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Lachen mit Buddha von Korp, Harald-Alexander (eBook)

  • Erschienen: 10.05.2016
  • Verlag: Herder, Freiburg
eBook (ePUB)

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Lachen mit Buddha

Gibt es so etwas wie buddhistischen Humor? Ja, unbedingt, meint Harald-Alexander Korp, der seit über dreißig Jahren auf dem buddhistischen Pfad wandelt und in diesem Buch zeigt, wie buddhistisch inspirierter Humor und Lachen im Alltag zu mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und Freude führt. Denn Achtsamkeit und Mitgefühl führen zu einer humorvollen Betrachtungsweise des Lebens und umgekehrt. Mit persönlichen Erzählungen und alltagsnah aufbereiteten Hintergründen vermittelt der Autor Wissen über die buddhistischen Grundregeln und wie wir sie in unseren Alltag integrieren können.

Harald-Alexander Korp, geb. 1961, studierte Religionswissenschaft, Philosophie, Physik. Er lehrt Religionswissenschaften, bildete sich fort zum Lach-Yoga-Trainer, ist Humor-Berater und Sterbebegleiter. Zahlreiche Dokumentarfilme, Theaterstücke, Artikel, Vorträge, Workshops, Seminare zu seinen Themen.

Produktinformationen

    Größe: 1749kBytes
    Herausgeber: Herder, Freiburg
    Untertitel: Anleitung für mehr Humor und Lebensfreude
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 224
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783451809217
    Erschienen: 10.05.2016
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Lachen mit Buddha

3.
Lachen - eine laute Kurzmeditation

"Im Anfang war das Lachen.
Und dann kam die Erziehung."

Thomas Holtbernd

D ieses Buch will Sie dabei unterstützen, mithilfe buddhistischer Einsichten eine humorvolle Haltung gegenüber der Welt zu entwickeln und zu bewahren. Zum Humor gehört das Lachen, das, gemeinsam erlebt, Menschen auf einer tiefen empathischen Ebene verbindet und deshalb im Sinne der buddhistischen Lehren ein Zeichen von Mitgefühl und Mitfreude ist. Lachen entspannt Körper und Geist und wird so zu einer heilsamen Erfahrung. Lachen jedoch, das sich über jemanden stellt, vermag einen Menschen bloßzustellen und ihn zu verletzen. Es handelt sich also um einen sehr komplexen Vorgang, den es sich lohnt, genauer zu betrachten. Denn was passiert genau, wenn wir lachen und lächeln? Was bringt uns dazu? Und hat sich Buddha auch mal vor Lachen auf dem Boden gewälzt, hat er Witze erzählt?

In einem Saal des Hamburger Kongresszentrums lausche ich Seiner Heiligkeit, dem buddhistischen Lehrer, der vor Hunderten Zuhörern nachdenklich über die Leerheit aller Phänomene philosophiert. Die Atmosphäre ist konzentriert, nur hin und wieder hört man ein Räuspern oder Niesen.

Plötzlich bricht der Tibeter in lautes Lachen aus und ruft: "This is very, very difficult! Sometimes I don t understand it by myself!" - "Das ist sehr, sehr kompliziert! Manchmal verstehe ich es selbst nicht!"

Auf der Leinwand lässt sich beobachten, wie sich sein Gesicht verformt, die Augen sich zu Schlitzen zusammenziehen, sein ganzer Körper ins Schlingern gerät und zu beben beginnt. Er lacht aus vollem Herzen. Seine Fans stimmen in das Lachen ein, lassen sich anstecken. Manche schütteln sich geradezu.

Eigentlich geht mir diese Dalai-Lama-Euphorie, dieses Anhimmeln des buddhistischen Popstars, ein bisschen auf den Geist (was etwas über meinem Geist erzählt), aber nun beginne auch ich zu grinsen, dann geräuschvoll zu giggeln. Mir fällt ein, dass die Satirezeitung Titanic dem Dalai Lama den Titel "Schmunzelmonster" verliehen hat. Irgendwie trifft es das ganz gut. Der Ozean der Weisheit verfügt über Macht, ist umstritten, zeigt Kraft und ein außergewöhnliches Schmunzeln. Einige fühlen sich von ihm bedroht, wie die Demonstranten vor dem Kongresszentrum mit ihren Plakaten, die in Sprechchören "Dalai Lama. Stopp lie!" - "Hör auf zu lügen" kundtun.

Davon ist hier drinnen nichts zu hören. Ich genieße es, für einen Moment zu entspannen, denn die buddhistische Philosophie ist ein harter Brocken. Mich erstaunt, wie viele Menschen so aufmerksam den Interpretationen des Dalai Lama folgen. Ich wundere mich außerdem über mich, weil ich ihm trotz des Dalai-Lama-Hypes so gerne zuhöre. Er ist eben nicht nur ein besonderer buddhistischer Lehrer, sondern dazu ein begnadeter Rhetoriker, wechselt behände zwischen An- und Entspannung.

Nach Beendigung der Lachpause spricht er weiter über die Buddha-Natur, über einen Urzustand der Freude, der in allen Wesen zu finden ist. Schon grinst er wieder, erntet vielfaches Zurückgrinsen und beweist, wie gut damit positive Kommunikation gelingt.

"Mein liebstes Hobby? Lachen!"

Dalai Lama

Mit der Freude am lustvollen Lachen ist der Dalai Lama in guter Gesellschaft. Zahlreiche tibetisch-buddhistische Lehrer lieben es, sich vor Lachen zu kugeln. Sogyal Rinpoche, Autor des Bestsellers Das tibetische Buch vom Leben und Sterben und Lehrer des tantrischen Buddhismus, verwendet gerne eine Trillerpfeife, um sein Publikum wach zu halten und sich über die erschreckten Gesichter köstlich zu amüsieren. Ich erlebte ihn bei einem Vortrag, bei dem er auf einem alten Bürostuhl saß, sich beim und vor Lachen im Kreis drehte, um zur Freude des Publikums damit fast umzukippen. Ringu Tulku Rinpoche, Lehrer eines buddhistischen Zentrums in Berlin, liebt es, sein Publikum mit Witzen zu unterhalt

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