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Wolf packt La(h)ma Wie Sie die Dinge zügig anpacken und konsequent erledigen von Storch, Johannes (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
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Wolf packt La(h)ma

Mit dem Unbewussten gegen das ewige Aufschieben
Gegen Prokrastinieren und Aufschieben gibt es zahllose Strategien. Wie Sie vielleicht schon selbst gemerkt haben, helfen viele allerdings nur bedingt. Johannes Storch und Julia Weber zeigen einen völlig neuen Weg – abseits von Regeln, Listen und Ratschlägen.
Entwickeln Sie mit diesem Buch Ihre ganz persönliche Strategie gegen das tägliche Hinausschieben. Die beiden Autoren und ZRM-Trainer zeigen Ihnen auf vergnügliche und leichte Art, wie Sie Ihr Unbewusstes nutzen können, um künftig souverän und motiviert mit Ihren Aufgaben umzugehen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 201
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456952109
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 114727 kBytes
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Wolf packt La(h)ma

Evelyne las die Annonce mehrmals durch. Es klang verlockend, sie wäre die geeignete Kandidatin. Unangenehme Pflichten hätte sie genug, die Zeit könnte sie sich auch noch freischaufeln, und an einer wissenschaftlichen Studie wollte sie schon immer einmal teilnehmen. Aber würde es ihr wirklich nützen? Während der Seminartage wäre sicher alles toll, die Ratschläge der Trainer einleuchtend und scheinbar mühelos umzusetzen, alle wären euphorisch, jeder würde sein Leben umkrempeln wollen, alles anders machen. Aber was wäre dann zu Hause, im Alltag? Würden die guten Vorhaben nicht schnell wieder verpuffen? Wäre nicht bald wieder alles beim Alten? Hatte sie nicht schon oft versucht, etwas an ihrer Art zu verändern? Durchgehalten hatte sie die neuen Vorsätze nie lange. Auf die Unterstützung durch ihren Mann konnte sie auch nicht hoffen, er meinte immer nur, sie müsse hier gar nichts umkrempeln, sondern einfach spontaner werden, einfach anfangen, dann liefe alles wie von selbst. Das könne ja so schwer nicht sein.

Wenn sie ihm jetzt von dieser Studie erzählen würde, würde er bestimmt wieder die Augen verdrehen. Er war nicht so der wissenschaftliche Typ, sondern Handwerker durch und durch. Wahrscheinlich hatte er ja recht mit seinen Argumenten, auch wenn sie seine besserwisserische Art störte, aber der Erfolg gab ihm recht. Ihm gelang ja all das, was ihr nicht von der Hand gehen wollte.

Nachdem sie die Tasse in den Geschirrspüler gestellt hatte, ging sie mit der Zeitung in der Hand zum Arbeitszimmer, um sie zum Altpapier zu legen. Doch etwas ließ sie zögern. Was würde ihr Mann an ihrer Stelle wohl tun, würde er von einer Idee, die ihm so gut gefiel, ablassen? Niemals, jedenfalls hatte sie das noch nie erlebt. Und hätte sie nicht gern ein Scheibchen von seiner Tatkraft und Spontaneität? Warum es nicht einfach mal versuchen, was konnte schon passieren? Vielleicht haben sie ja auch schon genügend Teilnehmer gefunden, und das Seminar war bereits voll. Fragen kostet ja nichts, und wenn ihr Mann deswegen die Augen verdrehte, wäre es ihr auch egal, das tat er ja fünfmal am Tag, wenn sie ihm von ihren Sorgen erzählen wollte.

Fünfzehn Minuten später saß Evelyne mit einer frischen Tasse Kaffee und einer Zigarette in der Hand auf dem Balkon und konnte ihren Mut noch nicht ganz fassen. Sie hatte eine freundliche Dame am Telefon, die sich für ihre Bereitschaft, an der Studie teilzunehmen, bedankte und die ihr heute noch einige Fragebögen mailen würde, die sie schnellstmöglich ausfüllen und zurücksenden sollte. Das Seminar selbst startete in vier Wochen, und auf ihre Frage, ob sie denn dann Ratschläge und Verhaltenstipps bekäme, damit sie zu Hause weiterüben könne, lachte die Frau und meinte, das gäbe es bei ihnen nicht, aber sie würde ganz sicher erfolgreich sein und sich ihre Tipps künftig selber geben. Schließlich wisse sie ja am besten, was sie benötige.

Deutlich beschwingter als zuvor ging Evelyne in ihr Arbeitszimmer. Die Staubkörner, die sie auf die letzte Reise schicken wollte, hatte sie darüber ganz vergessen.

Die Steuererklärung ging ihr leicht von der Hand, sie hatte direkt Freude daran. Der Umgang mit Zahlen hatte sie immer schon beruhigt, die Ordnung und Klarheit waren ihre Welt. Bis 24 Uhr musste sie die Steuererklärung beim Finanzamt einwerfen, dieses Jahr würde sie es schaffen, pünktlich abzugeben. Und ihr Mann sollte sich und den Kindern eine Pizza bestellen und ihr auch gleich eine mit, heute bleibt die Küche kalt. Als ihr Mann abends nach Hause kam, war er ziemlich erstaunt, Evelyne um diese Uhrzeit noch so konzentriert bei der Arbeit zu sehen, erklärte sich aber sofort dazu bereit, die Pizzen zu bestellen, und bot ihr sogar an, die Steuererklärung zum Finanzamt zu bringen, egal wann sie damit fertig sei. Doch diesen Triumph wollte sie sich nicht nehmen lassen.

Eigenhändig würde sie sie mit dem dazugehörigen Schwung in den Briefkasten befördern. In die

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