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Traumatisierten Flüchtlingen helfen Ein Ratgeber für Ehrenamtliche und Lehrer von Fürst, Annette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.10.2016
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
7,99 €
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Traumatisierten Flüchtlingen helfen

Seit die Flüchtlingswelle Deutschland erreicht hat, bildet ehrenamtliches Engagement einen der Grundpfeiler der Integrationsarbeit. Freiwillige Helfer engagieren sich in Erstaufnahmestationen, in Flüchtlingsheimen und an Schulen. Doch auch Helfer geraten an ihre Belastungsgrenzen. Dieses Buch soll all jenen eine Handreichung sein, die ohne entsprechende psychologische Ausbildung im Ehrenamt oder als Lehrer mit traumatisierten Flüchtlingen zu tun haben: Wie gehe ich als Laie mit jemandem um, der schreckliche Dinge erlebt hat? Was ist sinnvoll? Was sollte ich besser lassen? Und wie kann ich mich als Helfer schützen? Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit! Seit die Flüchtlingswelle Deutschland erreicht hat, bildet ehrenamtliches Engagement einen der Grundpfeiler der Integrationsarbeit. Freiwillige Helfer engagieren sich in Erstaufnahmestationen, in Flüchtlingsheimen und an Schulen. Doch auch Helfer geraten an ihre Belastungsgrenzen. Dieses Buch soll all jenen eine Handreichung sein, die ohne entsprechende psychologische Ausbildung im Ehrenamt oder als Lehrer mit traumatisierten Flüchtlingen zu tun haben: Wie gehe ich als Laie mit jemandem um, der schreckliche Dinge erlebt hat? Was ist sinnvoll? Was sollte ich besser lassen? Und wie kann ich mich als Helfer schützen? Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit! Annette Fürst arbeitet als Diplom-Psychologin und Therapeutin in eigener Praxis. In Zusammenarbeit mit Flüchtlingsunterkünften und dem DRK in Mannheim hält sie Seminare und Vorträge für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. Im Rahmen ihrer Workshops für Lehrer zu den Themen Stressmanagement, Kommunikation und Konfliktmanagement geht es oft um den Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 11.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451808685
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 6282 kBytes
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Traumatisierten Flüchtlingen helfen

Trauma und Belastungsreaktionen - viele Puzzleteile ergeben ein Bild

Jeder von Ihnen hat sicherlich schon das Wort "Trauma" gehört. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Ist es das, was wir im Alltag damit verbinden? - Dieses Wort wird so oft verwendet, dass man schon fast von einem inflationären Gebrauch sprechen könnte. "Im Urlaub ist alles schiefgegangen. Der Flug wurde verschoben, wir mussten 15 Stunden auf den Anschlussflug warten. Jetzt bin ich total traumatisiert von der Airline XY." Viele Menschen bezeichnen Dinge, die sie als schlimm erleben, als traumatisch, um zu verdeutlichen, dass ein Ereignis für sie besonders ärgerlich, traurig oder nervig war. Das jedoch hat mit dem Begriff des Traumas in Medizin oder Psychologie nichts zu tun.

Lassen Sie uns genau ansehen, welche einzelnen Puzzleteile zusammen ein besser verstehbares Bild von einem Trauma ergeben. Dazu gehören sowohl die medizinischen als auch die psychologischen Hintergründe. Ergänzt wird das Puzzle durch die Auswirkungen, die ein Trauma haben kann, und die sogenannte Resilienz, die "Krisenfestigkeit", die Menschen in schwierigen Situationen schützt.
Traumata in Medizin und Psychologie

Ursprünglich stammt das Wort Trauma aus dem Griechischen und bedeutet Wunde oder auch Verletzung. Das passt sehr gut zur medizinischen Verwendung des Begriffes Trauma: Medizinisch gesehen ist ein Trauma die Verletzung lebenden Gewebes, entstanden durch Einwirkung von außen. Das kann ein Schlag sein, der zum Beispiel auf ein Bein trifft und einen Knochenbruch verursacht, eine Verbrennung oder auch eine Verätzung durch die Einwirkung von Chemikalien. Neben der direkten Verletzung bezeichnet Trauma auch die Auswirkungen in der Folge, wie etwa einen Blutverlust. 5

Würden Sie auf dem Wochenmarkt eine Umfrage machen und die Menschen dort fragen, was sie unter einem Trauma verstehen, bekämen Sie vermutlich Antworten wie diese: Ein Trauma ist ein schlimmes Ereignis wie Krieg, Folter, ein Überfall oder eine Vergewaltigung. - Aber ist das wirklich so? Ist die Ursache eines Traumas in solchen Ereignissen zu suchen? Nicht unbedingt. Für manche Menschen ist der Krieg der Auslöser eines Traumas, für andere nicht. Für manche Menschen ist ein Skiunfall traumatisch, für andere nicht.

Was genau macht denn nun ein Trauma aus, wenn es nicht nur am Ereignis selbst hängt? Im Lehrbuch zu Psychiatrie und Psychotherapie findet sich folgende Erklärung: "Unter einem Trauma wird ein Ereignis verstanden, das von jedem Menschen als extrem belastend oder katastrophal erlebt werden würde. Der Betreffende erfährt eine oder mehrere Situationen, in denen er lebensbedrohlichen Ereignissen oder Handlungen ausgesetzt war, durch die er körperlich schwer verletzt wurde oder die seine psychische Integrität bedrohten. Ebenso wird darunter das Miterleben der genannten Situationen als Zeuge verstanden, wenn primär andere Personen davon betroffen sind. Als Beispiel für traumatische Situationen werden ... Naturereignisse, von Menschen verursachte Katastrophen, Kampfhandlungen, schwere Unfälle oder die Beobachtung eines gewaltsamen Todes anderer und das Erleben von Folter, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderer Verbrechen genannt." 6

Wie kann es dann sein, dass manche Menschen nicht traumatisiert sind, obwohl sie ähnlich schlimme Erlebnisse überstanden haben?

Um zu verstehen, wann ein Ereignis für den einzelnen Menschen tatsächlich zu einem Trauma wird, ist es hilfreich, verschiedene Puzzleteile getrennt voneinander zu betrachten.

Die Ereignisse, auf die sich der Begriff Trauma bezieht, haben wir bereits genannt. In ihrer Mehrzahl sind dies äußerlich vorliegende Umstände. Doch was genau passiert im Körper?

Auch wenn wir Menschen schon lang in Dörfern und Städten leben und über viele technische Errungenschaften verfügen, die unser Leben leichter machen, ist unser Gehirn doch nach wie vor auf Überleben programmiert. Das b

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