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Versöhnung mit dem inneren Teenager Verletzungen aus der Pubertät heilen und Zufriedenheit finden von Tomuschat, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2020
  • Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Versöhnung mit dem inneren Teenager

Das innere Kind hat zuletzt viel Aufmerksamkeit bekommen. Doch was verändert sich, wenn das Kind zum Erwachsenen heranwächst? Entwicklungspsychologen wissen: Nicht nur die frühe Kindheit, auch die Pubertät prägt uns tiefgehend, und der Keim zu vielen Verhaltensweisen wird hier gelegt. Der innere Teenager bleibt ein Leben lang bei uns, beeinflusst uns mit Licht und Schatten. Häufige Schatten aus der Jugend sind z.B. Überangepasstheit, Rebellentum, Verantwortungslosigkeit oder die Angst vor Autoritäten. Diese Eigenschaften können uns stark beeinträchtigen: ob Selbstbild, Partnerschaften, Freundschaften oder Beruf.



Dieses Buch bringt uns in Kontakt mit dem inneren Teenager. Besonders dort, wo uns Schatten aus der Jugend bis heute lähmen, umtreiben, runterziehen, lohnt es sich, genau hinzuschauen: Übungen und Denkanstöße helfen dabei, Kränkungen und unbewusste Entscheidungen, die wir in der Pubertät getroffen haben, wieder ans Licht zu holen, sie bei Bedarf zu verändern und sich davon frei zu machen.



Julia Tomuschat ist Diplom-Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie arbeitet als Trainerin und Gesundheitspsychologin in den Bereichen Betriebliches Gesundheitsmanagement, Teamentwicklung, Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung. Im Jahr 2008 gründete sie die 'Praxis für Gesundheitsförderung' in Lauf an der Pegnitz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 06.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833874581
    Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
    Größe: 3633 kBytes
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Versöhnung mit dem inneren Teenager

WARUM WIR IMMER EIN BISSCHEN SIEBZEHN BLEIBEN

Bei anderen erkennen wir leicht, wenn sie sich wie ein Teenager verhalten und nicht ganz so reif agieren, wie sie es eigentlich könnten. Aber was ist mit uns selbst? In der Pubertät verwandeln wir uns vom Kind in einen Erwachsenen. Das ist ein großer Umbruch, der uns nachhaltig prägt. Kein Wunder, dass wir manchmal innerlich Teenager bleiben.

DER TEENAGER IN UNS

Mein Freund Chris ist fünfundvierzig und antwortet auf die Frage nach seinem Alter immer »siebzehn«. Das ist einerseits ein Scherz, andererseits offenbart seine Antwort auch eine Wahrheit: Chris hat sich tatsächlich eine gewisse Jugendlichkeit bewahrt. Er ist begeisterungsfähig und innerlich beweglich. Er probiert gern neue Trendsportarten aus, fährt mit dem Skateboard zur Arbeit, besucht Rockkonzerte und ist auf Partys ein willkommener Stimmungsmacher. Wenn er vom letzten Alkohol-Absturz mit den Kumpels in der Kneipe erzählt oder einen Witz nach dem anderen reißt, lassen sich seine Freunde gern von seiner amüsanten Jungenhaftigkeit mitreißen. Seine Frau rollt dann schon mal genervt die Augen. Denn Familienfeste, Hausputz und andere Verpflichtungen lässt ihr Ehemann gern aus, weil es ihm zu spießig ist. Sie wünscht sich, ihr Mann wäre dahingehend vernünftiger, verlässlicher und ordentlicher.

Chris ist sich klar, dass er sich manchmal wie ein Teenager benimmt. Er mag diese Jugendlichkeit aber an sich selbst und findet es gut, »nicht immer ganz so erwachsen zu sein«. Andererseits kann er verstehen, dass seine Frau davon nicht immer begeistert ist - also reißt er sich zusammen, erledigt die Jobs im Haushalt, ruft die Tante zum Geburtstag an und verzichtet auf nächtliches Zechen, wenn am nächsten Tag ein Ausflug geplant ist. Insofern ist Chris im Vorteil, denn er bespielt beide Seiten seiner Persönlichkeit: seinen inneren Teenager, der wie ein Siebzehnjähriger vor allem an Spaß und Freiheit interessiert ist, aber auch den fünfundvierzigjährigen erwachsenen Mann.

Die meisten von uns haben so einen inneren Teenager in sich: Wir lieben auch als Erwachsene die Musik, zu der wir mit sechzehn getanzt haben. Wir kichern mit fünfzig beim Mädelsabend noch genauso herum wie damals mit den vierzehnjährigen Freundinnen. Wir schalten manchmal auf jugendliches »Scheißegal« oder haben »null Bock«.

Viele Kraftquellen, auf die wir im Erwachsenenleben zurückgreifen, haben ihren Ursprung in unserer Teenagerzeit: Das Wissen, dass gute Freund*innen wichtig sind, oder die Fähigkeit zu streiten, sich abzugrenzen oder sich für etwas einzusetzen. Viele Interessen und Werte haben wir ebenfalls in dieser Lebensphase entwickelt - als wir endlos Zeit für Hobbys und Diskussionen hatten. Außerdem sind die Teenagerjahre aufregend. Vieles passiert zum ersten Mal und ist so intensiv, dass wir lange daran denken: an den ersten Kuss, die ersten sexuellen Erfahrungen, das erste Verliebtsein. Als Vierzehn-, Fünfzehn- oder Sechzehnjährige schließen wir Freundschaften, die im besten Fall ein Leben lang halten. Aber auch jenseits der ersten Gehversuche als Mann oder Frau können Sie sich sicherlich an witzige und lebenslustige Momente aus dieser Zeit erinnern. Ich selbst muss zum Beispiel sofort schmunzeln, wenn ich daran denke, wie ich als Vierzehnjährige vor lauter Lachen mit Krawumm vom Stuhl gefallen bin - sehr zum lautstarken Vergnügen meiner damaligen Freund*innen. Und wenn Sie sich JETZT für einen kleinen Moment darauf besinnen, werden Sie sicherlich ebenfalls ein solches Erlebnis aus Ihren Jugendjahren herbeidenken können.

In der Teenagerzeit läuft unser Hirn auf Hochtouren, wodurch wir einerseits manchmal schlapp und schläfrig waren, aber auch ein sehr klares Gespür für Ungereimtheiten und Ungerechtigkeit hatten und keine Angst davor, leidenschaftlich für eine Sache einzutreten. Dieser Tage führt uns d

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