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Gelassenheit Sich dem Strom des Lebens überlassen von Tepperwein, Kurt (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Gelassenheit

Kurt Tepperwein öffnet in diesem Buch den Blick für eine größere Präsenz, nach deren Gesetzen sich das Leben richtet. Er zeigt, wie wir es schaffen, mit dem Leben zu kooperieren. Wir lernen, zu erkennen, was uns an einem sinnerfüllten Leben hindert, wie wir mit Angst und Schuldgefühlen richtig umgehen und Dinge und vor allem Personen loslassen, wenn sie uns nicht gut tun. So vermeiden wir, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Wir können mit Zuversicht die Dinge geschehen lassen und der Zukunft entgegensehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743105386
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 557 kBytes
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Gelassenheit

I. Alten Ballast abwerfen

Was hindert uns an einem sinn- und
zweckerfüllten Leben?

Durch die Gegenwart Gottes in mir,

die ich bin und die durch mich wirkt als Ich,

mache ich mir die folgenden Worte bewusst:

" Ich bin das Wissen um die rechte Absicht,

die ihren Zweck erfüllt.

Ich bin das Kunstwerk, das durch Leben

sich gestaltet.

Ich bin das Geheimnis der Schöpfung.

Ich bin das heilige Gebet auf meinen Lippen.

Ich bin die sich selbst enthüllende Offenbarung."

In jedem Menschen liegt die tiefe Sehnsucht verankert, sein Leben mit einem höheren Sinn und Zweck zu verbinden. Gelingt ihm dies nicht, ist er frustriert und fällt in aller Regel einer mehr oder weniger starken Sucht anheim, die nichts anderes ist als ein Synonym für eine nicht vollendete Suche. So hat das neuhochdeutsche Sprachgefühl denn auch das etymologisch unklare Wort "Sucht" mit "Suche" in Verbindung gebracht.

In jedem Menschen liegt also die tiefe Sehnsucht begründet, dass sein Leben, das er Tag für Tag lebt, einen Sinn macht, dass es einem Zweck dient. Doch nur vergleichsweise wenigen gelingt es, das tägliche "Tagwerk" mit einem höheren Sinn und Zweck zu verbinden. Die meisten beschränken ihr Dasein, salopp gesprochen, auf "Futtersuche und Paarung" und ein paar wenige sinnliche Freuden. Bei jenen sinnlichen Freuden, hinter denen wir im Allgemeinen her sind, handelt es sich aber fast immer nur um reflektierende. Und doch schaffen wir diese semantische Verbindung zwischen "Sinn" und "Sinnlichkeit".

Das Kamasutra , das indische Lehrbuch der Liebe, das bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. von dem hinduistischen Gelehrten Vatsyayana geschrieben wurde, offenbart, dass uns unsere "Sinne" in der Tat mit unserem "Sinn" verbinden können. Dann nämlich, wenn wir unsere Sinnenverbundenheit nicht einsetzen, um uns zu "sinnessüchtigen" Konsumenten "irgendwelcher" Reize zu degradieren, sondern unser Sehen, Tasten, Fühlen, Schmecken, Riechen einem größeren Prozess weihen. Jene Reflexion, die wir eigentlich suchen und die wir auch finden können, vermittelt uns nämlich eine Referenz zu einer inneren Qualität, die es zu entwickeln gilt.

Wenn wir erkennen, dass unser Wunsch nach Süßem dem gilt, sich durch die "richtige" geistige Haltung auf die "Süße des Lebens" einzuschwingen, und das Bedürfnis nach Spiritus einer Sehnsucht nach einem Geist ganz anderer Art entspricht, dann begreifen wir auch, dass unser Wunsch nach Zärtlichkeit uns dazu ermuntern soll, zart und zärtlich(er) mit uns selbst - und den anderen - umgehen zu können. Was uns an einem sinnerfüllten Leben hindert, ist die fehlende Rückverbindung (= re-ligio[n] ) zu dem, was "da draußen" geschieht, mit inneren Werten, ebenjenem "Sinn(en)zusammenhang".

Leben wir in jenem Sinn(en)zusammenhang, wird das Äußere die Erfüllung des Inneren, so wie die Musik, die aus dem Radio tönt, Resultat einer präzisen Einstellung unseres Empfängers ist. Unerfüllte Menschen verhalten sich wie Radiohörer, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht "den 'richtigen' Sender" eingestellt haben.

Der Unterschied zwischen einem sinn(en)erfüllten und einem sinnlosen Leben findet sich somit in erster Linie nicht in dem, was wir erleben. Er findet sich in unserer inneren Haltung. Ob wir als von unseren Sinnesreizen und Bedürfnissen gejagter Jäger durchs Leben hetzen oder uns die Mühe machen, durch die "richtige" innere Haltung das, was "da draußen" geschieht, mit unserem Inneren fein abzustimmen und so in Gelassenheit und Harmonie mit unserem Selbst zu leben, liegt an uns.

Unser Körper ist auch eine Art Navigationsinstrument. Mithilfe der "richtigen" Einstellung können wir jeweils die "Wellen" empfangen, die unserer inneren Ausrichtung entsprechen. Indem wir unsere geistige Einstellung mit dem Fluss des

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