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Wege aus der Stressfalle Beziehungen zu Familie, Freunden und Partnern retten Sie vor dem Alltagschaos von LoVerde, Mary (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2001
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Wege aus der Stressfalle

Beruf und Privatleben so in Einklang zu bringen, dass alle glücklich und zufrieden sind, bleibt häufig ein unerfüllter Wunsch. Familie, Freunde und man selbst kommen stets zu kurz. Das Gefühl bleibt auf der Strecke. Statt sich immer zu viel vorzunehmen, sollten Kraft und Zeit gezielt eingesetzt werden. Das Wichtigste dabei: Man sollte in authentische, innige Beziehungen zu denen, die einem nahe stehen,investieren. Das Buch rät von radikalen Kehrwendungen ab. Es ermuntert, kleine, umso wirkungsvollere Schritte zu unternehmen (Microactions). Man lernt, unsichtbare, innere Barrieren abzubauen und mit den eigenen Grenzen natürlich umzugehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 22.08.2001
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864158568
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 1639 kBytes
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Wege aus der Stressfalle

Kapitel 1

Wenn einem alles zu schnell geht

Immer in Sorge und Eile, bis wir das Zeitliche segnen und keiner mehr eine Zugabe verlangt; das Leben ist schon eigenartig, insgesamt.
George M. Cohen

Ich kam von der Arbeit nach Hause und ließ mich, vollkommen ausgelaugt, in meinen Sessel fallen. Ich hörte auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht des Babysitters meines (damals) 5-jährigen Sohnes Nicholas ab. Sie erzählte, dass sie ihn morgens zum Kindergarten gefahren hatte und dass im Klassenzimmer neunzehn kleine Jungs und Mädchen im Kreis saßen, total aufgeregt, und dass sie erst da erkannte, dass sie alle ein Halloween-Kostüm anhatten.

Alle, außer Nicholas.

Sie beschrieb weiter (bis ins letzte, grausame Detail), wie er zu heulen angefangen, sich an ihr Bein geklammert und sie angefleht hatte, ihn wieder nach Hause zu bringen.

Okay. Mutter des Jahres würde ich wohl nicht mehr werden. Im Gegenteil, ich fühlte mich wie die schlimmste Rabenmutter der Welt. Trotz der Mühe, dauernd alle Bälle in der Luft zu halten, war einer zu Boden gefallen. Ich hatte meinen Sohn vor seinen Freunden gedemütigt. Ich war erschüttert und schwor mir auf der Stelle, mein Leben nie wieder so aus dem Lot kommen zu lassen.

Aber wie? Ich hatte versucht, die Superfrau zu mimen - ohne Erfolg. Ja, es gab manchmal Tage, da gelang es mir, manchmal sogar mehrere Tage am Stück. Aber ich hielt es einfach nicht durch. Ich brauchte eine realistischere Einstellung. Es musste einen besseren Weg geben. (Es gibt ihn.)

Wir sitzen alle im gleichen Boot

Vielleicht erkennen Sie sich in dieser Geschichte wieder. Ob wir nun den Bedürfnissen unserer Familie nicht gerecht werden oder bei unserer Arbeit versagen: Wir haben das Gefühl, gescheitert zu sein. Egal, wie gut wir alles planen oder wie hart wir arbeiten, es ist anscheinend nie genug.

Damit sind wir allerdings nicht allein. Nach einer Studie des amerikanischen Arbeitsministeriums fühlen wir uns häufig überrollt, ausgelaugt und stehen dauernd unter Stress, weil wir versuchen, mehr zu tun, als wir können. Wenn Sie das Gefühl haben, viel zu viel zu tun und viel zu wenig Zeit dafür zu haben, nun, dann ist das nicht nur ein (ungutes) Gefühl. Es gibt wirklich zu viel zu tun. Und nicht immer ist alles zu schaffen.

Viele amerikanische Babyboomer haben die Haltung der June Cleaver aus der Sitcom unserer Jugend Leave it to Beaver übernommen. Cleaver glaubte unter anderem Folgendes:

Ich kann alle Probleme in einer halben Stunde lösen.

Männer und Frauen erledigen jeweils freiwillig die Hälfte der anfallenden Aufgaben im Haushalt.

Ich bin ,immer da'.

Wir leben heute in einer anderen Welt. In den Vereinigten Staaten haben Frauen inzwischen über die Hälfte aller Arbeitsplätze inne. Jede zweite Ehe wird geschieden. Es gibt biologische Mütter, offene Adoptivmütter, allein erziehende Mütter, Stief-, Pflege- und Ersatzmütter. Und es gibt künstlich gezeugte, Schlüssel- und Scheidungskinder. Und jede Menge Sonnenschein-, Disneyland- und auch hingebungsvolle Väter. Die Cleavers aus der Fernsehserie waren dagegen eine traditionelle Familie. Das heißt natürlich nicht, dass es die klassische Familie nicht mehr gibt. Es bedeutet aber, dass viele Menschen an tradierte Werte anknüpfen, obwohl ihr Leben ganz anders verläuft.

Wir verlieren die Verbindung zu anderen im Namen des Gleichgewichts

Ich hörte einmal einen Mann stolz verkünden, dass er ,mit tödlicher Geschwindigkeit' auf eine Frist hinarbeitete. Ich konnte mir kaum eine schnippische Bemerkung verkneifen. Ich konnte nur hoffen, dass sein Körper nicht auf ihn hörte. Und ich begann, genau zuzuhören, wie Menschen ihr Leben beschreiben. Erstaunliche Worte! Fragen Sie jemanden: "Wie geht es dir?", und Sie bekommen vielleicht Folgendes zu hören:

"Ich häng

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