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Fröhlich fasten Macht Verzicht tatsächlich gesünder und glücklicher? Ein Selbstversuch mit Antworten! von Fröhlich, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.12.2018
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 27.12.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Fröhlich fasten

Jeder will es, kaum einer versteht es und noch weniger schaffen es wirklich. FASTEN macht uns jünger, schlanker, gesünder und dynamischer - aber laugt es uns nicht auch aus? Sind wir nicht gereizt, wenn wir eigentlich vor Hunger die Kollegin samt Nachmittagskeks verschlingen wollen? Muss wirklich eine Darmspülung sein? Und wieviel Karottensaft kann man wirklich trinken, bevor man wie der Flamingo ganz rosa wird? Diesen Fragen und vielen mehr geht Susanne Fröhlich in ihrer Paraderolle als Moppelich auf den Grund in dem spannenden Selbstversuch des Fastens. Sie spricht mit Experten, Opfern und Gewinnern, sie führt ehrlich, kritisch und offen durch ihren Fastenalltag und zieht am Ende ein wie gewohnt gnadenloses Fazit: Was bringt es mir und wie kann ich es schaffen ohne neben den Kilos, den Schadstoffen und der guten Laune tatsächlich Freunde, Mann und Familie zu verlieren. Ein interessantes, amüsantes Tagebuch für jeden der sich schon immer gefragt hat: Macht eine Fastenkur mein Leben wirklich besser!

Susanne Fröhlich ist Schriftstellerin und Journalistin und arbeitet unter anderem für den hessischen Rundfunk. Seit 2005 moderiert sie die MDR-Literatursendung "Fröhlich lesen". Ihre Sachbücher und Romane wurden zu Bestsellern, darunter das "Moppel-Ich" mit über 1 Million verkauften Exemplaren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 27.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833867682
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
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Fröhlich fasten

DAS GROßE NICHTS UND WIE ALLES BEGANN

B ei mir wurde vor ein paar Jahren Rheuma diagnostiziert. Rheu- ma ist ein Oberbegriff für eine Krankheit mit sehr vielen unter- schiedlichen gemeinen Spielarten. Bei mir hat sich das Rheuma auf Schultern und Hüften kapriziert. Ich will nicht jammern, es hätte mich mit Sicherheit schlimmer treffen können. Sehr viel schlimmer. Aber es ist nichtsdestotrotz schmerzhaft und ausgesprochen lästig. Habe ich Schulterprobleme, kann ich mein Yoga nicht machen, sind die Hüften dran, ist Joggen unmöglich. Auf beides kann man natürlich verzichten - es gibt ein Leben ohne. Das wäre nicht das Problem. Allerdings schränken mich die Schmerzen auch im Alltag ein. Das Gehen schmerzt immer häufiger. Eben mal etwas greifen oder hochheben auch. Ich bewege mich nicht mehr spontan, weil ich Angst habe, dass mein Körper mit Schmerzen reagiert. Je mehr man sich einschränkt - bewusst und vor allem unbewusst -, umso unbeweglicher wird man. Kein guter Kreislauf.

Dass es morgens irgendwo im menschlichen Getriebe mal knirscht oder zwickt, ist absolut akzeptabel. Der Körper ist eine hoch komplizierte und komplexe Maschinerie und ich bin jenseits der 25. Das Material wird halt nicht besser. Darüber bin ich mit Sicherheit nicht begeistert, aber damit kann ich leben. Muss ich wohl auch. Wer alt werden will, sollte lernen, mit normalen Abnutzungserscheinungen klarzukommen. Allerdings sind diese Schmerzen eben keine "normale" Altersbegleitung und ich habe nicht vor, sie einfach als gegeben zu betrachten. Cortison hat mir geholfen. Aber - wie Guido Maria Kretschmer, der Shopping-Queen -Moderator sagen würde - es hat ansonsten nichts für mich getan. Ich hatte ein ziemlich aufgedunsenes Gesicht und ständig Hunger. Mein Kühlschrank war mein neuer bester Freund. Ich bin manchmal nachts aufgewacht und wie ferngesteuert zum beleuchteten Hort der Lebensmittel getapert. Das ist, habe ich beschlossen, keinesfalls ein Dauerzustand. Vor allem weil ich im Laufe der Zeit gut zwölf Kilo zugenommen habe. Schuld war sicherlich nicht allein das Cortison, sondern auch der Frust, keinen Sport treiben zu können, und der Trost in Form von Essen. Viel Essen. Vor allem viel hochkalorischem Essen. Auch wenn man um die Misere weiß, kann man Verhalten oft nicht stoppen. Man gerät in einen fiesen Kreislauf und je tiefer man drinsteckt, umso schwerer wird es hinauszukommen.

Klar: Zur Not, bevor ich ständig Schmerzen habe, schlucke ich Cortison. Es ist, keine Frage, ein durchaus effektives Medikament. Allerdings auch nicht frei von Nebenwirkungen. Natürlich gibt es neben Cortison andere wirksame Rheumamedikamente. Aber auch hier ist die Liste der Nebenwirkungen lang. Ich habe zwei Packungen zu Hause liegen. Für den Fall der Fälle.

Die Idee, gegen mein Rheuma anzufasten, war eine Art Zufallsfund. Ich hatte eine Dokumentation auf Arte gesehen, eine Fastendokumentation, und war absolut fasziniert (zum Nachgucken: www.youtube.com/watch?v=Nyyb74PHIQs ). Sollte einfaches Nichtessen der Schlüssel gegen mein Rheuma sein? Tatsächlich ein funktionierender Ersatz für Cortison? Kann Nichtessen tatsächlich Heilen? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen, aber die Doku und die anschließende Recherche zum Thema haben mich neugierig gemacht. Es klang verrückt und gleichzeitig so simpel. Warum nicht mal etwas versuchen? Vielleicht hilft es ja tatsächlich? Und was kann schon passieren? Wer nicht wagt, kann auch nicht gewinnen! Kostengünstig ist es allemal. Im schlimmsten Fall hilft es nicht und der ganze Verzicht war für die Katz.

Der Beschluss steht schnell fest. Ich werde fasten. Ich werde eine längere Zeit auf jegliche feste Nahrung verzichten. Allein der Gedanke macht mir Angst und schlechte Laune - und trotzdem werde ich es auf ei

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