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Stress Warum Frauen leichter ausbrennen und was sie für sich tun können von Nagoski, Emily (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.11.2019
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
15,99 €
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Stress

Neue Wege für Frauen raus aus dem Stress Wir alle wissen seit Langem: Frauen sind anders. Dass dies aber auch für das Thema Stress gilt, ist neu. Frauen stecken in einem delikaten Zwiespalt: Sie sollen festgelegten Erwartungen entsprechen und dabei ganz sie selbst sein. Sie sollen ihren Körper lieben, während ihnen tagtäglich suggeriert wird, dass er nicht schlank, fit und sexy genug ist. Sie sollen sich voll entfalten, während sie bereits 110 Prozent geben und dafür kaum Wertschätzung erfahren. Aus all dem resultiert: Stress. Die Zwillingsschwestern Emily und Amelia Nagoski zeigen in diesem wegweisenden Buch - untermauert von neuesten wissenschaftlichen Fakten -, wie Frauen den typisch weiblichen Burnout-Fallen entkommen und innere Ausgeglichenheit finden. Dr. Emily Nagoski hat nach dem Erwerb eines Bachelor in Psychologie ihren Master of Science in psychologischer Beratung absolviert und ihre Doktorarbeit über gesundheitsförderndes Verhalten verfasst. Sie leitet den Fachbereich Wellness Education am Smith College in Northampton.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 25.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641240318
    Verlag: Kösel
    Originaltitel: Female Burnout: The Science of Thriving in a Successful, Sexist World
    Größe: 1645 kBytes
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Stress

BEENDE DEN ZYKLUS

"Ich habe beschlossen, von nun an Drogen zu verkaufen, damit ich meinen Job kündigen kann."

Das hat Amelias Freundin Julie kürzlich auf die Frage "Wie geht's dir?" geantwortet, an dem Samstag, bevor das neue Schuljahr begann. Das war natürlich ein Scherz ... oder auch nicht. Sie ist Mittelstufenlehrerin. Ihr Burnout hatte einen solchen Schweregrad erreicht, dass die Aussicht auf den Schulbeginn ein solches Maß an Angst auslöste, dass sie um zwei Uhr nachts nach einer Flasche Chardonnay griff.

Niemandem gefällt die Vorstellung, dass die Lehrerin der eigenen Kinder ausgebrannt, verbittert und Trinkerin ist, aber sie ist nicht allein. Burnout - mit seinem Zynismus, dem Gefühl der Hilflosigkeit und vor allem der emotionalen Erschöpfung - ist erstaunlich verbreitet.

"Ich habe letztens eine Geschichte über einen Lehrer gelesen, der am ersten Schultag betrunken und ohne Hose auftauchte, und ich dachte: 'Das hätte mir auch passieren können'", erzählte Julie Amelia nach dem ersten Glas Wein.

"Angst ist übersteigerte Sorge", sagte Amelia und erinnerte sich an ihre eigene Zeit als Mittelstufenlehrerin für Musik, "und die Sorge rührt von der Anhäufung fortdauernden Stresses her, Tag für Tag."

"Ja", erklärte Julie und füllte sich erneut das Glas.

"Das Dumme am Unterrichten ist, dass du niemals die Ursachen des Stresses loswirst", sagte Amelia. "Und damit meine ich nicht die Kinder."

"Genau", stimmte Julie zu. "Wegen der Kinder bin ich hier. Aber es ist die Verwaltung und der Papierkram und der ganze Mist."

"Die Stressoren wirst du nicht los", sagte Amelia, "aber du kannst dich vom Stress befreien, wenn du weißt, wie du den Stressreaktionszyklus beendest."

"Auf jeden Fall", sagte Julie mit Nachdruck. Dann fügte sie hinzu: "Was meinst du mit 'den Zyklus beenden'?"

Dieses Kapitel ist die Antwort auf Julies Frage, und es könnte der wichtigste Gedanke des Buches sein: Mit deinem Stress umzugehen, ist etwas anderes, als mit den Dingen umzugehen, die dir Stress bereiten. Um deinen Stress zu bewältigen, musst du den Zyklus beenden.
"Stress"

Wir wollen zuerst unseren Stress von unseren Stressoren unterscheiden.

Stressoren lösen eine Stressreaktion in unserem Körper aus. Ein Stressor kann alles sein, was du siehst, hörst, riechst, berührst, schmeckst oder dir vorstellst. Es gibt äußere Stressoren wie Arbeit, Geldangelegenheiten, Familie, Zeit, kulturelle Normen und Erwartungen, Erfahrungen von Diskriminierung und so weiter. Und es gibt weniger greifbare, innere Stressoren wie Selbstkritik, Körperwahrnehmung, Identität, Erinnerungen und Gedanken an die Zukunft. All diese Dinge können auf verschiedene Weise und in unterschiedlichem Maße von deinem Körper als Bedrohungen wahrgenommen werden.

Stress ist die neurologische und physiologische Veränderung, die in deinem Körper vor sich geht, wenn du dich mit einer dieser Bedrohungen konfrontiert siehst. Es ist eine evolutionäre Anpassungsreaktion, die uns hilft, Gefahren zu bewältigen, wie etwa von einem Löwen gejagt oder von einem Nilpferd angegriffen zu werden. 12 Wenn dein Gehirn den Löwen (oder das Nilpferd) registriert, aktiviert es eine generische Stressreaktion, eine Kaskade neurologischer und hormonaler Aktivität, die physiologische Veränderungen bewirkt, die dir wiederum helfen zu überleben: Adrenalin sorgt sofort dafür, dass deine Muskeln stärker durchblutet werden, Kortisol hält dich auf Trab, und Endorphine helfen dir zu ignorieren, wie heikel die Situation ist. Dein Herz schlägt schneller, dein Blutdruck steigt und du atmest schneller (Messungen der Herzkreislauffunktion sind ein verbreitetes Verfahren von Stressforschern). 13 Deine Muskeln sind angespannt, deine Schmerzempfindlichkeit nimmt ab. Deine Aufmerksamkeit ist erhöht, du bist hellwach und in Alarmbereitschaft, konzentrier

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