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Es ist etwas in mir, das nach Veränderung ruft Der Sehnsucht folgen Mit einem Vorwort von Stéphane Hessel von Winkler, Beate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.03.2014
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Es ist etwas in mir, das nach Veränderung ruft

Eine Frau an der Spitze einer EU-Organisation, die sich mit den schwierigsten und kontroversesten Themen unserer Gesellschaft befasste - Integration und Fremdenfeindlichkeit - und sich zur Malerin entwickelte. Beate Winkler beschreibt ihren Veränderungsprozess mit seinen Fragen wie 'Wo will ich in den nächsten Jahren hin? Will ich einfach weitermachen, oder wartet noch etwas anderes darauf, von mir gelebt zu werden?'
Mit diesen Themen sind wir vor allem in Lebenskrisen konfrontiert. Krisen, in denen vermeintliche Sicherheiten plötzlich wegbrechen können, wie es bei der Autorin der Fall war: Ein Zeichen, Halt zu machen und sich mit grundlegenden Lebensthemen auseinanderzusetzen. Mit 59 Jahren eine schwierige Entscheidung, in der ungeahnte Möglichkeiten lagen. Unerkannte Ressourcen wurden Beate Winkler dadurch geschenkt, die sie in ihrem Buch vermittelt: Analytisch und emotional mit Interviews und Beschreibungen, Gedichten und Geschichten, Bildern und Informationen lässt sie Wissen und Erfahrungen lebendig werden. Den Drang nach Veränderung verspürten auch André Heller, Marianne Koch, Erhard Busek, Sonia Mikich und andere Mutmacher. Sie erzählen über ihre Umbruchsituationen. Herausgekommen ist ein ungewöhnliches Sachbuch, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Eine kluge und inspirierende Ermutigung, sich auf Veränderungssituationen, Auf- und Umbrüche einzulassen.
Mit Beiträgen von: Gerhart Baum, Erhard Busek, Cecily Corti, André Heller, Peter Huemer, Gerald Hüther, Marianne Koch, Freda Meissner-Blau, Sonia Seymour Mikich, Rita Süssmuth, Eleni Torossi, Beate Weber-Schuerholz und Rudolf Wimmer.
Das Mutbuch zum Aufbruch
Für Krisen- und Veränderungssituationen
Mit einem letzten Text von Stéphane Hessel

Dr. Beate Winkler, Jahrgang 1949, war die erste weibliche Direktorin einer EU-Agentur, der jetzigen EU-Grundrechtsagentur. Seit über 30 Jahren ist sie in führenden Positionen im Menschenrechtsbereich auf nationaler und internationaler Ebene tätig. Ihr Engagement führte sie zu Orten, wo Politik gestaltet und beeinflusst wird, z.B. US-Kongress, EU-Parlament, BBC, Le Monde, DIE ZEIT, ARD, ZDF. Beate Winkler ist Initiatorin von pionierhaften Initiativen wie dem europäischen Medienpreis CIVIS. Sie versteht sich als 'Co-Pilotin für Chancenvielfalt' und in erster Linie als Malerin. Sie lebt in Wien und anderswo.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 31.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641133757
    Verlag: Kösel
    Größe: 1259 kBytes
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Es ist etwas in mir, das nach Veränderung ruft

MEINE SITUATION

MIT FRAGEN UNTERWEGS

Haben wir eine Chance, uns selbst immer wieder neu zu entdecken, zu entfalten und zu entwickeln - auch wenn wir älter sind? Machen wir Pause im hektischen Getriebe unserer Zeit und lauschen den leisen Tönen unserer inneren Stimme? Eine Stimme, die uns vielleicht sagt, dass wir noch etwas ganz anderes leben wollen? Etwas, das mit unseren Bedürfnissen und Gefühlen mehr im Einklang ist als das, was jetzt unser Leben bestimmt? Haben wir Vertrauen, uns in eine Suchbewegung nach dem "Noch-etwas-ganz-anderes-leben-Wollen" einzulassen?

Mit diesen Fragen begann ich mich vor fünf Jahren intensiv auseinanderzusetzen. Beantwortet habe ich sie nicht selbst allein, sondern auch das Leben gab die Antwort. Es hat mich neue Lebenswelten entdecken lassen, die gleichzeitig alt und vertraut waren. Mein Unterwegssein hat mich zu Orten geführt, die mir eine neue Form der Balance zwischen Außen- und Innenwelt geschenkt haben. Und einen neuen Zugang zu mir selbst und zu anderen Menschen. Dies hat mich nicht nur um Wirkungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten reicher gemacht, sondern in mir ein anderes Selbstbewusstsein und Vertrauen, eine andere Zuversicht und Offenheit entstehen lassen. Entstanden nach Zeiten von tiefer Verunsicherung, Angst und auch Panik, durch die ich gegangen bin. Zeiten, in denen ich erfuhr, welche Bedeutung "Schatten" in meinem Leben haben. Und welche überraschenden Perspektiven und neue Entwicklungen mir mein Leben schenkt - doch darüber wird später zu berichten sein. So staune ich, dass ich mich von einer gejagten - und sich selbst jagenden - Menschenrechtspolitikerin zu einer Malerin entwickelt habe. Staune, dass öffentliche Anerkennung und Resonanz auf mein bisheriges Tun mich nicht dazu verleitet haben, "mehr vom Gleichen" zu wollen, mich also nicht von meiner Reise ins Unbekannte abgehalten haben. Ich hätte meine eingetretenen erfolgreichen Pfade munter weiterbegehen können, was zweifellos seinen narzisstischen Reiz gehabt hätte. Ermunterung dazu hatte ich genug. So hieß es in einem Dokument eines UN-Berichterstatters zur Generalversammlung 2007, dass die EU-Agentur, die ich damals leitete, bemerkenswert geführt wurde. "Das ist doch etwas", sagte der kleine Pfau in mir und schwellte stolz seine Brust, ergriffen von der eigenen Bedeutung. Aber das war vor sechs Jahren. Wo bin ich heute?
Wo ich heute bin: Meine Bilder verändern mich

Malerei ist zum Mittelpunkt meines Lebens geworden und hat mich neue Kontinente entdecken lassen. Es gibt nichts, bei dem ich so im Einklang mit mir selbst bin, Zeit und Raum vergesse, alles fließen lasse, wie während meines Gesprächs mit meiner Leinwand und meinen Farben. Die Leere der Fläche und die unendlichen Möglichkeiten an Farbnuancen geben mir Raum, mich zu versenken. Versenken nicht nur in den kreativen Akt des Malens, sondern auch in Lebensthemen, die ich mit meinen Farben berühre: die unerfüllbare Sehnsucht "anzukommen", "Ja" zu mir selbst und zu meinem Leben zu sagen, meine Lust am Leben zu spüren, aber auch Gefühle von Einsamkeit und Angst, Verlassenheit und Verlorenheit zu berühren. Es sind Fragen, zu denen meine Bilder mir Anregungen geben. Fragen, die mich zu neuen Fragen führen.

Dieser Entstehungsprozess meiner Bilder hatte sich einige Jahre zuvor entwickelt, als ich mich mit Malerei intensiv auseinandersetzte. Ich suchte auch nach Möglichkeiten, ein Gegengewicht zu meiner kopf- und rollengesteuerten Welt zu entwickeln. Meine Offenheit machte mir ein überraschendes Geschenk: meine Bilder gaben mir erstaunliche Antworten. So malte ich kurz vor Ablauf meines Vertrages mit der Agentur im Jahr 2006 den

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