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Ohren auf! Wer richtig zuhört, öffnet Herzen von Braconnier, Alain (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Ohren auf!

Wie wird man Meister des guten Gesprächs? Durch die richtigen Argumente und sicheres Auftreten? Sicherlich, aber die wichtigste Grundlage ist das Zuhören, denn wer nicht zuhört, wird den anderen nicht verstehen, und wem nicht zugehört wird, der kann auch selbst nicht verstanden werden. Richtig zuzuhören ist eine Kunst, die uns nicht ausreichend beigebracht wird. Der renommierte Psychotherapeut Alain Braconnier erklärt leicht und verständlich, welche Techniken wir brauchen, um Gehör zu finden - für Familie und Beruf.

Prof. Dr. Alain Braconnier, geboren 1942, ist Psychiater und Psychoanalytiker. Er leitet das psychotherapeutische Zentrum Philippe-Paumelle und unterrichtet an der Universität Paris.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 17.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225179
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: On ne m'écoute pas!
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Ohren auf!

Einleitung

Schweigen ist eine Kunst - sich Gehör zu verschaffen, ist es ebenso. Nützlich ist sicherlich beides, doch ist Ersteres vermutlich leichter als Letzteres. Dabei wünscht sich jeder, dass man ihm zuhört - sei es in der Beziehung, im Sozial- und Berufsleben oder unter Eltern und Kindern.

Als ich sie zum ersten Mal treffe, sagt mir Laurence:

"Ich möchte, dass man mir sowohl zu Hause als auch in der Arbeit einfach zuhört. Ist das normal? Ich stelle mich da anscheinend nicht so geschickt an - was soll ich also tun?" Spontan gibt sie zu, was mir schon häufig zu Ohren gekommen ist. Laurence traut sich, es ganz deutlich auszusprechen, was schon einmal ein guter Anfang ist. Sie fügt in fragendem, nicht sehr überzeugtem Tonfall hinzu: "Gibt es denn eine Methode, durch die einem besser zugehört wird?" Ich sage ihr, dass es tatsächlich eine Methode gibt, durch die man lernen kann, wie einem besser zugehört wird. Das Ziel: sich in Gesprächen mit anderen respektierter und freier zu fühlen.

Mit diesem Buch möchte ich Menschen helfen, sich Gehör zu verschaffen, um besser verstanden zu werden.

Meine Erfahrung als "Seelenklempner" hat mir gezeigt, dass es für viele Menschen eine schmerzliche Erfahrung im Leben ist, das Gefühl zu haben, dass ihnen nicht richtig zugehört wird. Und wer trägt die Schuld daran? Sicherlich diejenigen, von denen man sich ein offeneres Ohr gewünscht hätte. Dieses Buch soll all denen helfen, die unter einem solchen Mangel an Bereitschaft der anderen leiden, ihnen zuzuhören. Es soll ihnen helfen, nicht in diesem Gefühl der Ohnmacht zu verharren, und die Autorität des Zuhörers auch einmal in Frage zu stellen, um sich frei ausdrücken zu können.

Eine aktuelle Studie bestätigt folgende Annahme: Fragt man Menschen, wie sie von anderen behandelt werden möchten, antwortet die Mehrheit, dass sie respektiert werden wollen. Also fragt man nach, was "respektiert werden" für sie bedeutet. Die Antwort: Respektiert werden bedeutet gehört werden 1 ... Schön und gut - aber wie?

Von Kindesbeinen an lernen wir im Leben, dass wir zuhören sollen, mit anderen Worten, dass wir "unseren Platz kennen sollen", doch wie wir uns selbst Gehör verschaffen, bringt uns niemand bei, auch nicht, wie wir uns trauen sollen, uns angemessen zu behaupten. Dabei sind dies wichtige und häufig auch notwendige Fähigkeiten. Den Beweis dafür bekomme ich immer wieder in meinem gesamten Berufsleben, aber auch in meinem Privatleben geliefert.

Schon häufig habe ich mich gefragt, warum ein Anliegen, das auf eine bestimmte Weise vorgetragen wird, abgeschmettert wird, und denjenigen, der es vorgebracht hat, dazu bringt, davon abzulassen, sich abservieren zu lassen, während dasselbe Anliegen, wenn es auf eine andere Art oder von einer anderen Person vorgebracht wird, erfüllt wird. "Man kann so klar sein wie Bergwasser, doch kann dieses Bergwasser in ganz unterschiedlichen Karaffen gereicht werden." 2 Wenn es darum geht, sich Gehör zu verschaffen, ist die Art, wie man sich ausdrückt, ebenso wichtig wie das Gesagte selbst. Häufig ist es beispielsweise günstiger - und darauf werde ich immer wieder zurückkommen - etwas vorzuschlagen, als um jeden Preis überzeugen zu wollen, selbst wenn es Ihr gutes Recht ist, von Ihrem Gegenüber zu verlangen, was Sie verlangen.

Sich Gehör zu verschaffen, beruht auf drei Fragen, die sich unabhängig vom Kontext beantworten lassen:

-Sollte man versuchen, sein Gegenüber so gut wie möglich zu kennen?

-Ist es wirklich in unserem Sinne, laut zu werden? Wäre es nicht besser, angstfrei zu sprechen?

-Ist es wichtig, den richtigen Moment zu wählen, die richtigen Worte zu finden, statt überstürzt zu handeln?

Die unterschwellige Motivation von Menschen, die sich Gehör wünschen, ist häufig, dass der andere nach dem Gespräch nicht mehr "Nein sagen" kann und sowohl seinen Blickwinkel als auch se

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