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Neue Körperwunder gegen Stress Rituale zum Entspannen im Alltag von Schnack, Gerd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2015
  • Verlag: Kreuz
eBook (ePUB)
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Neue Körperwunder gegen Stress

Die Natur schenkt uns gewaltige Erneuerungskräfte. Mithilfe der Bionik kann es uns gelingen, aus dem Teufelskreis des überoptimierten Alltags auszubrechen und dem Stress zu entkommen. Prof. Dr. Gerd Schnack klärt die medizinischen und biologischen Grundlagen und zeigt uns die entscheidenden Rituale: kleine Übungen, mit deren Hilfe wir uns Oasen der Entspannung schaffen, und die wir mühelos in unseren Tagesablauf integrieren können. Gerd Schnack, Prof. Dr. med., Präventiv- und Sportmediziner, Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivmedizin und Präventionsmanagement e.V., ist am Allensbacher Präventionszentrum tätig und aus zahlreichen Seminaren und Fernsehauftritten bekannt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 03.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451806346
    Verlag: Kreuz
    Größe: 8001 kBytes
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Neue Körperwunder gegen Stress

1. Kapitel
Die Natur - Lehrmeisterin im Stressalltag

Energieersparnis - das Überlebensprinzip der Natur

Die Natur ist voller Wunder. Der Marathon der Lachse, die tage- und wochenlang gegen eine reißende Wasserströmung anschwimmen, gleicht einem solchen Wunder, genauer: einem Energiewunder der Natur. Aus naturwissenschaftlicher Sicht offenbart sich ein Energietransfer, der uns nur staunen lässt. Zu gleichen Leistungen sind übrigens auch Forellen bei der Überwindung von Wasserfällen imstande, wenn sie bergauf alle Strömungshindernisse der Flüsse meistern. Das hat der Evolutionsbiologe James C. Liao von der Harvard University mit Kollegen vom Massachusetts Institut of Technology Cambridge mittels EMG (Elektromyografie, Messung der elektrischen Muskelaktivität) untersucht.

Hierbei zeigte sich, dass die Fische nur einen Teil der hinteren Flossenmuskeln in typischer Slalomtechnik einsetzen müssen, weil sie allein durch das ständig wechselnde Richtschwung-Gegenschwung-Prinzip einen optimalen Energietransfer gewährleisten können. Ein Vorgehen, das mit den Wendemanövern eines Segelschiffes gegen die Windrichtung durch ständiges Kreuzen vergleichbar ist.

Was würde geschehen, wenn der Mensch auf der Autobahn statt hoher Geschwindigkeit mit der Schwarmintelligenz der Tiere unterwegs wäre?

Durch den relativ geringen Muskeleinsatz beim typischen Flossenschlag sparen die Fische erheblich an Kraft. Doch damit nicht genug: Der Energieverbrauch wird zudem durch das Abstoßen an wechselnden Turbulenzen im Wasser gedrosselt, wie z. B. an Strudeln oder Wasserwirbeln, die vorrangig in Grenzflächensituationen entstehen, wenn schnelles auf langsames Wasser trifft. Treten die Tiere dann noch in Massen auf, tritt ihre Schwarmintelligenz in Erscheinung, die für zusätzliche Turbulenzen sorgt. Wie im Wasser erzeugt das Sozialverhalten im Schwarm übrigens auch in der Luft Turbulenzen, die dafür sorgen, dass die Vögel sich im Flug von diesen Luftwirbeln abstoßen und, auf diese Weise nach vorn getragen, eine Menge an Energie einsparen können. Nach vorn katapultiert können sich die Vögel von Spiralwirbel zu Spiralwirbel sogar in Frontrichtung durchhangeln.

Stellen Sie sich einmal vor, der Mensch würde in seinem Fahrverhalten auf der Straße die Schwarmintelligenz der Fische und Vögel entwickeln. Plötzlich wären wir nicht mehr in einem ständigen Gegeneinander auf der Autobahn unterwegs, sondern miteinander in Kohorten zu viert oder zu sechst, in der das Führungsfahrzeug ständig abwechselte, wie man das vom Radsport kennt. Durch dieses Windschattenfahren könnten wir viel an Kraft, Nerven und Benzin einsparen - und das bei deutlich vermindertem Unfallrisiko. Ein völlig neues soziales Miteinander wäre die Folge, das nicht mehr von der Stärke des Motors, sondern von einer bestimmten Form der Schwarmintelligenz bestimmt wäre. Nicht mehr die Größe des Autos mit möglichst vielen Pferdestärken wäre das Maß aller Dinge, sondern diese spezielle Form emotionaler Intelligenz. Und ganz automatisch würde sich die allgemeine Geschwindigkeit auf moderate Drehzahlen des Motors reduzieren, ohne dass der Gesetzgeber mit neuen Verordnungen eingreifen müsste.

Im Gegensatz zum Menschen ist das Überlebensprinzip in der Natur die Energieersparnis. Bei natürlichen Bewegungen geht es - im Gegensatz zum Menschen - nie um Maximalkraft, sondern um gerade so viel Energieeinsatz, wie es die momentane Situation unbedingt verlangt.

In der Natur hat die Energieeinsparung absolute Priorität! Das Beispiel der Forellen zeigt zudem, dass bei der Bewegung nur so viel Muskulatur eingesetzt wird, wie unbedingt nötig. Fische nutzen zum Antrieb nur einen Teil ihrer Flossenmuskeln, der Mensch dagegen strebt stets das Maximum seines Kraftpotenzials an.

In diesem Zusammenhang interessant: Insekten weisen den höchsten Stoffwechseltransfer aus, denn bei ihnen

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