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Liebes Geld Vom letzten Tabu in Paarbeziehungen von Mary, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Liebes Geld

Wie man über Geld spricht, ohne die Liebe zu riskieren

Das Thema Geld gehört, so berichten Wissenschaftler, zu den bedeutsamsten Konfliktpunkten bei Paaren. Doch wie hängen Geld und Liebe zusammen, und welchen Einfluss nimmt das eine auf das andere? Wie lässt sich über Geld sprechen, ohne die Liebe zu beschädigen? Wieso zerstört "kaltes" Geld eine Beziehung? Wie stärkt "warmes" Geld die Paarliebe? Michael Mary liefert Erkenntnisse und Anregungen, wie jedes Paar erkennen kann, welche Rolle Geld in seiner Beziehung spielt, um dann zu entscheiden, wie es damit umgehen möchte. Damit die Beziehung über das Geld "regiert" – und nicht das Geld über die Beziehung.

"Ein hochinteressantes und irgendwie unangenehm ehrliches Buch." Brigitte

Michael Mary ist seit 35 Jahren Berater und hat sich auf Paar-, Single- und Individualberatung spezialisiert. Er ist Autor zahlreicher Sachbücher, die hohe Auflagen erreicht haben und in mehrere Sprachen übersetzt wurden, darunter Bestseller wie "5 Lügen, die Liebe betreffend" oder "Wie Männer und Frauen die Liebe erleben". Zuletzt ist von ihm "Liebe will riskiert werden" erschienen. Für den NDR und SWR führte er etliche Paarberatungssendungen durch, die auf der von ihm entwickelten Methode "Erlebte Beratung" beruhen. Zu dieser Methode bietet er auch Fortbildungen an. Michael Mary lebt und arbeitet in Hamburg. Zum Buch "Die Liebe und das liebe Geld" hat er ein Blog eingerichtet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492952477
    Verlag: Piper
    Größe: 563 kBytes
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Liebes Geld

Was ist Geld?

In einem Buch, das von Liebe und Geld handelt, muss ich diese Phänomene definieren und beschreiben. Ich fange mit dem Geld an.

Worüber reden wir, wenn wir von Geld sprechen? Das kann nicht in einem Satz beschrieben werden, denn Geld ist ein komplexes soziales Phänomen, das mehrere Dimensionen aufweist. Für unsere Zwecke lässt sich sagen, dass es drei wesentliche Funktionen hat: Geld ist ein Versprechen , ein Mittel und ein Symbol .
Geld als Versprechen

Die Wirkungsweise und die Aufgabe von Geld scheinen vielen Menschen undurchsichtig, doch es ist gar nicht so kompliziert, seine Funktion zu verstehen.

Wer Geld hat, kann eine Menge damit anfangen. Mit Geld kann man Menschen dazu bringen, einem etwas zu geben oder etwas für einen zu tun. Voraussetzung dafür ist, dass man selbst über Geld verfügt und dass andere gleichzeitig Geld benötigen, während die anderen über jene Dinge oder Dienste verfügen, derer man selbst bedarf.

Der Tausch von Dingen und Diensten gehört zu den grundlegenden menschlichen Handlungen, mit denen Gesellschaften zusammengehalten werden. Es ist zwar auch auf andere Weise möglich, Menschen zum Geben oder Tun zu veranlassen - etwa mittels angedrohter oder ausgeübter Gewalt oder aufgrund sozialer Verpflichtungen, wie sie sich aus Verwandtschaftsverhältnissen ergeben. Allerdings kann man nur Schwächere oder nur Nahestehende auf derart unmittelbare Weise zum Geben oder Tun veranlassen, also jeweils nur sehr wenige Menschen.

Fremde Menschen - und daraus besteht aus Sicht des Einzelnen fast die gesamte Menschheit - kann man nur auf indirekte Weise zum Geben oder Tun motivieren: indem man ihnen etwas verspricht. Geld ist solch ein Versprechen. Seine Wirkung beruht auf dem Versprechen, dass man für Geld etwas anderes als Geld eintauschen kann, nämlich ein Ding oder eine Tat, also in der Wirtschaftssprache: eine Ware oder eine Dienstleistung.

Damit das Versprechen des Geldes verlässlich funktioniert, müssen sich alle Menschen, die an der Wirtschaft teilnehmen, in der das Geld gilt, verpflichtet fühlen, die Versprechen und Ansprüche einzulösen. Insofern ist Geld ein Recht. Ein Recht zum Bezug von Waren oder Diensten oder zum Begleichen von Steuern oder Schulden. Geld funktioniert aber nur, solange die Menschen beabsichtigen, sich an diesbezügliche Verabredungen und Bestimmungen zu halten, und solange sie ihren Absichten gegenseitig vertrauen.

In dieser gegenseitigen sozialen Verpflichtung und ihrer Beständigkeit besteht der einzig verlässliche Wert des Geldes, und keineswegs in einem scheinbar vorhandenen materiellen oder sogenannten "realen" Wert.

Der Wert des Geldes besteht im Vertrauen ins Geld .

Diese ernüchternde Tatsache - ernüchternd für diejenigen, die glauben, Geld trage einen Wert in sich - beweist sich, sobald Menschen sich nicht mehr an Geldversprechen gebunden fühlen. Wenn das Vertrauen weg ist, verliert das Geld jeden Wert. Wer beispielsweise auf dem Dachboden oder im Keller einen Koffer voll Geld findet, das nicht der gegenwärtig anerkannten Währung entspricht, besitzt wertloses Papier. Eine Million Reichsmark, ob in Münzen oder Scheinen, hat lediglich Gebrauchswert - also den Metallwert von Münzen und den Heizwert von Scheinen. Auch im Kriegsfall hören Menschen oft auf, dem Geld zu vertrauen, weil die damit verbundenen Versprechen unglaubwürdig werden. Was fängt man mit einem Haufen Geld an, wenn man dafür nicht, wie zuvor versprochen und möglich, zu essen kaufen kann oder wenn es dafür keine Medikamente gibt? Nichts!

Im und nach dem Zweiten Weltkrieg haben Bauern, so geht die Sage, ihre Kuhställe mit Teppichen ausgelegt und ihre Truhen mit Schmuck und Gold gefüllt. Auch wenn solche Schilderungen übertrieben sein mögen, erzählen sie davon, wie Geld seinen Wert verliert, wenn sich bis

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