text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mit Disziplin zum Glück Ein gutes Leben ist erlernbar von Jerich, Lisbeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2018
  • Verlag: nymphenburger Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mit Disziplin zum Glück

Glück ist kein Zufall! 'Jeder kann glücklich sein, wenn er nur will!' lautet das Leitprinzip von Lisbeth Jerich, die sich in ihrer langjährigen Forschungs- und Psychotherapeutentätigkeit auf die Suche nach den Schlüsseln zum Glück gemacht hat. Die Autorin führt in sieben Geheimnisse für mehr Lebenszufriedenheit ein und leitet die Leser mithilfe vieler Übungen und praktischer Beispiele dazu, an ihr persönliches Lebensglück selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Mit etwas Disziplin und Durchhaltevermögen bekommt die persönliche Glücksspirale täglich neuen Schwung und sorgt für ein neues, befreiendes Lebensgefühl, das jede Mühe wert ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 04.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783485061490
    Verlag: nymphenburger Verlag
    Größe: 2895 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Mit Disziplin zum Glück

Ist Glück reiner Zufall?

Z u Beginn meiner Forschungstätigkeit stellte ich mir die Frage: "Lässt sich Glück mithilfe von psychotherapeutischen Interventionen fördern?" Im Laufe meiner sechsjährigen Berufsausbildung zur Psychotherapeutin habe ich sehr viel über psychische Störungsbilder und deren Behandlung gelernt, jedoch rein gar nichts über die übergeordneten Themen Gesundheit und Wohlbefinden. Seit mehr als 300 Jahren werden ausschließlich Krankheiten, deren Risikofaktoren und Symptome erforscht. Speziell in meiner Fachausrichtung der Verhaltenstherapie gibt es für sämtliche klassifizierte psychische Störungen spezifische Manuale, die anhand empirischer Daten aufzeigen, wie man beispielsweise Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen erfolgreich psychotherapeutisch behandeln kann.

Ich war mir daher nicht sicher, ob ich mich im Fachbereich der Psychotherapiewissenschaften überhaupt mit positiven Lebensthemen wie Glück, Gesundheit und Wohlbefinden auseinandersetzen "darf". Um erste Antworten auf meine Frage zu finden, habe ich mir zunächst die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs "Psychotherapie" angesehen, ein Begriff, der aus dem Griechischen stammt und so viel bedeutet wie: "Das Leben, die Seele, den Verstand, das Gemüt sogfältig ausbilden." Eine Definition, die mir sehr gut gefällt, da sie meine persönliche Beruf(ungs-)Auffassung als Psychotherapeutin treffend auf den Punkt bringt. Die meisten meiner Klienten entsprechen nicht den klassifizierten Kriterien des ICD-10 bzw. DSM-IV-TR, den beiden populärsten Klassifikationssystemen psychischer Krankheiten, sondern möchten sich persönlich weiterentwickeln und suchen gezielt nach Möglichkeiten zur Selbstreflexion.

Die gängige Praxis der klassischen Psychotherapie, die ich in meinen zahlreichen Praktika kennengelernt und erlebt habe, hat sich leider von diesem ursprünglichen Therapiegedanken sehr weit entfernt. Wie in der Medizin wird auch hier versucht, Symptome von Patienten möglichst rasch, also meist mithilfe von Psychopharmaka, zu unterdrücken bzw. mittels Therapie wenigstens so weit zu mildern, dass die Menschen wieder funktionsfähig sind. Damit wird der Patient in eine passive Rolle gedrängt und entwürdigt. In seinem Irrglauben, dass alles Krankmachende von außen kommt, seien es Viren, Bakterien, der ungerechte Chef oder der untreue Partner, sucht er die Schuld und damit auch die Hilfe für die eigenen Probleme im Außen. Die dadurch erzeugte Abhängigkeit und Ohnmacht lässt keinen Raum für persönliche Entwicklung, schwächt und fördert letztendlich Krankheit.

Ich fühlte mich nicht wohl dabei, dieses System weiterhin zu unterstützen, und erteilte ihm eine entschiedene Absage. Meiner Meinung nach darf Gesundheit nicht länger nur als die Abwesenheit von körperlichen Symptomen definiert, sondern muss um die wichtige psychische und ökosoziale Dimension erweitert werden. Ebenso muss die einseitige Betrachtungsweise des Patienten als "Objekt" sehr kritisch hinterfragt werden. Der Mensch ist in seiner Patientenrolle nicht nur Objekt, sondern zugleich auch Subjekt. Er sollte zur Aktivität und Eigenverantwortung motiviert werden. Das Fundament einer Gesundheitsreform muss daher sein, die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit für das allgemeine Wohlbefinden anzuerkennen und vor allem in der Praxis zu berücksichtigen!

Psychisches Wohlbefinden trägt wesentlich zur Lebensqualität eines Menschen bei und ermöglicht ein Leben, das als sinnvoll empfunden wird. Mein erklärtes Ziel ist es, die Gesundheit und das Lebensglück meiner Klienten zu fördern, anstatt weiterhin Krankheiten zu behandeln. Ich wollte mehr darüber erfahren, ob und wie das mithilfe des reichhaltigen verhaltenstherapeutischen Methodenrepertoires möglich ist. Bevor ich mich jedoch an die Arbeit machte, suchte ich nach weiteren Legitimationen, mich dieser Forschungsfrage widmen zu dürfen, und bin sehr rasch im österre

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen