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Klassiker der Erotik 35: Aus den Memoiren einer Sängerin ungekürzt und unzensiert. von Schröder-Devrient, Willhelmine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2014
  • Verlag: Passion Publishing
eBook (ePUB)
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Klassiker der Erotik 35: Aus den Memoiren einer Sängerin

In autobiographischer Briefform werden die Erlebnisse einer Sängerin erzählt. Aus einer sehr persönlichen und intimen Perspektive berichtet sie von der Entdeckung ihres Körpers und ihrer Sexualität. Der Roman von Wilhelmine Schröder-Devrient ist nicht nur ein Klassiker der Erotik, sondern auch ein interessanter Einblick in die sexuellen Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 145
    Erscheinungsdatum: 04.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944964102
    Verlag: Passion Publishing
    Größe: 1744kBytes
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Klassiker der Erotik 35: Aus den Memoiren einer Sängerin

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Marguerite war also meine Hoffnung. Gern wäre ich gleich zu ihr hinübergeeilt, hätte mich zu ihr ins Bett gedrängt, hätte gebeten oder gedroht, bis sie mich vollständig über alle die seltsamen, verbotenen und aufregenden Dinge aufgeklärt hatte, die ich heute gesehen hatte, ja, bis sie mich gelehrt hätte, was mich so unbeschreiblich lüstern gemacht hatte. So jung wie ich war, hatte ich doch denselben Verstand und dieselbe vorsichtige Berechnung, die mich später vor so vielen Unannehmlichkeiten bewahrt hat. Konnte ich nicht durch irgendeinen Zufall ebenso belauscht werden, wie ich sie belauscht und wie ich meine Eltern gesehen hatte? Ich fühlte, daß es sich um etwas Unerlaubtes handelte, und wollte ganz sicher sein. Obgleich ich ganz in Feuer war und das rebellische Fleckchen da unten prickelte und juckte, so verhielt ich mich doch ganz ruhig und preßte die Schenkel zusammen. Als ich meinen Plan geschmiedet hatte, den Onkel auf das Land zu begleiten, weil sich dort Gelegenheit finden mußte, mit Marguerite ganz allein und unbelauscht zu sein, schlief ich spät ein.
Es wurde mir nicht schwer, beim Onkel und bei meinen Eltern meinen Plan durchzusetzen, und ich erhielt die Erlaubnis, acht Tage auf dem Lande zuzubringen. Das Gut meines Onkels lag nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt und nach dem Mittagessen wurde hinausgefahren. Den ganzen Tag über war ich so liebenswürdig und zuvorkommend als möglich gewesen, und auch Marguerite schien großen Gefallen an mir zu finden. Meine kleine Kusine war mir ganz gleichgültig, und vor meinem Kusin fühlte ich eine unerklärliche Scheu. Da ich sonst keinen jungen Mann kannte, mit dem ich so nahe und so unverdächtig hätte Zusammenkommen können als mit ihm, so war er mir mein erster Gedanke gewesen, um über all die Rätsel aufgeklärt zu werden, die mich seit meinem Versteck im Alkoven quälten. Ich war so freundlich und auffordernd wie möglich gegen ihn gewesen. Er war mir aber immer scheu ausgewichen.
Es war gegen acht Uhr abends, als wir auf dem Gut ankamen, hoher Sommer und sehr heiß. Von der Fahrt ermüdet, wollten sich alle bequemer kleiden. Es wurde Tee getrunken. Indem ich mich ganz unbefangen gab, sorgte ich dafür, daß ich in das Schlafzimmer der Gouvernante gebettet wurde, weil ich vorgab, mich zu fürchten, wenn ich in einem fremden Zimmer allein schlafen solle. Man fand das ganz natürlich, und so hatte ich meinen Willen durchgesetzt, so daß ich getrost das Übrige meiner Schlauheit überlassen konnte.
Der Abend kam, und mit ihm zog ein schweres Gewitter herauf. Gegen zehn Uhr, als eben die ersten Blitze leuchteten, gingen wir zu Bett. Meine kleine Kusine war in das Schlafzimmer ihrer Eltern gebettet worden, und ich war so mit Marguerite ganz allein. Mit größter Aufmerksamkeit beobachtete ich alles, was sie tat. Als sie die Tür verriegelt hatte, machte sie es sich erst bequem und packte dann die sämtlichen Sachen aus ihrer verschlossenen Reisetasche in Kommoden und Schränke. Auch das Bündel Wäsche sah ich zum Vorschein kommen, und sie packte es sorgfältig unter einen Stoß Wäsche. Auch das Buch, in dem sie gelesen hatte, verbarg sie dort. Gleich war ich entschlossen, während der Zeit, die ich auf dem Gute bleiben würde, dieser Sachen habhaft zu werden und sie mir so aufmerksam wie möglich zu besehen. Beichten sollte mir Marguerite aber auch, ohne daß ich ihr mit der Entdeckung ihrer heimlichen Freuden drohte. Meine natürliche Schlauheit gefiel sich in dem Gedanken, sie durch Überraschung, Bitten und Überreden so zu bestricken, daß sich alles wie durch einen Zufall so ergeben h&

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