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Glückliche Stiefmutter Gut zusammen leben in Patchworkfamilien von Grünewald, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2018
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
14,99 €
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Glückliche Stiefmutter

In heutigen Patchworkfamilien spielt die Stiefmutter immer öfter eine Hauptrolle. Nur, wie soll sich 'Papas neue Freundin' oder die 'Bonusmama' verhalten, wenn sie nicht die 'fiese Stiefmutter' aus den Märchen sein will? Die Psychologin Katharina Grünewald zeigt die Zwickmühlen in heutigen Patchworkfamilien auf. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltag entwickelt sie Antworten. So erhalten Frauen viele praktische Anregungen: Denn eine selbstbewusste Haltung als Stiefmutter ist die beste Voraussetzung für ein gesundes und erfüllendes Familienleben. Mit einem neuen Kapitel mit vielen praktischen Impulsen.

'Dieses Buch ist ein Riesengeschenk an alle Erwachsenen in Patchworkfamilien.' Mathias Voelchert, familylab - die Familienwerkstatt

Katharina Grünewald, Dipl.-Psych., geb. 1970, verheiratet, 2 bis 4 Kinder, lebt in Köln. Sie hat intensive Forschung zur Patchworkfamilie durchgeführt, stellt die Ergebnisse in Vorträgen und Veröffentlichungen vor und hat auf Grundlage dieser Studie ein Beratungskonzept für Patchworkfamilien entwickelt. In ihrer 'Beratung für Patchworkfamilien' arbeitet sie mit Elternteilen, Paaren und Familien. Mehr Informationen: patchworkfamilien.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 17.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451814914
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 398 kBytes
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Glückliche Stiefmutter

Kapitel 1 Stiefmutter-Sein - Wie geht das? Das Märchen von der »bösen Stiefmutter«
»Stiefmutter« ist ein alter Begriff aus den vorherigen Jahrhunderten. Damals bezeichnete er eine Frau, die nach dem Tod der Mutter in eine Familie kam und das Sagen hatte. Daher kommt die Redewendung »stiefmütterlich mit etwas umgehen«, die auch heute noch heißt »schlecht mit etwas umgehen«. Die Märchen haben die Beziehung zwischen Stiefmutter und -kindern in vielen Varianten beschrieben und dadurch das Bild der »bösen Stiefmutter« in der Gesellschaft verstärkt. Jeder hat beim Begriff »Stiefmutter« dieses Bild vor Augen: die böse Stiefmutter aus den Märchen, die ihre Stiefkinder in den Wald jagt, ungerecht und gemein behandelt, sie vernachlässigt und ausnutzt. Natürlich ist die Beziehung einer Stiefmutter zu ihren Stiefkindern nicht immer nur durch Konkurrenz, Neid, Missgunst, Herrschsucht und Eifersucht bestimmt. Warum gibt es keine anderen Geschichten, in denen sich eine liebevolle, authentische und respektvolle Beziehung entwickeln kann? Heutzutage suchen viele Stiefmütter nach Vor- und Leitbildern, aber wer kann und will sich denn mit dem negativen Bild der märchenhaften Stiefmutter identifizieren? Gibt es solche bösen Stiefmütter überhaupt? Und wer würde sich mit Wissen dieser Geschichten von vornherein so bezeichnen und zu erkennen geben wollen? Die heutige Stiefmutter Heute leben die leiblichen Mütter meistens noch, die Kinder sind gut versorgt und die neuen Partnerinnen der Väter sträuben sich verständlicherweise gegen diesen negativen Begriff. Es gibt aber keinen anderen, der die Beziehung der neuen Partnerin zum Kind beschreiben könnte. Neuere Versuche, zum Beispiel Bonusmutter1 oder Zweitmama, setzen sich nicht durch. Bonus ist mit einer kostenlosen Zugabe verknüpft, die oftmals nicht wertgeschätzt wird. Die Zweite zu sein widerspricht oft dem Wunsch, die Nr.1 des Partners sein zu wollen. Eine Abwertung scheint also zwangsläufig damit verbunden zu sein. In der Regel wird die Beziehung zwischen neuer Partnerin und den Kindern des Vaters also nicht benannt, man ruft sich beim Vornamen oder beschreibt den Kontext über den Vater, zum Beispiel »Die Kinder meines Partners«, »Die Freundin meines Vaters«. Aber wie ist die Beziehung zum Kind des Partners denn in der Realität? Was macht sie aus? Wie sieht es in den Patchworkfamilien aus? Wieso ist es so schwer, einen neuen Begriff zu finden? Wieso bleibt der alte so haften? In meiner Kölner Praxis biete ich »Stiefmütter-Workshops«2 an. Oftmals herrscht bei den Interessentinnen Verwirrung, ob man überhaupt teilnehmen darf. Darf man überhaupt diesen mächtigen Begriff für sich in Anspruch nehmen? Damit hätte man eine Bedeutung für die anderen Familienmitglieder und zusätzlich das Potenzial, in der Familie die Regie zu übernehmen. Die Stiefmutter nach altem Bild regelt den Haushalt, hat Kinder und Mann im Griff. Alles geschieht nach ihren Vorstellungen. Davon sind die heutigen Stiefmütter meistens weit entfernt. Das alte Stiefmütterbild ist zwar negativ, aber macht- und damit reizvoll für Frauen, die gerne Teil dieser Familie sein wollen.
Fragen von Stiefmüttern in meiner Praxis sind zum Beispiel:
»Wenn die Mutter noch lebt, ich nicht in erster Linie in die Familie komme, um die Kinder zu versorgen, bin ich dann überhaupt eine Stiefmutter?«
»Wenn ich mit den Kindern meines Mannes gut auskomme, ich mich aber nicht für die Kinder verantwortlich fühle, bin ich dann eine Stiefmutter?«
»Wenn

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