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Warum haben Eltern keinen Beipackzettel? Über Risiken und Nebenwirkungen des emotionalen Erbes fragen Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner von Bösel, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.09.2013
  • Verlag: Verlag Orac im Kremayr & Scheriau Verlag
eBook (ePUB)
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Warum haben Eltern keinen Beipackzettel?

"Den Rucksack ,Kindheit' tragen wir alle. Wie wir aber vergeben, es besser machen können und angelegte Muster in unseren Partnerschaften durchbrechen, zeigt dieses Buch auf eindrucksvolle Weise. Und: Die Autoren sind so ehrlich mit sich selbst, dass wir alle daraus lernen können. Eine Empfehlung!" Euke Frank, Chefredakteurin Woman

Dr. Sabine Bösel ist Psychologin, Psychotherapeutin, Imago-Therapeutin und Imago-Workshop-Presenterin.
Roland Bösel ist Psychotherapeut, Imago-Therapeut und Imago-Workshop-Presenter.
Sabine und Roland Bösel sind seit über 30 Jahren verheiratet und haben drei erwachsene Kinder. Sie betreiben seit über 20 Jahren eine Praxis für Paartherapie und Psychotherapie in Wien (www.boesels.at) und haben den Generationen-Workshop erfunden. Bei Orac bisher erschienen: "Leih mir dein Ohr und ich schenk dir mein Herz" (2010; Buchliebling-Preisträger 2011).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 24.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783701505579
    Verlag: Verlag Orac im Kremayr & Scheriau Verlag
    Größe: 363 kBytes
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Warum haben Eltern keinen Beipackzettel?

WARUM VERHÄLTST DU DICH SO SELTSAM?

Beipackzettel

Gebrauchsinformation: Dieses Kapitel wird angewendet bei "seltsamem" Verhalten aller Art, das bei anderen, aber auch bei einem selbst auffällig wird, sowie bei Streit, Krisen, drohender Trennung und anhaltenden Konflikten mit Lebenspartnern, Kindern oder Eltern.

Warnhinweise: Das Lesen und Verstehen dieses Kapitels kann zu einer neuen Einstellung sich selbst und anderen gegenüber führen, die in Kombination mit dem Verstehen des nächsten Kapitels in einer dauerhaften Verhaltensänderung resultieren kann.
Sie haben nie gefragt

Sabine und Roland, 24 und 25 Jahre, auf einer Studentenparty in Wien

Die Luft ist stickig in der kleinen Wohnung. Viele junge Menschen stehen herum, sie plaudern und lachen. Musik tönt dünn aus einem billigen Lautsprecher. Sabine erzählt einem kleinen Grüppchen angeregt über den bevorstehenden Sommerurlaub bei den Meteora-Klöstern in Griechenland. Als sie sich zur Seite dreht, sieht sie Roland am Türstock lehnen. Mit dem Ellenbogen stößt sie ihre Freundin neben sich an und nickt mit dem Kopf in Rolands Richtung.

"Schau einmal, Roland ist im Stehen eingeschlafen!" Es wird gekichert. Sabine geht zu Roland hin und berührt ihn sanft am Arm. Er blinzelt. "Oh, bin ich jetzt tatsächlich eingeschlafen? Im Stehen?"

"Ja, Roland. Ist ja auch kein Wunder. Es ist Donnerstag und du bist seit vier Uhr früh auf. Möchtest du, dass wir nach Hause gehen?"

"Nein, nein, geht schon. Du unterhältst dich doch gut."

Doch als zwanzig Minuten später Roland wieder schlafend am Türstock lehnt, schnappt ihn Sabine kurzerhand und sie gehen heim. Müde trotten sie nebeneinander durch die nächtlichen Straßen.

"Manchmal frage ich mich, wie das weitergehen wird."

"Was meinst du, Roland?"

"Mein Vater hat gesagt, dass er das Geld für die Löhne wieder nicht beisammen hat, und in drei Tagen ist Zahltag."

"Ach, das habe ich schon so oft von dir gehört, und dann habt ihr es ja doch wieder geschafft. Warum sollte das jetzt anders sein?" Roland seufzt und zuckt mit den Schultern.

"Sag, Roland, haben sie dich eigentlich jemals gefragt, ob du die Firma übernehmen willst?"

Roland bleibt abrupt stehen und schaut Sabine entgeistert an. "Was ist das denn für eine Frage? Das war doch immer klar, dass ich die Leitung übernehme. Da braucht man doch gar nicht darüber zu reden!", sagt er aufgebracht.

"Natürlich muss man darüber reden. Das ist doch nicht selbstverständlich! Noch dazu, wo das Unternehmen Jahr für Jahr Verluste macht! Du hattest doch nie die Gelegenheit, dich frei zu entscheiden! Und ich erlebe täglich, wie du dich mit Haut und Haaren engagierst und gleichzeitig so frustriert bist."

Roland wird ärgerlich. "Darüber will ich nicht reden. Ich muss morgen um fünf im Geschäft sein. Ich kann dir nur sagen, dass es meine eigene Entscheidung war. Ende der Debatte."
Sozialisation – so wirken unsere Eltern

Von Geburt an werden wir geprägt, in erster Linie von unseren Eltern oder jenen Personen, die uns großziehen, aber auch von anderen Bezugspersonen wie Großeltern, Onkeln oder Tanten. So lernen wir verschiedene praktische Fertigkeiten: Wir krabbeln und lernen dann aufzustehen und schließlich zu gehen. Wir erfahren, dass es schmerzhaft ist, in die kochende Suppe zu greifen, und lassen das in Zukunft bleiben. Wir lernen, unsere Schuhe zu binden, uns selbst anzuziehen, sicher über die Stra&sz

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