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Planen oder treiben lassen? Wie man merkt, ob man sich zu viel oder zu wenig Gedanken über sein Leben macht von Ebert, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2010
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
13,99 €
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Planen oder treiben lassen?

Die Antwort auf alle Fragen

Alles vorausplanen und die Gegenwart verpassen - oder einfach mal abwarten, was kommt, und sich so vielleicht die Zukunft verbauen? In diesem Dilemma stecken junge Erwachsene, die heute so viele Lebensmodelle zur Auswahl haben wie nie zuvor. 'Planen oder treiben lassen?' ist das Porträt einer ratlosen Generation und zugleich ein handfester Ratgeber auf der Suche nach dem individuell richtigen Weg.

Im Alter zwischen 20 und 35 Jahren treffen Menschen die wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens: Mit wem möchte ich zusammen sein? Will ich Kinder? Was soll ich studieren? Womit verdiene ich meinen Lebensunterhalt? Wie wichtig ist mir Karriere? Bin ich ein Planer, der vorausschaut, alle wesentlichen Entscheidungen rational durchdenkt? Oder ein Treibender, der in den Tag hinein lebt und Festlegungen meidet? Michael Ebert und Timm Klotzek, Chefredakteure der Zeitschrift NEON, zeichnen das Bild einer Generation, die ganz neue Wege der Lebensplanung beschreitet, im Privatleben Zweifel und Umwege ebenso zulässt wie sie zielorientiert und ehrgeizig den nächsten Karriereschritt plant. Ihr Buch beschäftigt sich mit allen wesentlichen Fragen des Lebens und zeigt Vorteile und Risiken der einen wie der anderen Entscheidung auf. Die Autoren recherchierten bei Wissenschaftlern, interviewten Prominente und andere Menschen mit außergewöhnlichen Erfahrungen und erstellten übersichtliche Checklisten - um zum Schluss bei der Beantwortung der größten aller Fragen zu enden: Wie schaffe ich es, verdammt noch mal, ein zufriedener Mensch zu
sein?

Seit 2001 arbeiten die Journalisten Michael Ebert (34) und Timm Klotzek (35) zusammen. Zunächst hatten sie 'jetzt', das Jugendmagazin der 'Süddeutschen Zeitung' geleitet; im Jahr 2003 entwickelten die beiden im Auftrag des 'stern' NEON. Seither führen sie das Magazin als Chefredakteure. 2005 wurde NEON als 'Lead-Magazin des Jahres' ausgezeichnet, 2006 wählte das Medium-Magazin Timm Klotzek und Michael Ebert zu 'Journalisten des Jahres'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 22.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641026394
    Verlag: Heyne
    Größe: 3106 kBytes
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Planen oder treiben lassen?

AM ANFANG
Soll ich mein Leben planen - oder mich vom Leben treiben lassen? Und warum muss ich mich überhaupt entscheiden?
Wie man rausfindet, ob man eher ein Planer oder ein Treibenlasser ist - Was Elfmeterschießen mit Entscheidungsschwierigkeiten zu tun hat - Warum brillante Denker gleichzeitig ziemlich vergessliche Trottel sein können - Wie sehr kann ich meinem Bauchgefühl vertrauen? - Warum die vernünftigste Entscheidung nicht automatisch die beste ist
Ah, verdammt. Unangenehme Post im Briefkasten. Unangenehme Post ist leicht zu erkennen: die längliche Form des Briefumschlags, die maschinengeschriebene Adresszeile. Und diese geheimnisvollen Zahlencodes, die oft im Sichtfenster des Schreibens zu sehen sind, noch über dem Namen des Adressaten. So was wie: C / 380 077 11 / K 131 143 / 009. Man mag sich kaum vorstellen, welche Geheiminformationen dieser Code verbirgt. C / 380 077 könnte das Kürzel für diejenigen Kunden sein, die stets erst nach der zweiten Mahnung zahlen. Die 11 dahinter sortiert uns auf der internen Risikoskala des Unternehmens von 1 ('Ausgezeichneter Kunde, gute Zahlungsmoral, keine Sonderwünsche') bis 12 ('Nervt wie verrückt'). K 131 bedeutet wahrscheinlich, dass wir bei telefonischen Nachfragen wenigstens 60 Minuten lang in einer Warteschleife zu halten sind, ehe man uns zu einem Berater durchstellt. 143 / 009 bestimmt das Lied, das in der Warteschleife laufen soll, in diesem Fall steht der Code für irgendetwas besonders grausames, möglicherweise 'Lady In Red' von Chris de Burgh.
In jedem Fall: Erhalten wir diese Sorte Brief, kann es sich nur um unangenehme Post handeln. Eine Mahnung oder Rechnung, die Ankündigung einer Miet- oder Beitragserhöhung, ein abschlägiger Bescheid des Finanzamts, ein Strafzettel. Entsprechend unsere übliche Reaktion: O Mist ^ Ah, verdammt ^ Ach du heilige Scheiße! Etwas in der Art.
Wenn du das nächste Mal unangenehme Post erhältst, solltest du dich ausnahmsweise freuen. Denn unangenehme Post kann dir Antworten auf die wichtigen Fragen im Leben geben: Sie liefert dir Hinweise dafür, wer du bist. Welche Probleme noch auf dich warten, welche Möglichkeiten sich in der Zukunft bieten. Unangenehme Post kann dir bei den Fragen helfen, ob du deine Eltern öfter anrufen solltest, ob du deinen Partner fair behandelst, ob du ausreichend versichert bist und ob du dich richtig ernährst, ob du dir grundsätzlich mehr Ruhe gönnen oder endlich mal in die Puschen kommen solltest. Und das Tollste: Um all das herauszufinden, musst du die unangenehme Post noch nicht mal öffnen. Gehe stattdessen wie folgt
PUNKT 1
Nimm das Schreiben aus dem Briefkasten. PUNKT 2
Setz dich allein in einem Zimmer an einen Tisch, leg das Schreiben vor dich hin. PUNKT 3
Betrachte es ganz genau. Wenn's nicht ohnehin klar sein sollte: Male dir aus, von wem das Schreiben ist und was darin stehen könnte.
PUNKT 4
Überlege, wie du üblicherweise mit Schreiben solcher Art verfährst.
PUNKT 5
Überlege dir dann, ob deine übliche Verfahrensweise die richtige ist und ob du im vorliegenden Fall ähnlich oder ganz anders vorgehen willst.
PUNKT 6
Schreibe die Ergebnisse deiner Überlegungen zu Punkt 4 und 5 auf ein Blatt Papier.
Vielleicht steht auf dem Blatt Papier dann etwa so was: 'Zu PUNKT 4: Ich lasse unangenehme Post wie üblich verschlossen und lege das Schreiben zu den anderen. Werde mir doch heute nicht den Tag verderben! Zu PUNKT 5: Na klar, wie sonst! Ansonsten: siehe PUNKT 4.'
Vielleicht steht auf dem Blatt Papier aber auch so was: 'Zu PUNKT 4: Selbstverständlich öffne ich den Brief, er ist ja an mich adressiert. Auch unangenehme Dinge muss man angehen - hilft ja nichts, die Augen zu verschließen. Ein Problem hat sich noch nie einfach so in Luft aufgelöst, im Zweifel wird es eher größer. Wenn es eine Rechung sein sollte, bezahle ich sie mit sicherem Onlinebanking, versehe sie mit dem Vermerk ,Bezahlt am und hefte sie in den entsprech

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