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Von der Angst zum Seelenfrieden von Lukas, Elisabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2016
  • Verlag: Verlag Neue Stadt
eBook (ePUB)
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Von der Angst zum Seelenfrieden

Ängste kennt jeder. Gewinnen sie zu viel Macht über uns, werden sie bedrängend. Bis dahin, dass sie krank machen. Niemand ist davor gefeit, in den Sog kleiner Sorgen und großer Ängste zu geraten. Pathologische Trends unserer Zeit kommen erschwerend hinzu. Was uns trifft, das können wir nur begrenzt steuern. Wie aber stellen wir uns den Herausforderungen? Lässt sich der 'Schutzschirm der Seele' präventiv stärken? Elisabeth Lukas und Reinhardt Wurzel meinen: Ja. Dr. habil. Elisabeth Lukas, geboren 1942 in Wien, österreichische Psychotherapeutin und klinische Psychologin, ist eine international bekannte Schülerin von Viktor E. Frankl, dem Gründer der Logotherapie, der sinnzentrierten Psychotherapie. Elisabeth Lukas spezialisierte sich auf die praktische Anwendung der Logotherapie, die sie methodisch weiterentwickelte. Bis 2003 leitete sie das Süddeutsche Institut für Logotherapie in Fürstenfeldbruck. Ihr Werk ist mit der Ehrenmedaille der Santa Clara University in Kalifornien für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Psychologie und mit dem großen Preis des Viktor-Frankl-Fonds der Stadt Wien ausgezeichnet worden. Reinhardt Wurzel war als Rettungssanitäter und freier Journalist für große Zeitschriften tätig. Heute betreibt er eine Praxis für Vitametik, in der auch das Gedankengut der Logotherapie zum Einsatz kommt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 17.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783879964314
    Verlag: Verlag Neue Stadt
    Größe: 234 kBytes
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Von der Angst zum Seelenfrieden

Klarheit gewinnen in der Stille

Marion lebt in ständiger Angst und Sorge. Ihr Mann hat sich durch Expansionsbestrebungen finanziell übernommen. Der Lebensstil des Ehepaares ist anspruchsvoll, ein großes Haus und weite Urlaubsreisen scheinen den beiden unverzichtbar. Marion fühlt sich fremdgesteuert und leidet an Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Natalia ist darauf angewiesen, ihre Einnahmen als Zahnarzthelferin für professionelle Zahnreinigung zu sichern. Obwohl sie von ihren Kunden sehr gemocht wird und trotz guter Entlohnung versteht sie sich täglich als Opfer subtiler Erpressung. In ihrer Praxis vergeht kein Tag ohne bedrückende Schikane. Der Zwang, Überstunden und Akkordarbeit zu leisten, ist gepaart mit der Androhung, "ausgetauscht zu werden", wenn sie nicht nach den Vorschriften ihres Chefs funktioniert. Funktionieren bedeutet auch die Akzeptanz unbezahlter Überstunden. Die Atmosphäre in der Praxis ist erfüllt von Misstrauen und Mobbing.

Solche Berichte aus meiner Arbeit zeigen, wie tief manche Menschen in schwer lösbaren Konflikten verfangen sind. Niemand ist dafür geschaffen, dauerhaft unbeschadet starkem psychischem Druck ausgesetzt zu sein. Eine Veränderung ist nötig. Im Falle von Natalia etwa durch eine umfassende Neugestaltung der Arbeitssituation oder den Ausweg in ein besseres Arbeitsverhältnis. Vielleicht kann das Verständnis für die seelischen Probleme aller Beteiligten oder das Bemühen um Friedfertigkeit konfliktlösend wirken. Ganz sicher ist auch eine Einschränkung des gewohnten Lebensstils bei Marion und ihrem Mann überlegenswert, denn man soll sich öfter einmal die Frage stellen: "Was ist meines Engagements wert?" Und: "Ist der Preis, den ich dafür zahle, gerechtfertigt?"

Im Folgenden beschreibt Elisabeth Lukas, wie eine praktikable Psychohygiene aussehen kann.

Elisabeth Lukas: Das bekannte "Hamsterrad", in dem manche Menschen rotieren, ist nicht neu. Früher sprach man von der "Managerkrankheit", weil sich insbesondere Führungspersonen in krankmachende Hektik hineinkatapultierten. Neu ist vielleicht, dass inzwischen auch zahllose "kleine Leute" unter enormem beruflichem Druck stehen bzw. sich unter einen solchen stellen lassen.

Es ist keine Frage, dass uns das Leben viel abverlangt. Aber nur umso wichtiger ist es, dass wir bei allem "Rennen, Tun und Schuften" nicht einfach dahinfunktionieren, uns dann darüber beschweren, uns selbst zutiefst bemitleiden, ggf. einen Sündenbock beschuldigen - und weiter dahinfunktionieren. Der Erwerb von Routine soll im Prinzip entlasten, nämlich dahingehend, dass man nicht jeden Handgriff ständig neu überdenken muss; aber auch eine erworbene Routine darf nicht dazu verlocken, das Denken und die Eigenkreativität abzuschalten und dumpf vor sich hinzuwerkeln. Immerhin haben wir ja ein paar Gaben, die uns vom Hamster unterscheiden! Das Bonmot: "Man läuft immer schneller und weiß gar nicht mehr wohin" ist nicht einmal für Tiere angemessen und schon gar nicht des Menschen würdig.

Was da fehlt, hätten uns schon vor Jahrhunderten die alten Mönche in den Klöstern sagen können, die sich damals das "Ora et labora" zur Regel gemacht haben. Bete und arbeite! In säkularer Übersetzung: Verinnerliche dich und packe an! Oder: Wechsle Phasen intensiven Schaffens mit Ruhepausen ab! Ja, die Pausen - aber sie allein sind noch nicht der ganze "Stein der Weisen" für unsere stressgeplagten Zeitgenossen, die sich vor lauter Arbeit nicht mehr zu retten wissen. Wie füllen sie denn ihre (wenigen?) Pausen? Süßigkeiten naschend vor dem Fernseher? Bier trinkend an der Theke? Schlechte Launen auslassend bei ihren Lieben? Auf Gott und die Welt schimpfend bei ihren Kumpels? Sich schlaflos im Bett wälzend?

Das Beten der Mönche hatte als Gegengewicht zum aktiven Handeln den Stellenwert einer heilsamen Kontemplation. Nur in der Stille gewährt sich die Chance, im Alltag innezuhalten, sich zu besinnen, in klärende Zwi

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