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Weniger haben, mehr leben Wie ich ein ganzes Jahr lang minimalistisch lebte und entdeckte, dass das Leben mehr zu bieten hat als alles, was man kaufen kann von Flanders, Cait (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2018
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Weniger haben, mehr leben

Mit Ende zwanzig ist Cait Flanders nur noch unglücklich. Sie steht vor einem Schuldenberg, trinkt und shoppt zu viel. Und auch wenn sie es schließlich schafft, ihre Finanzen in den Griff zu bekommen, fällt sie immer wieder in alte Gewohnheiten zurück, die sie von ihren eigentlichen Zielen abhalten. Also beschließt sie, für ein Jahr nur noch das Nötigste zu kaufen: Benzin, Essen, Hygieneartikel. Sie entrümpelt ihre Wohnung, gibt einen großen Teil ihres Besitzes weg. Da sie nicht mehr auf ihre vorherigen Verhaltensweisen zurückgreifen kann, änderte sie ihre Gewohnheiten. Mit jedem Teil, das sie weggibt, befreit sie sich ein Stück weit selbst. Um nach einem Jahr ein komplett neues, besseres Leben zu führen. Cait Flanders hat sich von einem Alles-Konsumierer zu einem achtsamen Konsumenten gewandelt. Sie lässt den Leser an ihrer Reise teilhaben und erzählt, was passiert, wenn Geld, Minimalismus und achtsames Leben aufeinander treffen. Cait's Geschichte wurde in vielen großen Zeitungen wie der New York Times oder der Vogue besprochen. Ihr erstes Buch, Weniger haben, mehr leben, ist ein Selbsthilfe-Memoir und ein Wall Street Journal-Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 05.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961212897
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 439 kBytes
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Weniger haben, mehr leben

Vorwort

Die eigentliche Idee zu dem Experiment entstand auf einer Wandertour, wie bei so vielen meiner Einfälle. Es war zwei Tage vor meinem 29. Geburtstag, und meine Freundinnen und ich wollten ihn mit einem Wochenende in Whistler feiern. Wir wanderten um den Cheakamus Lake im Garibaldi Provincial Park, wo sich die Türkistöne des Wassers unter den dahintreibenden Wolkenfetzen immer wieder änderten. Unsere Gesprächsthemen wechselten genauso schnell. Es ging über unsere Jobs zu Hobbys bis hin zu Freundschaften und Beziehungen.

Wendy war vor Kurzem mit ihrem langjährigen Freund zusammengezogen, und Liz stand auch kurz vor. Beide unterhielten sich darüber, was als Nächstes dranwäre: Ein Haus zu kaufen, bevor die Preise in unserer Heimatstadt Victoria, British Columbia, ins Unendliche kletterten, und ein Kind zu kriegen, noch bevor man geheiratet hätte. Nachdem ich als Chefredakteurin zwei Jahre lang für ein Finanz-Start-up gearbeitet hatte, sagte ich, was mir dazu einfiel, hatte aber das Gefühl, dass sich mein Beitrag damit erschöpft hatte. Während meine Freundinnen den nächsten Lebensabschnitt angingen, arbeitete es immer noch in mir.

"Und was steht bei dir an, Cait?", fragte Liz. Es war eine ganz einfache Frage von einer meiner ältesten Freundinnen. Liz und ich kannten uns seit der achten Klasse. Wir besuchten nur ein Jahr lang dieselbe Schule, aber mehr brauchten wir gar nicht. Sie wohnte in derselben Straße, und oft waren wir zwischen unseren beiden Elternhäusern unterwegs, oder man konnte eine von uns bei mir oder ihr finden. Sie hoffte wohl nach all den Jahren, dass auch ich mich jetzt endlich zur Sesshaftigkeit erklären würde. Da sie mich aber kannte, rechnete sie wohl eher mit der Mitteilung, dass ich bald für einen Job zurück nach Toronto oder in eine ganz andere Stadt ziehen würde. Ich war ständig auf dem Sprung.

Stattdessen erzählte ich von einem Gedanken, der mich schon die ganze Woche beschäftigte.

"Ich habe mir einen Selbstversuch überlegt, bei dem ich mal probieren will, eine Zeit lang nicht zu shoppen", sagte ich. "Vielleicht sechs Monate lang oder sogar ein Jahr."

Derlei Ankündigungen überraschten meine Freundinnen nicht sonderlich. In den vergangenen drei Jahren hatte ich in meinem Leben viele wichtige Veränderungen eingeleitet, einschließlich der, endlich schuldenfrei zu werden und es zu bleiben, meine Gesundheit in den Griff zu bekommen und das Trinken aufzuhören. Diese Veränderungen habe ich auch auf meinem Blog (caitflanders.com, damals bekannt unter "Blonde on a Budget", zu Deutsch: "Blondine mit kleinem Budget") dokumentiert, mit dem ich im Jahr 2010 losgelegt habe. Nach Beifallsbekundungen wie "Cool!" und "Spannend!" bedrängten sie mich mit Fragen. Jetzt, da es ausgesprochen war, wollte ich dranbleiben, und es entstand ein Plan in mir. Wir sprachen darüber, wie der Versuch aussehen könnte, und auch darüber, was ich kaufen dürfte und was nicht.

Ich hatte noch lange nicht alle Antworten parat. Ich hatte niemals Antworten, wenn ich mit einem meiner Selbstversuche anfing. Genauso wenig wie damals, als es darum ging, ob ich meine 30.000 Dollar Schulden in zwei Jahren zurückzahlen oder in einem Jahr 15 Kilo abnehmen könnte, war es zu diesem Zeitpunkt vorstellbar, dass ich danach 12 Monate lang von 51 Prozent meines Einkommens leben, 31 Prozent davon sparen und von dem übrigen Geld herumreisen würde. Auch wusste ich nicht, dass ich so viel darüber auf meinem Blog schreiben würde und dass aus den Erfahrungen und Dingen, die ich lernte und nicht online teilte, schließlich dieses Buch werden würde. Das Einzige, was ich sicher wusste, war, dass ich mit meiner Finanzsituation nicht zufrieden war: Ich wollte weniger Geld ausgeben und mehr sparen. So ging die Geschichte los, wie die meisten anderen von mir auch.

Mit neun Jahren nahmen mich meine Eltern mit zur Bank, um ein Kindersparkonto zu eröffnen. Ich bekam ein Heftchen, um meine Einzahlu

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