text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ich durchschau dich! Menschen lesen - Die besten Tricks des Ex-Agenten von Martin, Leo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2012
  • Verlag: Ariston
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ich durchschau dich!

Lesen Sie Menschen wie ein offenes Buch Ex-Agent Leo Martin weiß, wie man Menschen für sich gewinnt. Sein Titel "Ich krieg dich!" stand fast ein Jahr lang auf der Bestsellerliste. Jetzt kommt sein neues Buch: "Ich durchschau dich!" führt anhand eines echten Falles aus der Welt der Geheimdienste eindrucksvoll in die Kunst der Menschenkenntnis ein und zeigt, wie es uns allen ganz leicht gelingt, andere Menschen zu durchschauen. Spannend und packend wie ein Krimi! Leo Martin hat zehn Jahre lang als Geheimagent für den Inlandsnachrichtendienst gearbeitet und dort als Experte für organisierte Kriminalität V-Männer angeworben. Menschen schnell zu durchschauen konnte überlebenswichtig für ihn sein. Aber auch in unserem Alltag, weit weg von Spionage und Mafia-Milieu, ist Menschenkenntnis von entscheidender Bedeutung. Denn wer andere durchschaut, kommuniziert erfolgreicher und ohne Missverständnisse, versteht Menschen und Situationen besser, kann Hindernisse frühzeitig erkennen und umgehen, hat mehr Einfluss und erreicht seine Ziele schneller. Jetzt verrät Leo Martin sein Erfolgsgeheimnis: Anhand eines spannenden wahren Falles und vieler Tricks aus dem Agentenhandbuch zeigt er, wie jeder seine Methoden anwenden kann. Für alle, die Menschen wie ein offenes Buch lesen wollen! Leo Martin, geboren 1976, studierte Kriminalwissenschaften und war zehn Jahre lang für einen großen deutschen Nachrichtendienst tätig. Während dieser Zeit deckte er brisante Fälle der Organisierten Kriminalität auf. Sein Spezialauftrag war das Anwerben und Führen von Informanten. Als Experte für unterbewusst ablaufende Denk- und Handlungsmuster brachte er fremde Menschen dazu, ihm zu vertrauen, ihr geheimstes Insiderwissen preiszugeben und langfristig mit dem Dienst zusammenzuarbeiten. In kürzester Zeit wurde er so zu einem der erfolgreichsten Agenten Deutschlands. Im Ariston Verlag sind bereits seine Bestseller 'Ich krieg dich!' und 'Ich durchschau dich!' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 19.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641101152
    Verlag: Ariston
    Größe: 644 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Ich durchschau dich!

Die erste Spur: der Geruch der Angst

Um 14:30 Uhr stieg Tichow in meinen dunklen BMW mit den getönten Scheiben.

"Hallo Leo", sagte er mit seinem russischen Akzent.

"Servus", erwiderte ich.

Wie immer machte er Anstalten, sich eine Zigarette anzuzünden, und wie immer sagte ich: "Die Viertelstunde wirst du noch aushalten."

Grinsend steckte er die Kippe zurück in die Packung. Er hatte gute Laune. Schön. Manchmal war Tichow schwermütig, dann waren die Treffen mühsam. Wenn er gute Laune hatte, sprudelte er nur so heraus und erzählte mir manches, was ich hören wollte, und vieles, was ich nicht hören wollte. Aus Erfahrung wusste ich, dass sich bei ihm die Perlen zwischen den Zeilen verstecken konnten. Er servierte sie nicht unbedingt auf dem Silbertablett, denn oft wusste er nicht, worin ich eine Perle entdeckte. So blieb ich wachsam, während ich den Wagen über den Mittleren Ring Richtung Westen lenkte. Mit Tichow fuhr ich immer an Orte, an denen wir nicht mit seinen Kollegen rechnen mussten, meist in den Speckgürtel um München. Bei schlechtem Wetter blieben wir im Wagen sitzen, manchmal tranken wir Kaffee bei McDonald's oder liefen eine Runde zu Fuß. In der Regel dauern solche Abschöpftreffen zwischen sechzig und neunzig Minuten. Ziel der Treffen ist es, die aktuellen News aus dem Untergrund zu erhalten. Wer macht wann, mit wem, welche Geschäfte? Gibt es etwas Neues im Umfeld, Gerüchte, Trends, Tendenzen? All diese Informationen würde Sabine nach unserem Treffen überprüfen. Vieles, das war üblich, würde sich als heiße Luft herausstellen. Doch in einem Dutzend Infos gab es auch immer mal einen Treffer. Heute sah es nicht danach aus. Tichow quatschte mir während zwanzig Kilometern Autobahn ein halbes Ohr ab. Erzählte mir von einem neuen Restaurant, das er entdeckt hatte, beschrieb mir bis aufs Kleinste gemahlene dunkelgrüne Pfefferkorn, sein Hauptgericht, und das Muster auf den schwarzen Strümpfen der Bedienung. Wie immer, wenn er sich in solchen Details verlor, spürte ich, wie die Unruhe in mir zu brodeln begann. Warum kam er nicht endlich auf den Punkt! Allmählich müsste er doch mal begriffen haben, worum es mir ging und was mich interessierte. Nein, Tichow erzählte, wie er nach Hause gefahren war, welche Schleichwege er diesmal ausprobiert hatte, um sein Navi zu ärgern, und welche Autos um diese Uhrzeit noch unterwegs waren. "Sehr viele Audis bei Ingolstadt!" O Wunder. Obwohl die Verlockung abzuschalten groß war, blieb ich aufmerksam. Ich unterbrach ihn nicht und zügelte meine Ungeduld, indem ich ihm innerlich Anerkennung für seine außerordentliche Beobachtungsgabe zollte. Als ich den Wagen auf einem Feldweg zwischen mannshohem Mais parkte, der daran erinnerte, dass der Sommer sich seinem Ende zuneigte, war Tichow bei seiner neuen Flamme angelangt.

"Aber du hast doch schon drei Frauen", erinnerte ich ihn.

"Ist ja nichts Festes."

"Dass dir das nicht zu stressig ist", wunderte ich mich.

"Weißt du Leo, Leben ist bunt."

"Irgendwann wird dir eine von denen die Hölle so richtig heißmachen. Vermutlich die, mit der du verheiratet bist", scherzte ich.

"Die ist weit weg", grinste er. "Außerdem: Habe ich immer Glück im Leben, Leo. Auch gestern."

"Wollen wir da runterlaufen?", fragte ich ihn. Später, als ich das Gespräch Revue passieren ließ, dachte ich, dass ich hier schon hätte nachfragen sollen. Ich unterließ es wohl, weil ich befürchtete, mein eigentlicher Auftrag, aktuelle Informationen abzuschöpfen, könnte in einem weiteren Schwall zahlrei

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen