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Der Pfad zur Gelassenheit Kraftvolle Werkzeuge aus einer uralten indischen Weisheitslehre von Bretz, Sukadev Volker (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der Pfad zur Gelassenheit

Die uralte Philosophie der Gelassenheit. Wer gelassen bleibt, lebt nicht nur gesünder, sondern auch erfüllter. In der uralten Lehre des Yoga ist Gelassenheit eine der vier Säulen, die zur Erleuchtung führen. Sukadev Bretz zeigt am Beispiel des Raja-Yoga, wie jeder König über seinen Geist werden kann. Mentale und körperliche Übungen helfen uns, der Hektik des Alltags ruhig und achtsam zu begegnen und emotionale Belastungen als Geschenk anzunehmen. Sie erweisen sich unversehens als wertvolle Begleiter auf dem Weg zur persönlichen Entfaltung. Dieses Buch erschien erstmals 2013 unter dem Titel "Der Königsweg zur Gelassenheit. Yoga-Philosophie für jeden Tag" im Kailash Verlag. Sukadev Bretz ist Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Er ist Yoga Ausbildungsleiter, beliebter Vortragsredner und Autor von Büchern, Yoga CDs, DVDs sowie Podcasts und Internetvideos rund um die Themen Gesundheit, praktische Psychologie und Spiritualität. 12 Jahre lang lernte er bei seinem Lehrer Swami Vishnu-Devananda. 1992 gründete er Yoga Vidya, mit 4 Yoga Seminarhäusern, über 100 Yogaschulen und 12.000 ausgebildeten Yogalehrern das größte Yoga Netzwerk in Europa. Die Vision von Sukadev Bretz: Ein ganzheitliches, lebensnahes Yoga zu unterrichten und die Yoga Übungen für jeden im Alltag umsetzbar zu machen. Sukadev versteht es wunderbar, seine tiefe Weisheit und reichhaltige spirituelle Erfahrung anschaulich aufgelockert und klar strukturiert, spannend und entspannend, weiterzugeben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 16.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641228408
    Verlag: Goldmann
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Der Pfad zur Gelassenheit

Wie ich meinen ganz persönlichen Königsweg fand

Als spiritueller Lehrer, als Gründer und Leiter von Yoga Vidya, als jemand, der oft von Suchenden um Rat gefragt wird, bin ich natürlich nicht auf die Welt gekommen. Aber als Pitta-Temperament, also als Hitzkopf, war mir die Gelassenheit nicht in die Wiege gelegt. Im Gegenteil: Gelassenheit ist eines meiner Lebensthemen, und ich arbeite im Grunde seit meiner Kindheit daran. Was ich Ihnen in diesem Buch als Königsweg zur Gelassenheit zeige, habe ich selbst erprobt und weiß, dass es funktioniert. Jeder kann diesen Weg gehen und sehr schnell positive Erfahrungen damit machen, gelassener mit sich selbst und anderen umgehen, dabei Freude spüren und Energie gewinnen, um Gutes zu bewirken.

Wie ich dazu gekommen bin, was ich erlebt habe, durch welche Phasen ich gegangen bin, bis ich den Königsweg fand, werde ich Ihnen in diesem Kapitel erzählen.

Gelassenheit als Lebensthema

Jeder Mensch hat ein, zwei oder drei Grundthemen, die in seinem Leben immer wieder hochkommen, mit denen es immer wieder gilt, sich zu beschäftigen und an ihnen zu arbeiten, um daran zu wachsen. Zu meinen Lebensthemen gehört, Gelassenheit zu lernen und zu üben. Dieses Lebensthema ergibt sich aus zwei Aspekten meiner Persönlichkeit. Da ist einerseits ein gewisses cholerisches Temperament: Laut Ayurveda werde ich als Pitta klassifiziert, also mit Feuer, Begeisterung, aber auch mit Neigung zu Ärger und Zorn. Andererseits habe ich Ahimsa, also Gewaltlosigkeit, als Ideal. Ich wollte noch nie jemandem wehtun: Schon als Kind war ich sehr tierlieb, konnte kein Tier umbringen, noch nicht einmal Insekten. Ich habe niemals einen Menschen wirklich gehasst, und ich konnte auch nie jemandem länger böse sein. Ich hatte immer den Wunsch, anderen zu helfen und mein Leben dem Guten in anderen zu widmen.

Diese beiden Grundströmungen widersprachen sich öfter: Zum einen Ärger oder Zorn, wenn etwas nicht richtig war, andererseits Ahimsa, niemandem wehtun zu wollen. Um beides miteinander zu verbinden, bemühte ich mich um Gelassenheit, aber eben um engagierte Gelassenheit, also innere Gelassenheit, gepaart mit großem Bemühen, anderen zu helfen.

Beschränkung auf Weniges, aber das mit Vehemenz

Ich habe meine Kindheit in sehr positiver Erinnerung: Ich hatte liebevolle Eltern, einen jüngeren und einen älteren Bruder, mit denen es zwar die üblichen Zwistigkeiten unter Geschwistern gab, aber insgesamt haben wir uns sehr gut verstanden. Ich bin aufgewachsen in einem kindlichen christlichen Glauben, bin regelmäßig in den Kindergottesdienst gegangen, war gut aufgehoben auch bei Freunden und Verwandten. Die Welt war also in Ordnung.

Dennoch: Wenn ich nicht bekam, was ich wollte, wurde ich ärgerlich. Schon als Baby soll ich lauter und häufiger geschrien haben als meine beiden Brüder. Später verließ ich einfach wütend den Raum und schlug die Türen zu. Das fand meine Familie natürlich nicht so gut.

Mein erster bewusster Schritt gegen meine Neigung zum Ärger war - schon als Kind mit sieben, acht, neun Jahren - die Beschränkung auf Weniges. Aber wenn ich dann etwas wollte, dann habe ich es mit Vehemenz verfolgt. Das war meist eine recht erfolgreiche Strategie, sowohl gegenüber anderen als auch im Umgang mit mir selbst. Andere haben sich oft in Kleinigkeiten verloren, sich um alles Mögliche gekümmert. Ich habe mir überlegt, was mir wirklich wichtig ist, und es dann meist durchgesetzt, weil ich dafür in vielem anderen nachgegeben habe.

Außerdem wollte ich nicht fremdbestimmt sein. Dass andere mir sagen, was ich zu tun hätte, das war mir unerträglich. Also habe ich antizipiert, was von mir erwartet wurde. Konnte ich diese Erwartungen halbwegs verstehen und nachvollziehen, habe ich mich entsprechend verhalten. So war ich als Kind und Jugendlicher insgesamt relativ brav, sowohl in der Familie als auch in der Schule. Trotzdem oder

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