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Wir - mit oder ohne Wunschkind Auf dem Weg zu einem erfüllten Leben. Paare erzählen. von Koppri, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.01.2021
  • Verlag: Gerth Medien
eBook (ePUB)
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Wir - mit oder ohne Wunschkind

Ungewollt kinderlos: Wenn dieser Zustand das Leben prägt, können sich ein für Außenstehende kaum fassbarer Schmerz und eine destruktive Dynamik entwickeln. Es ist nicht leicht, sich seinem Umfeld mit diesem sensiblen und gesellschaftlich tabuisierten Thema zu offenbaren, was die Gefahr der Isolation birgt.
In ihrem Buch lässt Anna Koppri deshalb Paare zu Wort kommen, die ganz offen von ihren Wegen durch Zeiten des unerfüllten Kinderwunsches erzählen. Jedes von ihnen konnte für sich schließlich einen konstruktiven Umgang finden. Die einen, indem sie verschiedene Formen von Familie gegründet haben, die anderen als Paar ohne Kinder.
Neben den persönlichen Geschichten kommen Experten zu Wort, die medizinische, therapeutische und theologische Aspekte ergänzen. Als Sprachrohr und Begleiter für Betroffene bietet das Buch Wege zur positiven Aufarbeitung und macht Hoffnung.

Anna Koppri, Jahrgang 1982, ist Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin und freie Autorin. Sie hat selbst mehrere Jahre des unerfüllten Kinderwunsches erlebt und ist jetzt dankbare Mama von zwei kleinen Söhnen. Mit ihrer Familie genießt sie das bunte Leben in Berlin und engagiert sich für die Anti-Sklaverei-Bewegung 'International Justice Mission'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 27.01.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961224555
    Verlag: Gerth Medien
    Größe: 1018 kBytes
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Wir - mit oder ohne Wunschkind

Conni und Daniel

Wir haben uns für medizinische Hilfe entschieden

Conni und Daniel kenne ich von einem christlichen Gemeinschaftsprojekt, das sie leiten. Beide sind Ende dreißig, sehr besonnen, ruhig, reflektiert, im Glauben weitsichtig und anderen Menschen gegenüber zugewandt. Ihre Geschichte erzählen sie mir mitten in einer brisanten Phase ihres Kinderwunsches.

Weg zu zweit

Schon mit Mitte zwanzig setzt Conni sich trotz eines starken Wunsches nach Partnerschaft und Familie mit einer Zukunft als Single auseinander. Gerade als sie Frieden über beide möglichen Wege findet, taucht Daniel auf. Für die beiden besteht von Anfang an kein Zweifel, dass Gott sie zusammengeführt hat, was sie nach eineinhalb Beziehungsjahren vor dem Traualtar bestätigen. Auch Kinder wünschen sich die frisch Vermählten.

Conni: "Ich wollte immer vier Kinder haben. Durch meine zehn Jahre jüngere Schwester war ich schon früh mit in der Mutterrolle drin. Daniel war mit 14 Jahren bereits Patenonkel und hatte auch immer schon einen super Draht zu Kindern."

Nach einem Jahr Zweisamkeit in der Ehe beschließen sie 2011, nicht mehr zu verhüten. Conni ist Anfang dreißig. Dass es vielleicht keine vier Kinder mehr werden könnten, ist ihnen bewusst. Zuerst einmal gehen sie ganz entspannt an die Sache heran. Der steinige Weg, der vor ihnen liegt, ist noch verborgen, sodass sie sich auch nach mehreren Monaten vergeblicher Bemühungen keine großen Gedanken machen.

Tagebuch Conni, Oktober 2011

"Gott, ich möchte darauf vertrauen, dass du den Wunsch nach Kindern und Familie in mich gelegt hast, damit er sich irgendwann erfüllt. Wie und wann genau, das weißt nur du. Schenke mir das Vertrauen, dass du auch in dieser Frage einen guten Plan für uns hast."

* * *

Erst als ihre Gynäkologin ihr nach einigen weiteren Monaten dazu rät, lässt Conni sich medizinisch durchchecken, mit dem Ergebnis, dass einer Schwangerschaft ihrerseits nichts im Wege steht. Auch weiterhin gelingt es Conni und Daniel, ohne viel Druck ihren Kinderwunsch zu verfolgen.

Tagebuch Conni, Oktober 2012

Ich hab so viel Lust auf was Neues! So gerne hätte ich jetzt auch Kinder, eine eigene Familie. Ich glaube, Daniel und ich hätten auch so viel Spaß daran, mit unseren Kindern unterwegs zu sein, ihnen die Welt zu erklären oder uns unsere Welt von ihnen in Frage stellen zu lassen. Ich bin so gespannt darauf, was Gott mit uns vor hat, wann/ob/wie er uns ein Kind/Kinder schenken wird.

Eigentlich will ich mir darüber keine Sorgen (mehr) machen. Trotzdem kriege ich manchmal Angst, dass wir ohne Kinder bleiben könnten.

Ich bekomme Angst, dass diese Vorstellung, dieser Lebensplan "irgendwann mal selbst Kinder zu haben" zerstört werden könnte. Ich will weiter daran glauben, dass ich "ganz normal" Kinder kriegen kann. Gleichzeitig will ich auch darauf eingestellt sein beziehungsweise damit Frieden haben, dass wir eventuell keine Kinder bekommen können. Aber mit dieser Ungewissheit zu leben, das finde ich im Moment total schwer ...

* * *

Zwei Jahre nach Beginn ihres aktiven Kinderwunsches steht erst einmal ein Umzug nach Berlin an. Voll und ganz stürzen sie sich in den Aufbau eines Gemeinschaftsprojektes für eine kirchliche Organisation. Ihr erstes gemeinsames Baby, ein Stück Berufung, nimmt Gestalt an. Menschen aus der Nachbarschaft mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen können sich hier begegnen, austauschen und Gemeinschaft leben. Conni und Daniel werden Gastgeber, bieten anderen Heimat in der Großstadt. Für Einzelne, die sich Halt und familiäre Gemeinschaft wünschen, nehmen sie sogar so etwas wie eine Elternrolle ein.

Endlich Klarheit

Erst als sich ihr neues Leben nach einem Jahr langsam eingespielt hat, wenden sie sich wieder aktiv ihrem Kinderwunsch zu. Nun ist Daniel an der

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