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Wendepunkt in meinem Leben Bulimie - Depression - Burnout - Suizid von Bachmann-Keller, Moni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Wendepunkt in meinem Leben

Wie fühlt man sich als Patient in einer Psychiatrie? Was erlebt man während eines Klinikaufenthaltes? Wie empfindet man gewisse Therapien und Behandlungen? Moni muss erst an einen ganz persönlichen Tiefpunkt ihres Lebens gelangen, um zu merken: 'Hey, ich will leben!' In ihren Tagebuchaufzeichnungen beschreibt sie 'frei Schnauze', wie es überhaupt zum kompletten Zusammenbruch kommen konnte und wie sie ihren siebenwöchigen Klinikaufenthalt empfindet. Sowohl der ganz normale Klinikalltag als auch ihre Gefühle und Gedanken kommen zur Sprache. Beharrlich erkämpft sie sich dabei ihre positive Lebenseinstellung zurück. Begleiten Sie Moni auf ihrem Weg zurück ins Leben - in einem starken Buch, das auch in dunklen Zeiten Mut macht, dass es weitergehen kann. Die in Österreich lebende Schweizerin Moni Bachmann-Keller ist gelernte Friseurin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. In ihrer Freizeit lebt sie gerne ihre Kreativität aus, geht spazieren und trifft sich mit Freundinnen. Ihr Erstlingswerk 'Wendepunkt in meinem Leben' entstand aus Tagebuchaufzeichnungen während eines Klinikaufenthaltes. Darüber sagt sie: 'Ich würde mich freuen, wenn ich einigen Menschen helfen könnte, auch so positiv zu denken. Und vor allem, dass es möglich ist und man es schaffen kann, von ganz unten wieder auf die Füße zu kommen, wenn man es will.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990485835
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 875 kBytes
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Wendepunkt in meinem Leben

Einleitung

A ls Einleitung werde ich mal erzählen, wie es zu diesem Eklat gekommen ist. Es begann in meinem 17. Lebensjahr. Damals war ich Spitzensportlerin - ich fuhr Kunstrad - Einer und Zweier. Erfolgreich war meine Zweierkarriere mit Tanja. Eines Tages im Januar hatte sich Tanja den Fuß verknackst. Resultat: Bänderriss. Tja, 6 Wochen Pause laut Doktor. Wir begannen zu rechnen. Für die Ausscheidung zur Junioren-Europameisterschaft müsste sich der Heilungsprozess ausgehen. Aber Tanja nahm in dieser Zeit 5 kg ab. Da sie mich auf die Schulter nehmen musste, in unserer Zweier-Kür, bekam ich Gewissensbisse. Ganz doof eigentlich, denn mit 50 kg war ich ja nicht schwer! Aber ich hungerte mich auf 42 kg runter. Das Resultat war cool für mich, schlecht für die Gesundheit. Da ich eine Lehre als Friseurin machte und eine Chefin hatte, die beobachtete, dass ich immer dünner wurde und mir drohte mich zum Arzt zu schicken, wenn ich nicht wieder essen würde, begann ich wieder zu essen. Ich nahm natürlich rasant zu (auf wieder ca. 50 kg). Auf der Junioren-EM (wir hatten es schlussendlich geschafft) lernte ich meinen ersten richtigen Freund kennen. Kurt war am Wochenende meistens bei mir zu Hause. Ich jammerte immer wieder, dass ich eigentlich abnehmen sollte, weil Tanja mich ja auf den Schultern tragen müsste. Kurt sagte zu mir, als ich wieder einmal jammerte, zu viel gegessen zu haben, ich solle doch einfach den Finger in den Hals stecken, dann käme alles hoch und ich würde trotz Essen abnehmen. Tja, ich versuchte es und es gelang. So begann die Bulimie-Zeit, immer abwechselnd mit wenig Essen. Entweder ich aß wie ein Spatz, ganz wenig, wenn ich aber nicht verzichten konnte, steckte ich mir den Finger in den Hals. Man o man, Kurt, da hast du ganze Arbeit geleistet. Wenn ich es heute betrachte, kommt mir der Geistesblitz, dass er es wahrscheinlich immer selber praktiziert hat. Mit Sicherheit weiß ich es nicht, aber mit meiner heutigen Erfahrung bin ich mir ziemlich sicher. Seine Mutter hat nämlich immer erzählt, dass er unmenschlich viel essen würde. Mehr als seine zwei Brüder und die Eltern zusammen, und er war trotzdem sehr schlank. Ich denke schon, dass das so war. Mit Sicherheit, wie gesagt, weiß ich es nicht. Ist mir auch egal, wenn ich ehrlich bin. Aber mein Leidensweg begann mit seinem Satz: "Steck den Finger in den Hals und du kannst essen, was du willst!" Dieser eine verdammte Satz veränderte mein ganzes Leben. Wegen diesem Satz erlebte ich schlussendlich die Hölle, welche mich fast das Leben kostete! Ja, so verging die Zeit mit einem ausgefüllten Wochenplan: 3 Mal Training in der Woche, am Wochenende diverse Wettkämpfe, viele Erfolge, Kadertraining und Lehre. Das volle Programm. Im Herbst schafften Tanja und ich es dann auf unsere erste Weltmeisterschaft. Dort beendete ich die Beziehung mit Kurt (es hatte mir schon länger nicht mehr gepasst), und lernte meinen heutigen tollen Mann Markus kennen. Ja, ich muss ihm vielmals danken, denn er hat immer zu mir gestanden und gehalten während der ganzen Lebensgeschichte, welche ich hier erzähle. Er kam aus Österreich, ich aus der Schweiz! In Zukunft war es dann so, dass wir eine Wochenendbeziehung führten. 6 Jahre lang!! Ja, und ich lebte halt mal so zwischen wenig Essen oder viel Essen und Kotzen. Wenn mal ein Sonntag war, an dem kein Wettkampf war (an einem Wettkampftag aß ich nie etwas, ich war immer so nervös und konnte nichts essen!), genoss ich es, bei mir zu Hause ausgiebig zu frühstücken. Markus wunderte sich dann, wie viel ich essen konnte, da ich sonst immer wie ein Spatz aß. Aber wenn wir bei mir waren, konnte ich mich nicht immer beherrschen (ich hatte ja die Möglichkeit, kotzen zu gehen). Unter der Woche aß ich den ganzen Tag sehr wenig, ging abends zum Training und um 22.00 Uhr ass ich dann des Öfteren unmengen an vorhandenem Essen, welches ich zu Hause vorfand!! Kotzen ging ich dann, wenn alle im Bett waren. Bei Markus zu Hau

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