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Psychologie für den Alltag von Kaiser, Peter (eBook)

  • Erschienen: 25.07.2007
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Psychologie für den Alltag

Gezielte Hilfe für eine optimale Bewältigung von Alltagsproblemen: anhand der verschiedenen Lebensphasen und konkreter Beispiele aus der Praxis und auf der Basis psychologischer und soziologischer Erkenntnisse beschreiben die Autoren die gesellschaftlichen Einflüsse zu jedem Aspekt und legen Wert auf die unterschiedliche Bedeutung der einzelnen Themen bereiche für Männer und Frauen.

Produktinformationen

    Größe: 1641kBytes
    Herausgeber: mvg Verlag
    Untertitel: Wie man Probleme wirklich bewältigen kann
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 496
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783864155727
    Erschienen: 25.07.2007
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Psychologie für den Alltag

1 Wahrnehmung

Wahrnehmen heißt, Informationen aus der Umwelt über die Sinnesorgane aufzunehmen und zu verarbeiten. Darüber orientieren wir uns und können so Gefahren vermeiden und dafür sorgen, dass unsere Bedürfnis se befriedigt beziehungsweise nicht verletzt werden. Dabei sind bewusste, so genannte explizite Wahrnehmungen zu unterscheiden, die geistig verarbeitet werden, und implizite Wahrnehmungen, die nicht bis ins Bewusstsein vordringen, aber dennoch das Verhalten steuern und im Gedächtnis gespeichert werden. Die leise und eingängige Musik im Supermarkt zum Beispiel soll unser Einkaufsverhalten positiv beeinflussen und wird von uns meistens nicht direkt wahrgenommen – sie steuert aber unser Verhalten. Im Gegensatz dazu richtet sich unsere Wahrnehmung auf die Musik aus, wenn wir zu Hause bewusst eine CD anhören.

Charakteristika menschlicher Wahrnehmung

Wahrnehmung unterliegt bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die im Alltag wichtig sind. Sie ist nicht passive Aufnahme von Reize n oder Informationen, sondern immer aktive Verarbeitung dieser. Ein Beispiel dafür: Sie grüßen einen Nachbarn , der antwortet nicht. Daraufhin sind Sie verstimmt, weil Sie erwarten, dass die Höflichkeitsregel, einen Gruß zu erwidern, eingehalten wird. Später erfahren Sie, dass Ihr Nachbar kurzsichtig und schwerhörig ist. Nun haben Sie eine andere Erklärung und sehen sein Verhalten in einem anderen Licht. Es stellt sich also die Frage, was und wie wir eigentlich wahrnehmen. Psychologische Forschungen auf diesem Gebiet haben ergeben, dass sich Wahrnehmung nicht nur an Realitäten, sondern auch an unseren psychischen Strukturen und Grundbedürfnis sen orientiert.

Die Grundbedürfnisse sind in den Strukturen des Gehirn s verankert: Wir streben danach, Lust zu erfahren sowie Unlust oder auch Schmerz zu vermeiden, nach Selbstwertbestätigung oder Geborgenheit und persönlichen Bindungen. Und auch die Wünsche nach Orientierung und Kontrolle gelten als Grundbedürfnisse. Aus diesen Bedürfnissen ergeben sich in jeder Lebens situation bestimmte Ziel e , die wir verfolgen. Kurz gesagt: Wir streben bestimmte Zustände an und versuchen, andere zu vermeiden ( Motivation ; siehe unten). Daran richtet sich auch unsere Wahrnehmung aus.

Wahrnehmungsfilter ( Selektion von Informationen )

Die Informationsflut, der wir ausgesetzt sind, ist so groß, dass wir mit den begrenzten Möglichkeiten unseres Gehirns niemals alle Umwelt reize zugleich verarbeiten können. In der Regel sind Situationen zu komplex, um auf alles achten zu können. Wir sind also gezwungen, auszuwählen: Man kann nicht gleichzeitig nach vorne und nach hinten schauen, nicht auf alle Situationsaspekte gleichermaßen achten, sondern muss die richtige Auswahl der Aspekte treffen, auf die geachtet werden soll. Hinzu kommt, dass diejenigen Informationen, auf die es ankommt, oft nicht so leicht zugänglich sind und erst zusammengesucht werden müssen. Dies können wir aber nur, wenn wir wissen, was gerade wichtig ist, der Wahrnehmungsfilter muss richtig eingestellt sein. Menschen nehmen in der Regel nur wahr, was sie kennen und was ihre Aufmerksamkeit erregt. Wenn wir zum Beispiel durch eine fremde Stadt gehen, bemerken wir die Hauptsehenswürdigkeiten oft gar nicht, wenn uns niemand darauf hinweist. Oft wählt unser Gehirn für uns aus und orientiert sich dabei an bereits vertrauten Reizen. Meist bemerken wir diesen Auswahlvorgang gar nicht, wir lassen uns ablenken. Wir achten dann nicht auf die

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