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Eine für alle, alle für eine Das Leben ist ein Mannschaftssport

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2011
  • Verlag: Ariston
eBook (ePUB)
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Eine für alle, alle für eine

Wie machen die das bloß? Zweimal Weltmeister, siebenmal Europameister - ein beispielloser Teamerfolg Gemeinsam zum Erfolg! Alles ist möglich, wenn alle zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Diese Erfahrung hat die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen gemacht, deren Teamgeist ihr bereits sieben EM-Titel und zwei WM-Titel in Folge eingebracht hat. WM-Botschafterin und TV-Moderatorin Shary Reeves zeigt zusammen mit den Spielerinnen, wie auch wir Großes erreichen und über uns selbst hinauswachsen können. Beim Fußball zeigen die Frauen, was in ihnen steckt. Ihr Geheimnis: gegenseitige Motivation und gemeinsame Ziele. Keine Egotrips. Das gilt auf dem Platz ebenso wie im Leben. Der Zusammenhalt und die große Sympathie, die die Fußballerinnen auszeichnen, stehen im Mittelpunkt dieses Buches, das von Teamgeist erzählt und von den persönlichen Geschichten der großartigen Fußballspielerinnen. Ihre Botschaft: Was wir können, das könnt ihr auch! Shary Reeves, Kölner Bühnenprofi mit afrikanischen Wurzeln und Faible für eine bessere Welt, bespielt seit 1996 die TV- und Event-Bühnen: als Moderatorin, Schauspielerin oder ehemalige Bundesliga-Fußballerin. Von 1989 bis 1995 gehörte sie mit ihren Geschwistern und der Band 4 Reeves zu den Wegbereitern des Deutsch-Rap. Seit 2001 moderiert sie mit Ralph Caspers das vielfach ausgezeichnete WDR TV-Format Wissen macht Ah!.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 31.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641059576
    Verlag: Ariston
    Größe: 453 kBytes
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Eine für alle, alle für eine

" Eine für Alle – Alle für Eine (S. 150-151)

Die Erste und Einzige

Wenn man jung ist und sich mitten im Prozess des Heranwachsens befindet, schließt man im Laufe der Jahre die eine oder andere Freundschaft. Wundersamerweise machen wir es uns in der Kindheit fast zu einem Hobby, unseren Eltern quasi im Minutentakt eine neue beste Freundin bzw. einen neuen besten Freund zu präsentieren. Dabei ist uns natürlich überhaupt noch nicht klar, was die Attribute einer wahren Freundschaft sind. Klar, unsere Eltern versuchen, uns mit ihren Erfahrungen und Werten eine Definition des Ganzen näherzubringen. Von unserer Vorstellung ist sie jedoch einen Quantensprung entfernt.

Also üben wir uns tapfer fleißig weiter im Sammeln von Freundinnen nach unseren Wertvorstellungen, die wir mit überzeugter Entschlossenheit als unsere besten Freundinnen bezeichnen. Was aber macht, aus kindlicher Sicht gesehen, eine beste Freundin überhaupt aus und worin unterscheidet sich die Definition von der besten Freundin im Kindesalter zu der im Erwachsenenalter? Nun, ich wage das mal anhand meiner eigenen Erfahrungen zu erörtern. Mit sechs Jahren kam ich ins Internat des Ursulinenordens in Köln.

Dort war ich umgeben von hohen Mauern, Nonnen, einer endlos langen Liste mit Vorschriften und Verboten, die das Leben im Kloster recht eintönig machten. Da ist es doch gut, nicht nur viele Menschen um sich herum zu haben, sondern speziell einen Menschen zu haben, mit dem man sich austauschen, freuen, leiden, kurz gesagt: alles teilen kann. Aufgrund meines etwas anderen Aussehens galt ich als Kind wohl eher als "Exot". So brachten es diese Umstände unweigerlich mit sich, dass sich in meinem Umfeld nicht gerade viele freundschaftswillige Anwärterinnen tummelten.

Nichtsdestotrotz hatte ich im Internat eine "beste" Freundin, sie hieß Petra. Sie kam aus einer eher liberalen Familie mit antiautoritären Erziehungsmethoden und sie hatte einen Hund, der erst mit seinem Kopf um die Ecke kam und einige Zeit später folgte der Rest des Körpers. Ich glaube, man nennt diese Rasse Basset. Irgendwie passte er auch zu ihr und ihrem Wesen. Petra war ein sehr offenherziger, liebenswerter und ausgeglichener Mensch und damals nicht nur meine beste, sondern sogar meine einzige Freundin. Woran ich das festgemacht habe? Na, ganz einfach!

Wenn man unter vielen Menschen lebt, die zwar physisch anwesend, allerdings kaum spürbar da sind, weil sie sich wenig für einen interessieren, dann macht dieser eine, besondere Mensch den Unterschied aus. Wir verbrachten eine intensive Zeit miteinander, und woran ich mich besonders erinnere, ist die Tatsache, dass sie mich auch bei den Hausaufgaben oft unterstützt hat. Da konnte ich mich jederzeit auf sie verlassen. Es gab eine Hausaufgaben-Regel im Internat, die besagte: Egal wie lange es dauern würde, die Aufgaben mussten am gleichen Tag, an dem wir sie aufbekommen hatten, auch gemacht werden.

Einmal saß ich nach dem Abendessen, so gegen sieben Uhr, immer noch an meinen Hausaufgaben und hatte noch einen gefühlten Himalaja vor mir. Deutsch und Mathe, das waren nicht gerade meine Lieblingsfächer. Jedenfalls ein Berg von Arbeit, und ein Ende war nicht absehbar. Als sich meine Freundin dazu bereiterklärte, mir zu helfen und sie auch die Erlaubnis dazu bekam, tat sich in meiner Welt endlich ein Licht am Ende des Tunnels auf. Vor dem Schlafengehen saßen wir alle normalerweise noch eine halbe Stunde zusammen, um zu quatschen und den Tag Revue passieren zu lassen. Auch Petra war schon bereit für die Plauderrunde, aber meinetwegen verzichtete sie darauf und half mir stattdessen bei den Aufgaben. Wenn das mal nicht ein Zeichen

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