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Die Seele heilen Ein Mutmachbuch für Depressive und ihre Angehörigen von Wehner-Zott, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2011
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
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Die Seele heilen

Die Zeiten, in denen Depressionen als Zeichen persönlicher Lebensunfähigkeit betrachtet wurden, sind vorbei. Heute weiß man, dass eine Depression jeden treffen kann. So auch Dr. Sabine Wehner-Zott, dreifache Mutter, Lehrerin und bis zu ihrer Erkrankung geradezu ein Energiebündel. Mit diesem Ratgeber, den sie zusammen mit Prof. Dr. Hubertus Himmerich verfasst hat, will sie allen von einer Depression Betroffenen Mut machen. Denn eine Depression ist zwar eine dramatische Erfahrung im Leben eines Menschen, aber sie ist heute gut heilbar. Sabine Wehner-Zott schildert den Verlauf ihrer Depression von den ersten Anzeichen über die Akutphase in einer Klinik bis in die Zeit der Rückkehr in die Normalität. Prof. Dr. Himmerich ergänzt ihre Schilderungen durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Depressionsforschung. Ein Buch, das alle wichtigen Hintergrundinformationen zum Thema Depressionen liefert, das aber vor allem auch Betroffenen sowie deren Angehörigen Zuversicht vermittelt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 15.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833824425
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 3158 kBytes
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Die Seele heilen

Niemand ist davor gefeit, an einer Depression zu erkranken, auch nicht, wenn er unter günstigen Bedingungen lebt. Dies zeigt die Geschichte der Autorin Dr. Sabine Wehner-Zott, die trotz positiver Lebensumstände eine schwere Depression entwickelte. Glücklicherweise tragen Forscher, Ärzte und Psychotherapeuten, wie Prof. Hubertus Himmerich, dazu bei, dass Depressionen heute richtig behandelt werden.

Vor über drei Jahren schlitterte die Lehrerin

Dr. Sabine Wehner-Zott in eine tiefe Depression. Sie hat sich mit ihrer Krankheit und dem Weg ihrer Genesung intensiv auseinandergesetzt, und so ist schließlich dieses Buch entstanden.
In mir wuchs die Angst

Wochenlang arbeitete ich bis zur Erschöpfung, verzettelte mich dabei ziellos in Kleinigkeiten und stellte jeden Abend mit Schrecken fest, dass ich nicht annähernd das Pensum geschafft hatte, das ich mir vorgenommen hatte. Nachts wälzte ich mich im Bett hin und her, plante, machte mir Sorgen und schlief immer weniger. Wenn ich doch einnickte, dann schreckte ich nach kurzer Zeit schweißgebadet auf und mir war, als hätte ich in meinem Kopf ein Gedanken- und Sorgenkarussell, das sich mit jedem Tag schneller drehte. Und je schneller es sich drehte, desto verzerrter nahm ich die Realität wahr und desto schwieriger wurde es für mich, an andere Dinge zu denken als an meine übergroßen Sorgen. Diese nahmen in meiner Vorstellung solche Dimensionen an, dass sie alles, was es Positives in meinem Leben gab, verdrängten. Von meinen Problemen konnte mich nichts ablenken. Ich weinte oft und in mir wuchs die Angst, dass mit mir etwas Schwerwiegendes nicht in Ordnung sein könnte.
Als sei ich mir selbst abhanden gekommen

Eines Tages war es dann so weit. Ich hatte mich wieder die ganze Nacht schlaflos hin und her gewälzt, Lösungsmöglichkeiten für das in meiner Vorstellung immer größer werdende Problem gesucht und als unrealistisch verworfen. Tagsüber hatten sich wie schon in den vorhergegangenen Tagen düstere Grübeleien mit zielloser, unproduktiver Aktivität abgewechselt. Der Tag, an dem ich endgültig wusste, dass etwas in meinem Kopf nicht mehr stimmte, war ein schöner, warmer Sommertag. In mir aber war es dunkel und kalt. Ich war mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause. Und plötzlich geschah es: Als hätte ich eine CD mit Kratzer in meinem Kopf, konnte ich nur noch den einen Satz denken: "Wir schaffen es nicht und ich bin schuld!" Der Satz wuchs wie ein riesiger schwarzer Schatten und verdrängte alles andere. Und schließlich musste er raus, wollte ausgesprochen, herausgeschrien werden. Ich sprang vom Fahrrad, warf es auf den Gehweg, taumelte nach Hause, "Wir schaffen es nicht ...!" in einer Endlosschleife vor mich hinbrabbelnd. Und neben diesem Gedanken hatte nur noch eine schreckliche Gewissheit Platz: Etwas in meinem Denken funktionierte nicht mehr richtig und ich konnte nichts, aber auch rein gar nichts dagegen tun! Ich wankte ins Haus, lief wie ein eingesperrter Tiger im Wohnzimmer im Kreis. "Wir schaffen es nicht und ich bin schuld", gab ich ununterbrochen erst flüsternd, dann schreiend von mir, und um mich zu "bestrafen", fing ich an, mich in den Oberarm zu zwicken. Ich hatte vollkommen die Kontrolle über mein Denken und Handeln verloren. Mir schien es, als sei ich mir selbst abhanden gekommen. Mein ganzes Leben war aus den Fugen geraten, und ich war unfähig, das zu ändern.
In der Dunkelheit meiner Seele

Die Depression brachte mein Leben völlig durcheinander, aber auch das meines Umfeldes. Meine Familie hatte das Gefühl, mich in der Dunkelheit meiner Seele nicht mehr erreichen zu können. Und die Finsternis in mir überschattete auch ihr Leben. Zudem beka

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