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Glückliche Patchworkpaare Wie die Liebe mit neuer Familie gelingt von Grünewald, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2021
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
16,99 €
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Glückliche Patchworkpaare

Patchworkpaare haben es oft schwer, sich ganz auf ihre Liebe zu konzentrieren, denn an ihrer Beziehung sind von Anfang an auch andere beteiligt: Die Trennung von den Expartnern raubt Energie und die Kinder brauchen gerade jetzt viel Liebe und Aufmerksamkeit. Patchworkfamilientherapeutin Katharina Grünewald macht Patchworkpaaren Mut, ihrer Liebe Raum zu geben und selbstbewusst zu lieben. Einfühlsam und alltagsnah erläutert sie, wie Paare Grenzen setzen und ihre Beziehung in sechs Phasen für den trubeligen Familienalltag stark machen.

Katharina Grünewald ist Diplom-Psychologin und Patchworkfamilientherapeutin. Das Glück und die Herausforderungen des Patchworklebens kennt sie aus eigener Erfahrung - seit 2001 lebt sie mit ihrem Mann, seinen Kindern aus erster Ehe und zwei gemeinsamen Kindern in Köln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 10.03.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407866516
    Verlag: Beltz
    Größe: 4588 kBytes
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Glückliche Patchworkpaare

Zweite Phase

Zwischen Liebeszauber und Liebesmüh - Die Kunst der Beziehungspflege

Irgendwann verliert die Phase der berauschenden Verliebtheit an Energie. Es wird schwieriger, die beflügelnden Schäferstündchen im verliebten Ausnahmezustand zu organisieren. Sie kosten Kraft und der Preis dafür gerät zunehmend ins Bewusstsein. Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen? Nutzten Sie sonst die Zeit des Fußballtrainings Ihres Sohnes für innigliche Telefonate mit der Liebsten, so lässt Sie Ihr immer häufiger spürbares schlechtes Gewissen nun wieder aufmerksam beim Kicken zugucken. Haben Sie sonst an Wochentagen länger gearbeitet, damit Sie am Freitag bereits mittags die Arbeit im Büro beenden konnten, um zu Ihrem Geliebten zu fahren, ist es Ihnen nun wichtig, in der Woche wieder früher zu Hause zu sein, um alles wie gewohnt erledigen zu können. Was ist passiert? Wo ist Platz für die neue Liebe, ohne dass Sie Abstriche machen müssen bei Dingen, die Ihnen ebenfalls wichtig sind?

Die neue Liebe und ihr magischer Zauber können sich nur weiter entfalten, wenn jeder weiterhin für die Liebe, aber auch für sich in seinem bisherigen Alltag zuverlässig Raum und Zeit schafft. Und das bedeutet aktiven Einsatz, Mühe und Kraft. Dabei sind die Situationen oft so unterschiedlich, dass auch der Kraftakt sehr verschieden sein kann.

Nehmen Sie regelmäßig die im ersten Kapitel beschriebenen Zeitkuchen zur Hand. An welchen Stellen können Sie Platz einräumen? Gehen Sie als Paar in den Austausch und versuchen Sie, für beide freie und günstige Zeiten zu finden. Schaffen Sie Rituale und Regelmäßigkeiten. Geben Sie sich dabei Zeit und Raum zum Ausprobieren; so schaffen Sie eine gute Basis dafür, die Herausforderungen der zweiten Phase der Patchworkliebe gemeinsam zu bestehen. Denn wenn nun der Alltag mehr und mehr den Liebesflow der ersten Verliebtheit ablöst, braucht Ihre Beziehung aufmerksame Pflege von Ihnen beiden. Gleichzeitig treten in ersten Konflikten und Streits manche Verhaltensmuster zutage - sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Partner -, die womöglich gar nicht so leicht zu akzeptieren sind. Zudem werden unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an die Beziehung deutlich, was Ihnen beiden viel abverlangt.

Tine und André kannten sich nun seit drei Monaten und genossen die Zeit miteinander sehr. Sie hatten beide keine großen Erwartungen aneinander und taten sich gegenseitig einfach gut. Tines Kinder Finn (16) und Leoni (18) waren sehr selbstständig, pendelten seit zwei Jahren allein zum Wohnort des Vaters und insgesamt standen alle miteinander gut und unkompliziert in Kontakt. Die Kinder freuten sich für ihre Mutter über ihre neue Liebschaft und empfanden diese als Entlastung.

Andrés Kinder waren noch kleiner, 10 und 8 Jahre alt, seine Trennung war gerade sechs Monate her und die Umgangsregelung noch nicht ganz klar. Die Kommunikation mit seiner Ex war schwierig und alles andere als konfliktfrei. Dazu kam, dass André als Architekt selbstständig war und die Hauptverantwortung für eine Menge Projekte und für seine fünf Mitarbeiter bei ihm lag.

André hatte Tines Kinder schon kennengelernt. Wenn Tines Kinder und André gleichzeitig bei Tine waren, lebten alle wie in einer großen WG zusammen - es war ein sehr angenehmes Beisammensein. Er wollte aber nicht, dass Tine seine Kinder traf, da er Angst hatte, dass seine Ex dann die Besuchszeiten der Kinder verkürzen könnte. Es gab auch so schon häufig Störungen in ihrer Liebe, wenn seine Kinder bei ihm waren: Er wechselte am Telefon mit Tine plötzlich die Tonlage und wurde abweisend, wenn die Kinder ins Zimmer kamen, Treffen wurden spontan abgesagt oder abgesprochene Vorhaben funktionierten nicht, weil er plötzlich dringend etwas Wichtiges erledigen musste. Tine hatte Verständnis und richtete sich nach diesen sprungh

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