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Lieben! Über das schönste Gefühl der Welt - für Anfänger, Fortgeschrittene und Meister von Perner, Rotraut A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.10.2018
  • Verlag: Verlag Orac im Kremayr & Scheriau Verlag
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Lieben!

Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden: über die Evolution eines überlebensgroßen Gefühls. Liebe, so meinte Paracelsus, sei das beste aller Heilmittel - aber vieles, was als Liebe ausgegeben wird, kann auch krank machen. Doch was genau ist Liebe? Wodurch unterscheidet sich 'echte' Liebe von Verliebtheit, Leidenschaft, Begehren, Kontrollzwang, Besitzgier und narzisstischen Bedürfnissen? Wie lernen wir 'lieben'? Und kann man diese Fähigkeit verlernen? Vergessen? Kann sie zerstört werden? Lieben ist ein Bewusstseinszustand, den man pflegen muss, damit er nicht verkümmert oder verkrüppelt, warnt die Psychoanalytikerin Rotraud A. Perner und zeigt Wege wie auch Irrwege, das eigene Liebespotenzial wachsen zu lassen. Rotraud A. Perner, Psychotherapeutin/Psychoanalytikerin und promovierte Juristin, langjährige Universitätsprofessorin für Prävention und Gesundheitskommunikation (DUK) sowie Sexualtherapie (KLU), studierte nach dem Tod ihres Ehemannes drei Wochen vor dem 40. Hochzeitstag evangelische Theologie, auch um herauszufinden, was es damit auf sich hat, wenn es in der Bibel heißt: 'Gott ist Liebe' (1 Johannes 4). Von ihren über 50 Buchpublikationen erschien bei Orac zuletzt 'Kaktusmenschen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 12.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783701506095
    Verlag: Verlag Orac im Kremayr & Scheriau Verlag
    Größe: 1068 kBytes
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Lieben!

Lieben für Anfänger

Du bist mein Problem

denn bei dir ist alles anders

Dein Bild fügt sich in keinen Rahmen ein

und nun stehe ich da

Mit dem Reichtum an Erfahrung

um ratlos wie mit 17 zu sein .

Liedtext Daliah Lavi

Schon bei kleinsten Kindern kann man beobachten, wie sie Vorbilder nachahmen. So zeigte sich, dass Babys, die erst wenige Tage alt waren, ihre Bewegungen mit dem Sprachrhythmus von Erwachsenen koordinieren konnten, und zwar auch dann, wenn es sich um eine andere Sprache als die ihrer vertrauten Bezugspersonen handelte und sogar dann, wenn ihnen nur ein Tonband vorgespielt wurde. Viele wissen auch, dass man einem Baby gegenüber nur den Mund aufzumachen braucht (ein alter Trick beim Füttern!) oder die Zunge herauszustrecken, und der Winzling macht es einem nach. Der Würzburger Gestalttherapeut Frank Staemmler nennt diese "körperbezogene Imitation und Synchronisierung" daher auch die aus entwicklungspsychologischer Sicht "basale und primäre Form der Einfühlung". Ebenso kann man bei Erwachsenen beobachten, wie diejenigen, die sich aufeinander "eingestellt" haben, über kurz oder lang die gleiche Körperhaltung einnehmen - und manche gut geschulten Verkäufer tun dies mit voller Absicht, um sich bei ihren Kunden beliebt zu machen - und da steckt bereits das Wort Liebe drin!
Ursprung des Liebens

Aber nicht erst nach der Geburt 147 "lernen" Neugeborene im Austausch mit Menschen, die sich ihnen liebevoll zuwenden, die Fähigkeit, liebevolle Gefühle zu produzieren. Bereits im Mutterleib bilden sich die neuronalen Verschaltungen, die das Verhalten im späteren Leben wesentlich prägen - außer sie werden bewusst "verlernt" und durch andere ersetzt. "Wir brauchen Erinnerungsfähigkeit [...] nicht auf das Gehirn beschränken", weiß der Körperpsychotherapeut David Boadella. "Organismen ohne Hirngewebe oder Nervensysteme haben Erfahrungen. Sie sind empfindungsfähig, reagieren auf ihre Umgebung und handeln danach. Es scheint, dass sogar einzelne Zellen ein bestimmtes System primitiver Erinnerungsfähigkeit an vergangene organische Zustände besitzen."

Ob sich jemand später geliebt, angenommen und selbstsicher fühlt oder unerwünscht, abgelehnt und in seiner Sicherheit gefährdet, kann als Erfahrung oft bis in die Zeit der Schwangerschaft zurückverfolgt werden. Dabei sind es nicht nur mütterliche Stresshormonausschüttungen, die direkt auf das Ungeborene übergehen - wenn beispielsweise die Schwangere in ihrer Selbstachtung oder Selbstsicherheit bedroht wird, und wenn es nur "böse Worte" des Partners, der Eltern oder unwirscher Nachbarn sind, die wie ein Stich ins Herz erlebt werden (was das blitzartige Zusammenziehen der Herzkranzgefäße im Schock auf diese Attacke andeutet).

Die französische Kinderpsychoanalytikerin Caroline Eliacheff 147 hat aufgezeigt, wie auch unbedachte abwertende Worte, die in unmittelbarer Nähe eines Neugeborenen ausgesprochen wurden, Auslöser für Krankheitssymptome sein können - denn auch wenn das Baby den Sprachinhalt noch nicht semantisch entschlüsseln kann, spürt es die Negativenergie und versteht den verletzenden Sinn und reagiert darauf. Dann verändern sich der Gesichtsausdruck, die Atmung, oft auch die Körperhaltung. Um das zu registrieren, braucht es wiederum eine "qualifizierte", sprich achtsame Wahrnehmung, und auch diese muss erst "erlernt" - vorgemacht und abgeschaut - werden. Dann gilt es aber, so einer Negativäußerung eine positive entgegenzusetzen - entweder gleich, aber man kann "Giftworte" auch noch mit Zeitverzögerung entschärfen./sp

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