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Hör auf, dich fertigzumachen! Wie wir zu einem dauerhaft positiven Selbstwert finden von Düssler, Burkhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: Kailash
eBook (ePUB)
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Hör auf, dich fertigzumachen!

Wer kennt ihn nicht? Den so genannten 'inneren Kritiker', jene Instanz in uns, die ständig an uns rummäkelt und uns klein macht. Mit seiner Nörgelei steht er uns im Alltag, Job und Beziehung häufig im Weg. Burkhard Düssler, Facharzt für Psychotherapie, hat eine neue Perspektive: Er zeigt, dass sich unser 'innerer Kritiker' bei näherer Betrachtung als ein überängstlicher Aufpasser entpuppt, der sich dauernd um uns sorgt. Damit wir seine wertvolle Stimme endlich für uns nutzen können, hat Düssler eine wirkungsvolle Methode entwickelt. Durch sie können wir mit unserem kleinen Aufpasser in Dialog treten, ihn beruhigen und so unsere übermäßigen Ängste und Selbstzweifel abbauen. Auf dieser Grundlage zeigt der Autor einen ebenso neuen wie effektiven Weg zu einem positiven Selbstwertgefühl und der Versöhnung mit uns selbst.
'Ist es nicht beruhigend zu erfahren, dass es den inneren Kritiker gar nicht gibt? Dieses Buch ist eine wahre Befreiung und führt zu der wundervollen Erkenntnis: Das Beste, was mir passieren konnte, bin ich!'
Stefanie Stahl, Autorin von Das Kind in dir muss Heimat finden

Burkhard Düssler arbeitete als tiefenpsychologischer Psychotherapeut zunächst drei Jahre mit Kindern und Jugendlichen und anschließend zwölf Jahre in einer psychosomatischen Klinik. Seit 2007 ist er Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Seit 2012 ist er in Lübeck in eigener Praxis niedergelassen. Seine Schwerpunkte sind unter anderem Depressionen, Angst- und Essstörungen sowie Spiritualität als Ressource in der Psychotherapie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224035
    Verlag: Kailash
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Hör auf, dich fertigzumachen!

Kapitel 2

Was Ihnen der kleine Aufpasser
eigentlich sagen will - und wie Sie
ihn endlich beruhigen können

Wie Sie Ihren inneren Aufpasser richtig verstehen

Der Dialog mit inneren Instanzen hat sich in vielen psychotherapeutischen Methoden bewährt. Sowohl in der Behandlung leichter psychischer Erkrankungen als auch bei schweren Störungen ist er zu einem festen Bestandteil geworden (etwa in der Katathym-Imaginativen Psychotherapie, der Ego-State-Therapie, der Schematherapie und vielen anderen Therapieformen). Dabei hat der Kontakt mit dem inneren Kind einen besonders großen Stellenwert, weil mit ihm unsere kindlichen Impulse wie Bedürftigkeit, das Gefühl, schwach und klein zu sein, aber auch alles Kindlich-Angenehme wie Spontaneität und Lebensfreude besonders gut verstanden und integriert werden können. Der Dialog mit dem sogenannten "inneren Kritiker" läuft allerdings oft auf einen inneren Machtkampf hinaus, der dem psychotherapeutischen Prinzip der Integration der inneren Instanzen nicht gerecht werden kann. Umso mehr freut es mich, einen Weg gefunden zu haben, der einen besonders versöhnlichen und integrativen Dialog mit dieser Instanz ermöglicht.

Meine Patientin Franziska K. erlebte ihren ersten Dialog mit ihrer kindlichen Aufpasserin etwa so:

Franziska K.: "Ich habe dauernd das Gefühl, alles richtig machen zu müssen. Ich weiß, dass das völliger Unsinn ist, aber diesen Stress mache ich mir ständig!"

Burkhard D.: "So wie Sie Ihre Situation schildern, hört es sich an, als gäbe es in Ihnen einen spannungsgeladenen inneren Dialog: Ein Anteil setzt Sie dauernd unter Druck, während Sie als der gelassenere Anteil wissen, dass die ganze Aufregung gar nicht nötig ist."

FK: "Ja, genauso fühlt es sich an: Als wenn etwas in mir mich unter Druck setzt und ich nicht dagegen ankomme."

BD: "Dieser stressmachende Anteil spielt offensichtlich eine große Rolle in Ihrem Leben. Er entspricht genau der kindlichen Aufpasserin, über die wir bei unserem letzten Termin gesprochen haben. Ich würde vorschlagen, dass wir uns heute einmal mit ihr unterhalten."

FK: "Da bin ich ja mal gespannt."

BD: "Ja, ich auch! Am besten können Sie Ihre Aufpasserin wahrnehmen, wenn sie vor irgendetwas Angst hat, denn dann muss sie sich bei Ihnen melden. Gibt es ein Thema, das Sie gerade besonders unter Druck setzt?"

FK: "Im Moment fällt mir da nichts ein. Ich habe zwar genug Stress, aber ich wüsste nicht, wann sie sich bei mir meldet."

BD: "Kein Problem, wir können sie auch ein wenig unter künstlichen Stress setzen: Die Aufpasser der meisten Menschen melden sich mit einem erhöhten Stresslevel bei der Vorstellung, sich vor einer Gruppe zu blamieren."

FK: "Das ist wirklich ein unangenehmes Thema! Und ich muss gleich daran denken, dass ich neulich bei der Geburtstagsfeier unserer Nachbarn so still war, dass es mir peinlich war. Ich hatte das Gefühl, die langweiligste Person des Abends zu sein."

BD: "Ja, genau solche Situationen meine ich. Wie hoch ist der Stresslevel Ihrer kindlichen Aufpasserin auf einer Skala von 0 bis 10, wenn Sie daran denken, wie wenig Sie auf dieser Feier gesagt haben?"

FK: "Ich würde sagen, dass er gerade bei 8 bis 9 liegt."

BD: "Okay, dann sollten wir als Nächstes herausfinden, warum sie so heftig Alarm schlägt, mit anderen Worten, was sie befürchtet. Dafür gibt es eine Standardfrage, die Sie ihr immer wieder stellen können, um sie zu verstehen: 'Was könnte in deiner kindlichen Fantasie schlimmstenfalls passieren?' Also konkret: Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn Sie auf einer Feier so wenig sagen?"

FK: "Sie meint, dass ich einen total langweiligen Eindruck auf meine Nachbarn mache."

BD: "Die häufigsten Ängste unserer kindlichen Aufpasser drehen sich um die Vorstellung, weniger wert zu sein als andere, was sich schnell in einem Absinken unseres Selbstwertgefühls

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