text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich selbst zu stechen von Berckhan, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2012
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich selbst zu stechen

Wenn auch jeder Mensch etwas Besonders ist, gibt es manche, die sind etwas besonderer. Menschen, deren Verhalten markanter ist als gewöhnlich, und die schnell mal als schwierig gelten. Die erfahrene Psychologin und Kommunikationstrainerin Barbara Berckhan zeigt, wie man im Umgang mit diesen ausgeprägten Persönlichkeiten souverän und gelassen bleibt - und trotz oder gerade wegen aller Gegensätze gut miteinander auskommt. Anhand vielschichtiger Charakterportraits erfährt man auf amüsante Weise, welche Strategien zielführend sind, um eine gemeinsame Wellenlänge zu schaffen. Bei aller Ehrlichkeit bleibt der Ton des Buches durchwegs liebevoll-versöhnlich. Denn jeder wird manchmal als schwierig und anstrengend empfunden. Und das ist gut, denn hierdurch wird man wahr- und ernst genommen. So erfährt man nicht zuletzt, was man von den vermeintlich Schwierigen über sich selbst und das eigene Verhalten lernen kann und warum es nicht schadet, sich ab und zu eine Scheibe von ihnen abzuschneiden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 09.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833833564
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 3899kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich selbst zu stechen

Kein Mensch wacht morgens auf und schreibt auf seine To-do-Liste: Heute werde ich mal nervig sein. Ich schreibe das so klar, weil wir oft genau das Gegenteil denken. Oft glauben wir, unsere Quälgeister würden uns mit voller Absicht nerven. Wir unterstellen ihnen, sie könnten sich besser benehmen, wenn sie sich nur ein wenig zusammenreißen würden. Mit ein bisschen gutem Willen und etwas Vernunft könnten diese Leute angenehmer sein. Aber so einfach ist das nicht.

Erlernte Verhaltensmuster engen uns ein und fesseln uns.
Verhaltensmuster entstehen im Gehirn

Dieses Buch handelt von Menschen, die uns schwierig vorkommen. Ich sage auch gern: die reizenden Typen. Ihr Verhalten ist so charakteristisch, dass ich sie einfach so nenne, wie sie sich oft benehmen: Wüterich, Nörgler, beleidigte Leberwurst, Lästermaul und so weiter. Ihr schwieriges Verhalten ist kein Zufall und auch kein seltener Ausrutscher. Es ist ein sich wiederholendes Muster, ein früh erlerntes, über die Jahre antrainiertes Verhalten.

Unser Gehirn organisiert unser Verhalten sehr gern in immer wiederkehrende Routinen. Das sind gewohnte Muster, die es uns erlauben, schnell zu reagieren, ohne dabei viel nachzudenken. Autofahren, mit zehn Fingern tippen, sich die Zähne putzen – das sind Tätigkeiten, die wir anfangs trainieren, damit sie dann später automatisch ablaufen.

Auch unser Umgang mit anderen Menschen wird vom Gehirn so organsiert. Wir gewöhnen uns bestimmte Verhaltensweisen an, und später reagieren wir automatisch. Die Art, wie wir reden, wie wir auf andere Menschen zugehen, wie wir uns streiten, wie wir mit unserer Angst und unserem Ärger umgehen – all das haben wir früh gelernt, und jetzt leben wir mit diesen zahlreichen Verhaltensmustern. Schwierig wird es erst, wenn ein automatisches Verhaltensmuster beim Betreffenden selbst oder bei anderen Menschen viel Stress erzeugt. Das können Wutausbrüche sein oder häufiges Nörgeln, Unentschlossenheit oder Passivität. Dann haben wir ein Problem.

Früh übt sich ... auch das Schwierigsein

Ein Mensch mit einem schwierigen Verhaltensmuster hat sich dieses Benehmen oft schon früh angewöhnt und manchmal steckte die blanke Not dahinter. Alle Kinder versuchen, mit ihrer Familie und in ihrer Umgebung einigermaßen gut zurechtzukommen. Da alle Kinder lernende Wesen sind, lernen sie auch schnell, wie sie das schaffen. Wenn ein Kind merkt, dass ein bestimmtes Verhalten gut funktioniert, ihm einen Vorteil verschafft oder dass es damit aus einer Klemme herauskommt, dann gewöhnt es sich dieses Verhalten an. Denken Sie zum Beispiel an ein Kind, das von der Mutter gern eine Süßigkeit bekommen möchte. Es hat die Erfahrung gemacht, dass die Mutter ablehnend reagiert, wenn es Süßes wütend fordert oder wenn es weinerlich herumquengelt. Spricht dieses Kind aber im normalen Tonfall, bekommt es öfter, was es sich wünscht. Das Kind lernt, dass ein normaler Tonfall ohne zusätzliches Drama seine Chancen, etwas zu bekommen, verbessert. Dieses Verhalten wird bei ihm belohnt, und damit entsteht ein Verhaltensmuster.

Besonders schnell und intensiv werden Verhaltensmuster gelernt, die aus der Angst geboren werden.

Stellen Sie sich ein kleines Kind mit seinen Eltern vor. Alle zusammen schlendern durch ein Kaufhaus. Das Kind läuft zwischen den Verkaufsständen hin und her. Plötzlich sieht es seine Eltern nicht mehr. Mama und Papa sind weg. Überall fremde Leute. Das Kind bekommt große Angst. Es hat Angst davor, völlig verlassen zu sein. Später finden sich alle wieder. Aber d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen