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NEIN Was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können von Förster, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2016
  • Verlag: Pantheon
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

NEIN

Sagen Sie JA zu sich selbst
"Ein Buch wie ein Befreiungsschlag! Ein Mutmacher, ausgetrampelte Wege zu verlassen und persönliche Freiheit zu wagen" schreibt die Presse über den Bestseller von Anja Förster und Peter Kreuz.
"Erfolg folgt Entschiedenheit!" lautet das Credo des Buchs der beiden Managementvordenker (Focus). Ein klares Ja zu dem, was wir gewählt haben, und ein ebenso klares Nein zu dem, was uns vom Weg abbringt, sind Grundlage eines gelungenen Lebens.
Gleichzeitig ist das aber auch die schwierigste Wahl von allen. Denn wer es in Wirtschaft oder Gesellschaft wagt, entschieden seinen Weg zu gehen, ist oft am Rand unterwegs und läuft Gefahr, mit der Umgebung zu kollidieren. In der Mitte hingegen ist man im Kreis der Ja-Sager stets gut gepuffert. Also füg dich ein und mach, was von dir erwartet wird. In einer Welt voller Mitmacher hat ein selbstbewusstes Nein nichts verloren.
Förster und Kreuz lenken den Blick auf das Wesentliche und sagen Ja zum Nein in ihrem neuen Buch. Denn NEIN ist nicht das böse Wort, das man nicht sagen darf - sondern eines der wichtigsten, besten, sinnvollsten Wörter überhaupt!
Wer selbstbestimmt leben und eigenständige Entscheidungen für etwas treffen will, muss sehr oft NEIN sagen - hinter jedem JA stehen viele NEINs.
Und diese Entschiedenheit kann jeder lernen.

Anja Förster und Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Vordenkern für Wirtschaft und Management. Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von SAP, BMW, Siemens und vielen anderen. Sie sind gefragte Berater, Referenten und erfolgreiche Buchautoren. "Alles, außer gewöhnlich" wurde 2007 Wirtschaftsbuch des Jahres, zuletzt erschienen bei Pantheon "Hört auf zu arbeiten!" (2013), "Nur Tote bleiben liegen" (2014) und "Macht, was ihr liebt!" (2015).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 26.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641194185
    Verlag: Pantheon
    Größe: 6906kBytes
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NEIN

2

Zum Ja-Sagen
erzogen

W arum sich Wahlfreiheit und Optionsvielfalt für viele Menschen überhaupt nicht gut anfühlen, lässt sich in erster Näherung recht einfach sagen. Aber wie das oft so ist bei den vermeintlich einfachen Dingen des Lebens - es wird komplexer, je genauer wir es betrachten.

Englisch steht in der Schule auf dem Lehrplan und strömt aus den Lautsprechern via Rock und Pop tagtäglich auf uns ein. Wir schwimmen sozusagen in Englisch, also beherrschen fast alle Englisch mehr oder weniger gut als erste Fremdsprache. Und fast jedes Kind bekommt zu irgendeinem Geburtstag oder zu Weihnachten ein Fahrrad geschenkt - von den Eltern oder vom Patenonkel oder den Großeltern - und lernt dann völlig selbstverständlich, sich auf zwei Rädern zu bewegen.

Englisch sprechen und Fahrrad fahren gehören zur Alltagskultur. Und deshalb kann das auch jeder einigermaßen gut. - Entscheidungen selbstverantwortlich treffen, Prioritäten setzen und im Dschungel der Möglichkeiten zurechtkommen, dafür sind wir genetisch weder besser noch schlechter geeignet als fürs Englischsprechen und Fahrradfahren, doch ausgerechnet das lernen wir NICHT ! Unser Bildungssystem, unsere Gesellschaft und auch die Kultur der Zusammenarbeit in Unternehmen erziehen uns von klein auf und das ganze Leben lang zum Gegenteil. Wie viel Entscheidungsfreiheit verbleibt noch bei der Arbeit oder im Privaten? Wie viele Stunden am Tag reagieren wir nur? Und wo entscheiden wir tatsächlich?

Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, hat unseren paternalistisch vorgestanzten Alltag pointiert zusammengefasst: "Bürger von Deutschland zu sein ist wie betreutes Wohnen. Wir scheinen auf dem Niveau von Kleinkindern unterwegs zu sein, sonst müsste man nicht alles bis ins Detail vorschreiben. Vieles wird uns abgenommen, manches auch aus der Hand, obwohl wir es in selbiger behalten wollen."

En Miniature

In unserem Buch Hört auf zu arbeiten! haben wir ausführlich analysiert, wie tief unser Bildungssystem und unsere Arbeitswelt geistig-konzeptionell noch im Fabrikzeitalter stecken - und was die Folge davon ist. Deshalb wollen wir das nicht wiederholen, sondern nur kurz gefasst eine Ergänzung hinzufügen.

Im Fabrikzeitalter wurden Menschen immer dann eingesetzt, wenn Maschinen einen bestimmten Arbeitsschritt nicht kostengünstig oder technisch befriedigend erledigen konnten. Die Integration des Menschen in die Maschinerie war die logische Konsequenz der Arbeitsteiligkeit und das Erfolgsrezept dieser "Modernen Zeiten". Und wer wie ein perfektes Zahnrad fürs Getriebe eingesetzt wird, verhält sich auch so: Er funktioniert. Und er reagiert genauso wie geplant. Auf den normierten Reiz folgt die normierte Reaktion in einem normierten Leben. Für die Arbeiter damals war das nicht unbedingt eine schlechte Sache. Die Plackerei in der Fabrik war immerhin ein bisschen besser als die Plackerei auf dem Feld, denn die Fabrikarbeit war eine halbwegs anständige Arbeit, für die es im Gegenzug einen geregelten Lohn und in vielen Fällen auch ein Dach über dem Kopf in Form einer Werkswohnung gab. Das war ein einfaches Tauschgeschäft, in dem so etwas wie Wahlfreiheit den lieben langen Tag über schlicht nicht vorgesehen war.

So überfordert wie ein
Höhlenbewohner in der freien Steppe.

Das Fabrikzeitalter förderte mit bemerkenswertem Erfolg einen Mitarbeitertypus, der fleißig, effizient und passgenau funktionierte und sich ins System einpasste. Entschiedenheit? Kein Wert, sondern ein Handicap. Persönlichkeitsentfaltung? Allenfalls im Miniaturformat als geregelte Entfaltung für die Eingefalteten. Wer dabei an Bonsaikunst denkt, liegt nicht falsch: Indem die Wurzeln und Zweige gekürzt und das Bäumchen mit Drähten in die gewünschte Form gebracht wird, kann aus einem Zögling, der ansonsten wild und frei wuchern würde, ein adrettes Pflänzchen gemacht werden, da

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