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Scheinheiligkeit und Doppelmoral ....mal ganz offen gesprochen. von Dulz, Axel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Scheinheiligkeit und Doppelmoral

Was darf es denn sein? Gut, leichte Kost ist mein Geschreibsel nicht gerade, doch es soll ja auch kein Roman sein, keine Unterhaltungslektüre im eigentlichen Sinne, obgleich es sicher auch unterhaltsam ist. Ich habe versucht - und hoffe auch, es ist mir gelungen - ein paar oft für heikel befundene Themen, ein wenig mehr zu hinterleuchten, als man das üblicherweise macht. Gut, ich habe auch ein bisschen Sarkasmus hineingepackt und auch eine gehörige Portion Selbstkritik, denn viele Dinge, die in diesem Buch erörtert werden, sind auf Erfahrungen aus meinem Leben und den Leben von Freunden, Verwandten und sonstigen Menschen meines direkten Umfeldes aufgebaut. Um nicht ausschließlich meinen Senf zu allem ohne Beweisführung hinzuzugeben, habe ich natürlich keine Mühen gescheut, meine Thesen soweit möglich auch unter Nutzung wissenschaftlicher Quellen zu untermauern. Aber keine Angst, ich habe darauf verzichtet, in die für den "Otto-Normal-Bürger" nur schwer verdauliche Sprache der Wissenschaftler oder in die noch schlimmere der Juristen zu verfallen und mein Werk so allgemeinverständlich wie eben möglich gestaltet. Schließlich sollen meine in diesem Buch erörterten Überlegungen Ihnen eine Hilfestellung bieten. Mein Buch soll dem Leser die Möglichkeit bieten, bestimmte Dinge einmal aus anderer Sicht zu betrachten. Keineswegs jedoch will ich mit diesem Buch missionieren, lediglich einen Denkanstoß soll meinen Lesern damit gegeben werden. Na gut, manchmal erfolgt dieser Anstoß beinah wie eine Ohrfeige - das aber liegt eher an meiner Art, alles ein wenig spitzfindig zu beschreiben.

Geboren in Krefeld-Uerdingen am Rhein, bin ich Rheinländer vom Niederrhein und Uerdinger mit Leib und Seele - obgleich ich heute nicht mehr so nahe an meinem geliebten Vater Rhein lebe, wie am 14.11.1960, dem Tag an dem ich nur wenige hundert Meter vom Ufer unseres mächtigsten deutschen Flusses entfernt, das Licht der Welt erblickte. Viel ist passiert seitdem in meinem Leben, ein Leben, reich gefüllt mit Erfahrungsschätzen und gewürzt mit dem unstillbaren Verlangen nach Wissen, der ewigen Suche nach meinem persönlichen heiligen Gral und dem Wunsch, mein gesammeltes Wissen nicht für mich behalten zu wollen. Das ist mein Ansporn zu schreiben um so meine Erkenntnisse zu teilen, in der Hoffnung, der Eine oder Andere möge davon einen positiven Nutzen haben. Mein beruflicher Werdegang vom ehemaligen Polizeibeamten zu einer inzwischen langen Dienstzeit durch alle Sparten der Sicherheitsbranche brachten mich dazu, mich mit der Frage zu befassen, warum nicht jeder zuerst einmal alles hinterfragt, bevor er ungeprüft Ansichten und Moralvorstellungen Anderer übernimmt. Dazu gehören die der Gesellschaft, als auch die von Eltern, Freunden und Bekannten. Dass eine Ansicht in der Gesellschaft verwurzelt ist, macht sie nicht automatisch legitim. Dass eine moralische Vorstellung den Ahnen heilig war, heißt nicht automatisch, dass sie auch heute noch dem Geist der Zeit entspricht. Als Autor versuche ich Themen aufzugreifen, die im Allgemeinen zwar schon oft in den Mund genommen, jedoch häufig eher mit eingetrichterten anstelle eigener Meinungen vertreten werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 212
    Erscheinungsdatum: 23.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783735711168
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 441kBytes
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Scheinheiligkeit und Doppelmoral

1.2. Sexualität - jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Eines der wohl am häufigsten, hinter vorgehaltener Hand diskutierten Themen, dürfte die menschliche Sexualität in ihrer ganzen Vielschichtigkeit sein. Obwohl wir inzwischen die Schwelle des einundzwanzigsten Jahrhunderts überschritten haben, gibt sich mit diesem Thema, eines der wenigen, aus grauer Vorzeit erhaltenen Tabus die Ehre. Das ist genau wie mit den, inzwischen weltberühmten, Fastfood Restaurants von Mc Donald's. Diese Läden sind rund um die Uhr immer voller Menschen, und dass obwohl dieses "Zeug" ja angeblich niemand isst.

Sex ist offenbar immer noch etwas, was im Schlafzimmer, hinter verschlossenen Türen, und in abgeschiedener Zweisamkeit stattzufinden hat. Die meisten Menschen werden sogar noch rot, wenn sie mit Verbalerotik oder daran erinnernden Worten konfrontiert werden.

Weil dieses Thema sehr umfangreich ist, beginne ich an einem Punkt, der sehr oft (um nicht sogar zu sagen: fast immer) außer Acht gelassen wird (weil man einfach nicht über so etwas spricht), die Sexualität nämlich an Ihrem zeitlichen Beginn, in der Kindheit.

Nein, Nein, denken Sie um Gottes willen nichts Falsches. Ich kann verstehen, wenn Sie jetzt geschockt reagieren und sagen, das gibt es nicht oder das ist doch pervers etc., Aber auch hierbei gilt: "es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als der Mensch sich vorzustellen in der Lage ist!"

Sexualität beginnt, und das habe ich zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal angemerkt, bereits im zarten Säuglingsalter. Ich spreche hier keineswegs über die pädophilen Neigungen Erwachsener, die es sicherlich und leider auch gibt, sondern über die Sexualität der Kinder selbst. Um dieses allerdings näher erläutern zu können, muss als erstes einmal geklärt sein, was Sexualität eigentlich ist. In Lexika ist der Begriff so erklärt, dass unter Sexualität eine zusammenfassende Bezeichnung für alle, sich auf das Geschlechtsleben beziehenden Erscheinungen zu verstehen ist. Was sind nun aber "sich auf das Geschlechtsleben beziehende Erscheinungen?" Nun im Gegensatz zu dem Begriff "Erotik" beschreibt die Sexualität lediglich die körperliche Symptomatik, somit alle Erscheinungen, die sich mit dem Geschlecht als solchem beschäftigen, also nicht die geistige Vorstellung von sexuellen Vorgängen.

Hierbei fällt uns auch die Vorstellung leichter, dass derartige körperliche Vorgänge auch schon in der Kindheit denkbar sind. Die eigentlichen Probleme haben wir damit, uns vorzustellen, dass Kinder bereits sexuelle Phantasien haben.

Schon bei Säuglingen kann man Handlungen beobachten, die sich ohne weiteres als sexuell einstufen lassen. Speziell sind auch in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen masturbationsähnliche Handlungen beobachtet worden. Sogar Orgasmus ähnliche Reaktionen sind nachgewiesen. Allerdings lässt sich nicht beurteilen, inwieweit diesem Verhalten auch ein wirkliches Erleben dieser Gefühle zuzuordnen ist, obwohl Sigmund Freud in seiner Beschreibung auf das Empfinden in der sogenannten oralen Phase bereits 1905 ausführlich eingeht.

Tatsächlich ist auch erwiesen, dass die erste körperliche Lustempfindung des Säuglings durch das Saugen an der Mutterbrust hervorgerufen wird und dieser Vorgang nicht nur der Nahrungsaufnahme dient. Von der Psychoanalytikerin Marjorie Brierly ist diesbezüglich 1936 beobachtet worden, dass während des Stillvorganges bei männlichen Säuglingen Erektionen und bei weiblichen Kontraktionen im unteren Scheidendrittel sehr wohl üblich sind. Diese Nervenverbindung zwischen Mund und Genitalien haben auch Phyllis Greenacre (1950) und Judith Kestenberg (1975) nachgewiesen. Mit diesem Gebiet haben sich im Laufe der Geschichte der Psychoanalyse viele namhafte Wissenschaftler beschäftigt. So wurde auch beispielsweise 1975 durch Eleanore Galenson beobachtet, das bereits im 8. - 10. Lebensmonat männliche Säuglinge beginnen, ihren Penis spielerisch zu entde

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