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Die fünf magischen Momente des Lebens Wie wir die Chancen ergreifen, die uns das Schicksal schenkt von Röhrig, Dorothee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.10.2016
  • Verlag: Kailash
eBook (ePUB)

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Die fünf magischen Momente des Lebens

Oft sind es nur wenige Sekunden, in denen die Weichen im Leben neu gestellt werden - Momente, die uns kristallklar erkennen lassen, welcher Lebensabschnitt beendet ist oder gerade beginnt, Aussichtspunkte, an denen wir mehr begreifen und intensiver wahrnehmen als sonst. Wie aber können wir solche Augenblicke erkennen und sie für das eigene Leben nutzen? Dorothee Röhrig nähert sich dem Geheimnis der magischen Momente im Dialog mit Experten aus Psychologie, Philosophie, Neurowissenschaft und Biografieforschung. Mitreißend und plastisch erzählt sie von ihren eigenen Schlüsselerlebnissen und exemplarischen Wendepunkten bekannter und unbekannter Persönlichkeiten. Stück für Stück entsteht so die Blaupause für ein gelingendes Leben in Fülle und Achtsamkeit, in dem wir uns berührbarer und reicher denn je fühlen. Dorothee Röhrig studierte Germanistik und war viele Jahre lang in gehobenen Positionen für verschiedene Frauen- und Publikumszeitschriften tätig. Sie war Gründungsmitglied und von 2009 bis 2015 Chefredakteurin bzw. Herausgeberin der Zeitschrift "Emotion". Ihr erstes Buch "Die fünf magischen Momente des Lebens" erschien 2016. Dorothee Röhrig ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrem Mann in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 03.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641176037
    Verlag: Kailash
    Größe: 599 kBytes
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Die fünf magischen Momente des Lebens

Kapitel 2

Mein Drei-Sekunden-Jetzt!-Gefühl

Ich habe es erlebt. Es gibt Situationen, da kann ein einziger Satz, ausgesprochen in wenigen Sekunden, einen magischen Moment auslösen - und danach ist nichts mehr, wie es war. Solche Augenblicke habe ich richtig körperlich gespürt, wie einen pfeilgenauen, aber nicht unangenehmen Stich. Irgendwo in der Mitte, vielleicht am ehesten in der Bauchgegend.

Tief in mir ist etwas berührt worden. Aber wovon? Und was passiert da, wenn mich so ein Ruck durchfährt? Wenn blitzartig ein Gedanke, ein Gefühl, eine Sehnsucht in mir hochkommt, mit unabsehbaren Folgen? Und ich plötzlich weiß, in diesem Augenblick verändert sich mein Leben. Wie kann das in wenigen Sekunden geschehen?

Was bedeutet eigentlich "Moment", frage ich mich. Ich bin mir nicht sicher. Das Wort kommt aus dem Lateinischen, so viel ist klar. Für meinen Weg zu den magischen Momenten will ich es genauer wissen und schaue in die Übersetzung. Movere heißt bewegen, erregen, antreiben, veranlassen. Tatsächlich, da dämmert mir etwas aus der Schulzeit. Wie habe ich es gehasst, das Pauken von Vokabeln.

Egal, die Vergangenheit ist hier nicht gefragt. In diesem Kapitel geht es um die Gegenwart. Um das Gefühl: Jetzt, genau jetzt passiert etwas Großes, etwas Unfassbares! Es geht um Präsenz, ein Wort, das - wie der Moment - aus dem Lateinischen kommt und mit Gegenwart übersetzt wird. Präsent sein, gegenwärtig sein, lebendig und wach. Den Moment wahrnehmen. Darum geht es auch im Yoga. In Präsenz übe ich mich auf meiner Matte mehrmals in der Woche. Könnte ja sein, dass ich auch im "richtigen Leben" aufmerksamer geworden bin, offener für die Fülle der Möglichkeiten, jeden Tag, jeden Augenblick. Eine Empfindung, ein Satz, ein Eindruck - Momente eben, die dieses unvergleichliche "Jetzt!" in mir hervorrufen. Ich weiß nicht, wie lange so ein Moment wirklich dauert. Gefühlt nur Sekunden, vielleicht ist in mir schon alles vorbereitet, und ich nehme nur den sekundenkurzen Auslöser wahr. So könnte es allen gehen, die etwas so Wunderbares erleben, dass sie sich fühlen "wie vom Blitz getroffen".

Der Moment, laut Lexikon der Beweger, Erreger, Antreiber, Veranlasser. Damit kann ich etwas anfangen. Das passt. Meine magischen Momente haben mich hellwach werden lassen. Als ob sie einmal durch mein gesamtes Nervensystem gefegt wären. Eine Bewegung, die mein Innenleben aufgewühlt hat. So wie man den Boden umgräbt im Frühjahr, damit die Pflanzen neue Nährstoffe bekommen und gedeihen. Sie haben mich weiter nach vorn getrieben. In neue Möglichkeiten, neue Chancen. Das alte Leben, das ich führte, haben diese magischen Momente in Frage gestellt. Urplötzlich und wie es scheint, unvorbereitet. Sie haben veranlasst, dass ich abbiege von meinem Weg, eine Kurve nehme, eine neue Richtung einschlage. Für meine Zukunft, nicht nur für diesen einen Augenblick.

Augenblick. So nennt man den Moment ja auch. Ein magischer Augenblick! Auch darin steckt Bewegung. Ein Lidschlag, eine blitzschnelle Augenbewegung, ein Reflex. Ein Augenblick, der zum Drehmoment meines Lebens wird. Eine Veränderung in Gang setzt, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Bei einem Kongress in Berlin zum Thema "Meditation und Wissenschaft" lernte ich Marc Wittmann kennen. Er ist Psychologe, Humanbiologe und Schüler des renommierten Hirnforschers Ernst Pöppel. Er soll mich weiterbringen auf meiner Reise zu den magischen Momenten. Ich besuche den Wissenschaftler, wir treffen uns im "Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene" in Freiburg. Mein Koffer ist voller Fragen. Denn was mir noch aufgefallen ist, seit ich dem Moment auf der Spur bin: Jeder benutzt dieses Wort. Aber meinen alle auch dasselbe? "Ihr Taxi muss jeden Moment kommen", entschuldigt sich die Dame von der Zentrale. "Moment mal!", brumme ich den Fahrgast an, der im Zug hinter mir drängelt. Und im Yoga werde ich angeleitet: "Versuche

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