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Die Kunst des Gedankenlesens Andere durchschauen, verstehen und gewinnen von Fexeus, Henrik (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Kunst des Gedankenlesens

Körpersprache nach professionellem Vorbild deuten und gezielt einsetzen Gefühle lassen sich nicht verbergen! Sie spiegeln sich auf unserem Gesicht und kommen in Körperhaltung, Tonfall, Sprechtempo, Bewegungen und Gesten zum Ausdruck. Henrik Fexeus verrät verblüffende Techniken, solche Hinweise wahrzunehmen und richtig zu deuten. Ob beim gekonnten Flirt oder im Bewerbungsgespräch - dieses Wissen nützt im Privatleben wie im Job. Henrik Fexeus ist Spezialist für nonverbale Kommunikation. Mit seinen Vorträgen und Auftritten als psychologischer Manipulator und Gedankenleser beeindruckt und fasziniert er sein Publikum. Kostproben seines Könnens werden von seinen Fans auf youtube ausgetauscht. Im schwedischen Fernsehen moderiert er die Sendung 'Hjärnstorm' (Brainstorm), die sich mit der menschlichen Psyche beschäftigt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 04.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641249748
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Konsten Att Läsa Tankar
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Die Kunst des Gedankenlesens

Gedankenlesen!?

Eine Definition des Begriffs

Ich glaube felsenfest an das Phänomen des Gedankenlesens. Für mich ist daran wenig Geheimnisvolles - es bedeutet einfach nur, dass wir verstehen, was unser Gegenüber sagt, wenn es mit uns redet. Vielleicht ist es sogar noch weniger geheimnisvoll. Für mich ist Gedankenlesen nichts besonders Außergewöhnliches. In der Tat tun wir es die ganze Zeit, ohne groß darüber nachzudenken. Natürlich machen wir das mal besser, mal schlechter. Manchmal eher bewusst, manchmal eher unbewusst. Sobald wir uns klargemacht haben, was wir tun und wie wir es tun, können wir so lange üben, bis wir es noch besser tun können, davon bin ich überzeugt. Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben. Was tun wir also, wenn wir Gedanken lesen? Was meine ich damit, wenn ich sage, dass wir die Gedanken unseres Gegenübers lesen? Was bedeutet eigentlich das Wort "Gedankenlesen"?

Zu Beginn will ich erst einmal erklären, was es nicht bedeutet. In der Psychologie gibt es den Begriff "Gedankenlesen" (oder mind reading ), und diese Art von Gedankenleserei ist einer der Gründe, warum viele Paare irgendwann beim Therapeuten landen. Denn die eine Person setzt voraus, dass die andere ihre Gedanken lesen kann:

"Wenn er mich wirklich lieben würde, hätte er wissen müssen, dass ich nicht auf dieses Fest gehen wollte, obwohl ich Ja gesagt habe."

Oder:

"Er mag mich nicht mehr, sonst hätte er kapiert, wie ich mich fühle."

Solche Anforderungen ans Gedankenlesen sind eher ein Auswuchs von Egoismus. Eine zweite Variante besteht darin, dass man davon ausgeht, die Gedanken des anderen tatsächlich lesen zu können, obwohl man eigentlich nur die eigenen Meinungen und Werte auf sein Gegenüber projiziert.

"Oh nein, jetzt wird sie mich bestimmt hassen. "

Oder:

" So wie der grinst, muss er doch irgendwas angestellt haben. Hab ich's doch gleich gewusst!"

Hier irrt Othello. All das hat mit Gedankenlesen nichts zu tun, es ist einfach bloß Unfug.
Descartes' große Dummheit

Damit Sie mir folgen können, wenn ich Ihnen gleich meine Auffassung von Gedankenlesen erkläre, müssen Sie vorher ein anderes Konzept verstanden haben. Der Philosoph, Mathematiker und Wissenschaftler René Descartes (auch als Renatus Cartesius bekannt) war ein intellektueller Riese des 17. Jahrhunderts. Seine Revolution der Mathematik und der abendländischen Philosophie beeinflusst uns bis heute. Descartes starb 1650 an einer Lungenentzündung, im Stockholmer Schloss, wohin ihn Königin Christina als Lehrer eingeladen hatte. Descartes war daran gewöhnt, von seinem warmen und kuscheligen Bett aus zu arbeiten, wie es einem französischen Philosophen ja auch gebührt. Verständlicherweise machte ihm der eiskalte Steinboden des Schlosses den Garaus. Descartes hat so einige bemerkenswerte Dinge geleistet, aber er hat auch mal ordentlich danebengelangt. Bevor er starb, kam er auf die Idee, dass Geist und Körper zwei getrennte Einheiten sind. Das war so ungefähr das Dümmste, was ihm nur einfallen konnte, aber Descartes hatte das geneigte Ohr der Intelligenzija durch so markige Sprüche wie Cogito ergo sum (Ich denke, also bin ich) bereits für sich eingenommen. Und so konnte sich dann auch seine seltsame (im Grunde religiöse) Idee in den Köpfen festsetzen, der zufolge der Mensch aus zwei gegensätzlichen Substanzen geschaffen ist - einer seelischen und einer körperlichen.

Natürlich gab es auch Leute, die das für einen Irrtum hielten, aber ihre Stimmen wurden von den Hurrarufen auf Descartes' neue "Erkenntnis" übertönt. Erst in der modernen Zeit ist es Biologen und Psychologen gelungen, das Gegenteil wissenschaftlich zu untermauern und zu beweisen, dass Körper und Gehirn sowohl auf biologischer als auch auf mentaler Ebene eine untrenn

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