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Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben Die populärsten Irrtümer über Beziehungen und Liebe von Thiel, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2014
  • Verlag: Südwest
eBook (ePUB)
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Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben

Die Irrungen und Wirrungen der Liebe Liebe auf den ersten Blick? Gibt es nicht! Die Zahl der Ehescheidungen? Steigt nicht! Und Männer wollen weder noch können immer ... Fazit: Das meiste, was wir über die Liebe zu wissen glauben, ist falsch! Nirgendwo sonst leisten wir uns so viel Ignoranz gegenüber den Fakten. Die Liebe führt also eine Art Doppelleben in unseren Köpfen. Da gibt es auf der einen Seite die reale Liebe, wie wir sie tagtäglich erleben - mit allen Höhen und Tiefen. Und auf der anderen Seite gibt es unsere Liebesideale, geprägt von Legenden und Klischees. Das romantische Liebesideal beherrscht nach wie vor unser Denken - und allzu oft hat die reale Liebe sich der Romantik zu beugen. Diese Situation ruft nach einem Buch, das Schneisen des Verstehens in das Dickicht aus Mythen und Irrtümern schlägt. Mit lockerem Ton und einer Portion Selbstironie (immerhin ist der Autor auch ein Mann und hat schon manche Liebesirrung hinter sich gebracht) führt Christian Thiel durch die Abgründe der Vorurteile und Fantasien zu den Gipfeln echter Erkenntnis. Eine unterhaltsame Lektüre, die Sie um viele Illusionen ärmer, aber um einiges klüger macht! Christian Thiel, geboren 1961, hat Philosophie und Germanistik studiert und lange Jahre am 'Institut für tiefenpsychologische Individualpsychologie' mitgearbeitet. Seit über fünfzehn Jahren berät er Singles und Paare in seiner eigenen Praxis - und ist damit der 'dienstälteste' Singleberater im deutschsprachigen Raum. Er hält Vorträge rund um die Themen Partnersuche und Partnerschaft, leitet Workshops und bildet seit 2011 weitere Singleberater aus. Als erfolgreicher Buchautor ist er ein gefragter Experte in den Medien (Spiegel, ZDF, SWR) und schreibt zudem als freier Autor für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender. Christian Thiel ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 10.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641117863
    Verlag: Südwest
    Größe: 3787 kBytes
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Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben

IRRTUM NR. 2 :

"SEX DIENT DER FORTPFLANZUNG."

Warum wir wirklich Sex haben

Im Herbst, wenn in der Stadt die herabfallenden Kastanien die Dächer und Kühlerhauben der Autos mit kleinen Dellen versehen, fahre ich hinaus in den Wald, um den Bäumen beim Sex zuzuhören. Ich wandere durch den Wald, bleibe in der Nähe einer Gruppe von Eichen stehen und lausche gebannt auf das Geräusch, dass die Eicheln machen, wenn sie auf den würzig riechenden Waldboden fallen. Plopp, plopp, plopp. Ein unaufhörlicher Strom ploppt herab von den ausladenden Ästen. Das ist der leise Sex der Bäume.

Sex dient der Fortpflanzung. Auf den ersten Blick scheint diese Ansicht zu stimmen. Alle Lebewesen pflanzen sich in irgendeiner Art und Weise fort. Sie bilden Ableger wie die Erdbeere. Sie lassen Samen reifen und von ihren Zweigen herabfallen wie die Eichen. Sie legen Eier ab und versprühen den Samen darüber wie die Fische. Wieder andere Lebewesen haben hierfür den Sex – wie der Mensch eben.

Sexualität führt beim Menschen in der Tat dann und wann auch mal zur Fortpflanzung. Sehr häufig ist das allerdings nicht der Fall. Einerlei, ob bei uns heutigen Menschen – mit den Möglichkeiten der Verhütung – oder ob ganz früher, in der Steinzeit: Sex findet beim Menschen hunderte, ja tausende Male häufiger statt, als für die Fortpflanzung nötig wäre. Wenn die menschliche Sexualität nur die Fortpflanzung gewährleisten müsste, dann käme es im Verlauf unseres Lebens nicht viel öfter als drei, fünf oder sieben Mal dazu. Man stelle sich das nur einmal vor!

Doch so verhält es sich beim Menschen zum Glück ganz und gar nicht. Ein durchschnittliches mitteleuropäisches Paar bringt es in 30 Ehejahren auf gerade einmal zwei Kinder. In der gleichen Zeit hat es sich aber zwischen 500 und 10 000 Mal sexuell miteinander vergnügt. Das sind unglaublich hohe Zahlen und ich kann Ihnen versichern: So etwas ist in der Natur ausgesprochen unüblich. Die Angehörigen einer Schimpansenart mit Namen Bonobo sind dafür bekannt, dass sie noch häufiger Sex haben als wir Menschen. Mehrfach am Tag begatten sie einander, oftmals um Spannungen im Gruppengefüge abzubauen. Die allermeisten Tiere aber nutzen die Sexualität tatsächlich nur oder vor allem zur Fortpflanzung.
ARMER GORILLA

Nehmen wir als Beispiel doch einmal den Gorilla, genetisch gesehen immerhin einer unser ganz nahen Verwandten im Tierreich. Ein männlicher Gorilla – auch Silberrücken genannt, wegen seiner silbern glänzenden Rückenhaare – schart in der Regel einen Harem von vier bis acht Weibchen um sich. Harem, das klingt prickelnd, nach nächtlichen Ausschweifungen und stundenlangen Liebesspielen. Ein sexuelles Paradies für männliche Gorillas.

Lassen wir solche Fantasien und werfen wir einen Blick auf die ernüchternde Realität: Gorillaweibchen wollen keinen Sex, wenn sie gerade schwanger sind. Sie haben auch keine Lust auf Sex, solange sie sich um ihr Gorillababy und kurz darauf das Gorillakleinkind kümmern, es hingebungsvoll stillen, liebevoll entlausen und ihm mal mehr, mal weniger geduldig die sozialen Regeln des Gruppenlebens beibringen. Das sind nochmals drei bis vier Jahre. Und dann, nach vier bis fünf Jahren der sexuellen Abstinenz, kehrt die Lust bei ihnen wieder zurück. Jetzt kann sich der Silberrücken freuen. Es gibt Sex!

Doch das dauert nicht lange, denn nach einigen Wochen ist das Weibchen wieder schwanger und geht ganz selbstverständlich wieder zum sexlosen Zustand über. Keine Lust auf Sex, beim Menschen nur ein gelegentliches Phänomen, ist bei Gor

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