender Gefahr im Bruchteil einer Sekunde alle Energiereserven zündete. Seiner Stärke bewusst, erfolgte entweder der direkte Angriff nach vorn oder, im Falle einer Niederlage, die Flucht nach hinten. – Das war einmal.

Im Zeitalter des Computers hat sich vieles verändert. Hoher körperlicher Einsatz am Arbeitsplatz ist nicht mehr gefragt. Eine Erleichterung, möchte man meinen, doch der Schein trügt. Die Erregung des Zentralen Nervensystems durch den Kampf-Flucht-Reflex hat nicht ab-, sondern dramatisch zugenommen, hervorgerufen durch die hohe Stufe wechselnder Sinnesreize. Ein fehlerhafter Kreislauf ist die Folge, weil der Mensch plötzlich nicht nur endlosen Stressattacken schutzlos ausgesetzt ist, sondern ihm zugleich alle Fluchtkorridore verschlossen sind, so dass die Antriebshormone nicht mehr durch den notwendigen körperlichen Einsatz über die Aktivitäten großer Muskelgruppen (? der gesamten Muskelkapazität) abgebaut werden können. Laufen, Kämpfen, Flüchten – jeder körperliche Einsatz ebnet uns den Weg in den Fluchtkorridor, um Stress abzubauen. Ein Ausweg, der uns am Computer-Arbeitsplatz verschlossen bleibt. Die hohe zentrale Erregungsstufe muss tatenlos im Sitzen verarbeitet werden. Man schluckt den Ärger hinunter, auch wenn das Herz bis in die Schläfen pocht.

In der Bedienung der leichtgängigen Computer-Tastatur sind nicht mehr grobe Kräfte erforderlich, gefragt sind lediglich die kleinen Muskeln der Hände und der Arme, deren Aktivität aber nicht ausreicht, um den notwendigen Stoffwechselausgleich im Körper zu erreichen. Bei ihrem Intensiveinsatz in monotoner Position sind Überlastungssyndrome an der Tagesordnung, die unter der Bezeichnung RSI (repetitive strain injurie) zusammengefasst werden. Ein prominentes Beispiel ist das "Mausklick-Syndrom", eine Berufskrankheit, die heute unter einem großen Aufwand an Zeit, Geld und Material in Spezialkliniken operiert werden muss.

Mit Internet, Facebook, Twitter, Handy und TV sind wir einer permanenten Online-Präsenz ausgesetzt, di

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