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Der Zornkönig Wie Sie Ihren Ärger positiv nutzen von Burger, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.09.2007
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Der Zornkönig

Ein besonderer Ratgeber, humorvoll erzählt in einzelnen Geschichten mit vielen bildhaften Episoden rund um den Zornkönig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 21.09.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864155536
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 525 kBytes
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Der Zornkönig

EINLEITUNG: WELTENLENKER ODER MICKRIGE MAJESTÄT? WIE WICHTIG ÄRGER IST

Kardinal Colombo übersah die neuesten Listen. Blitzschnell überschlug er die Kosten der letzten Tobsuchtsanfälle des Herrschers, ein kleines Vermögen. Der noch junge Kardinal, von hagerer Gestalt, wie stets in einer schwarzen Kutte steckend und mit einem spitzen Bart unterm Kinn als einziger Zierde, war zu Recht erster Berater des Königs von Zorn. Sein scharfer Verstand und seine kalte Konsequenz waren weithin gefürchtet. Colombo strich seinen Bart zu einem schwarzen Dreieck. Er musste hinter das Geheimnis des Zorns kommen. Schwierig gerade für ihn, das wusste er, aber er musste. Zorn und Grimm waren kostspielige Schlüssel zur Macht. Jedoch: Wie unterschiedlich wirkten sie! Das Haus Protzburg, wo die Furcht regierte und der Herrscher tobte, musste einiges davon verstehen. Im Reich des Königs von Zorn ...

Wie es im Haus Zorn um den Ärger bestellt ist, werden Sie in diesem Buch genauer erfahren. Insbesondere wird vom künftigen Zornkönig zu berichten sein, der es in Sachen Ärgernutzung zu wahrer Meisterschaft brachte und letztlich des Kardinals Fragen beantwortete. Schon jetzt war Colombo bewusst: Ärgeranlässe gibt es genug.

Ärger ist alltäglich

So war es damals, so ist es heute. Wir kommen manchmal gar nicht aus dem Haus, ohne uns zu erregen. Verschlafen aus dem Fenster blickend, werden wir gewahr, dass der Lärm draußen von der Müllabfuhr kommt, die gerade die Tonne der Nachbarn leert und unseren übervollen Eimer nicht, weil wir ihn wieder mal im Schuppen vergessen haben. Das Kind schafft es auch heute kaum aus dem Bett und trödelt im Bad. Von gestern stehen noch Bierflaschen auf dem Tisch und den Blumen sieht man deutlich an, dass sie unser Partner nicht gegossen hat.

Sie können sich über andere ärgern oder über sich selbst. Manchmal auch über Automaten, das jedoch nur, wenn sie Menschen dahinter erspähen, die ihn aufstellten. Sollten Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, kennen Sie diese Automaten gut, die nicht funktionieren. Wenn Sie die Bahn schon zuvor für kundenfeindlich hielten oder den Hersteller als schlampig eingeschätzt haben, werden Sie mit Ihrem Urteil sofort fertig, da kommt eins zum anderen. So oder so pflegen wir unsere Schubladen und Ärger ist immer mit einer Bewertung verbunden. Neutralen und objektiven Ärger gibt es nicht. Wenn Sie das nicht glauben, stellen Sie sich einfach einen meditierenden Yogi vor, dem alles Irdische reichlich egal ist. Solch einem Yogi kann keiner dumm kommen, er bewertet nicht und ihn belästigt nichts. Umgekehrt schaffen Sie es auch. Gleich, welches Glück Ihnen begegnen will: Sie bestehen auf Ihrer miesen Laune. Mit Karl Kraus gesagt: "Er lässt sich seinen Ärger beim Essen durch keinen Appetit verderben ..."
Königliches Dekret Nr. 001: Ärger ist an Bewertungen gebunden, überdenkt Eure Urteile und Ihr werdet des Ärgers Herr.
Noch sind Sie nicht an der Arbeit, da gibt es schon weiteren Verdruss. Der Zug ist zu spät. Dann kommt er endlich, Sie stehen drin und fragen sich vielleicht, ob es einen tieferen Sinn dafür gibt, dass die Bahn den Pendlerzügen zu wenig Wagen anhängt. Wer zu spät einsteigt, den bestraft die Bahn durch Sitzplatzentzug.

Oder sind Sie mit dem Auto unterwegs? Hier gibt es für jede Vorliebe passende Ärgeranlässe. Den Durchschnittsfahrer nerven die Drängler, die ihm wild gestikulierend und mit der Lichthupe blinkend auf der hinteren Stoßstange hängen. Wer gern zügig unterwegs ist, den peinigen umge

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