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Der Ruf des Geckos 18 erlebnisreiche Jahre in Indonesien von Geerken, Horst H. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.05.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Ruf des Geckos

Die Rufe des großen Mauergeckos, Tokek, sind den Indonesiern bedeutungsvoll. Wenn das "Toké" durch die Nacht hallt, wird in der Stadt und auf dem Dorf gezählt, wie oft sein Ruf erklingt. Eine ungerade Anzahl ist glückverheißend, sieben Rufe bedeuten schon viel Glück, aber der neunmalige Ruf des Tokeks verheißt den Gipfel an Erfolg und Glück. Der Autor hat 18 Jahre in Indonesien am Aufbau des jungen, unabhängigen Landes auf den Gebieten der Telekommunikation, Elektrotechnik und Solarenergie mitgewirkt. Er läßt uns teilhaben an vielen Erlebnissen, Begebenheiten und Erinnerungen, beruflich und privat. Viele Fakten und amüsante Begebenheiten aus seinem Werdegang, über den Befreiungskampf der Indonesier aus der kolonialen Umklammerung sowie die politischen Wirren und den miterlebten Putsch zum Sturz des 1. Präsidenten Sukarno sind in seinem Buch beschrieben. Sowohl zu Hause in Jakarta wie auch im Wochenendhaus in Carita waren Tokeks zu hören. Oft hallte der neunmalige Ruf, und die Verheißung erfüllte sich. Indonesien hat dem Autor Glück gebracht. Horst Geerken, Jahrgang 1933, wuchs in einer kosmopolitischen Familie auf, die sich über Europa und Amerika bis nach Japan ausgebreitet hat. Schon in seiner frühen Jugend nahm er über sein Hobby Amateurfunk Kontakte in alle Welt auf. Nicht verwunderlich, dass er Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Telekommunikation wählte, die sich damals schnell weiterentwickelte und in viele Anwendungsbereiche Einzug fand. Während des Studiums Aufenthalte in der Türkei; dann Aufbaustudium in den USA. Erst zwei Jahre lang in amerikanischem Regierungsauftrag tätig, danach als Resident und General Manager für die Firma AEG-TELEFUNKEN in Indonesien. Ursprünglich für drei Jahre geplant dauerte dieser Aufenthalt schließlich 18 Jahre. Er bereiste fast alle Länder Asiens und ist ein Kenner dieser Region.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 436
    Erscheinungsdatum: 27.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783848240616
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 867 kBytes
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Der Ruf des Geckos

Vorbemerkung

Wenn man seine berufliche Tätigkeit in einem fremden Land ausübt, verbringt man oft nur einige Jahre in diesem Land. Auch bei mir sollten es nur drei bis maximal vier Jahre sein, die ich beruflich in Indonesien bleiben wollte, schließlich wurden es aber achtzehn Jahre - von 1963 bis 1981 -, die ich in diesem wunderschönen Archipel verbrachte. Durch häufige geschäftliche und private Reisen lernte ich Indonesien und seine Menschen durch viele persönliche Kontakte, die sich oft auch aus den geschäftlichen entwickelt hatten, ganz besonders schätzen. Ich möchte hier meine persönlichen Erlebnisse in diesem Land zu einer Zeit der politischen Wirren und des wirtschaftlichen Aufbaus darlegen sowie auch Erzählungen von Einheimischen, die mir historisch interessant und wichtig zum Verständnis des Landes und seiner Menschen erscheinen.

Es sind schon viele Bücher über Indonesien, besonders über Bali geschrieben worden. Aber die Schönheit seiner Landschaft und den Liebreiz seiner Menschen kann man nicht in Worte fassen. Man muss es erlebt haben. Diese Aufzeichnungen sollen eine Mischung aus Unterhaltung, aber auch aus Informationen sein, die ich zum größten Teil damals, aber auch noch in neuerer Zeit, über den letzten Unabhängigkeitskampf der Indonesier gegen die Kolonialmacht Niederlande, sammeln konnte. Dieser Unabhängigkeitskampf, der letztendlich zum Erfolg führte, dauerte fast fünf Jahre lang, von 1945 bis Ende 1949. Natürlich haben die Unabhängigkeitsbestrebungen durch die Organisationen Budi Utomo, Muhamadia oder Sarekat Islam schon in früheren Jahren begonnen. Hans Bräker beschreibt diese ausführlich in seinem Buch "Kommunismus und Weltreligionen Asiens". Da ich jedoch Anfang der 1960er Jahre noch tagtäglich mit Erzählungen aus diesem schrecklichen Krieg konfrontiert wurde, kann ich über diese letzten fünf Jahre des Unabhängigkeitskampfes bis Ende 1949 authentisch berichtet. Über diesen Themenkomplex habe ich viele glaubwürdige Zeitzeugen, die zum großen Teil noch selbst am Unabhängigkeitskampf teilgenommen hatten und die aus allen Schichten der Bevölkerung kamen, befragt. Zu meiner Zeit in Indonesien gab es noch über eine halbe Million ehemaliger Freiheitskämpfer, die sich in verschiedenen Veteranenverbänden zusammengeschlossen hatten. Es gab also noch genügend Gesprächspartner, die Zeitzeugen waren und durch die ich von dem nicht mehr einzudämmenden und zu eliminierenden Freiheitswillen der Indonesier erfuhr. Da dieses Buch nicht den Anspruch erheben will, ein historisches Werk zu sein, habe ich den fast fünfjährigen Unabhängigkeitskampf der Indonesier nur in groben Zügen dargestellt, basierend auf den Informationen der Zeitzeugen. Ausführlich bis in alle Einzelheiten wurden diese Ereignisse von Louis Fischer in seinem Werk "Indonesien" erläutert.

Das Ausmaß der durch die Kolonialmacht begangenen Gräueltaten, von denen dieser Unabhängigkeitskampf begleitet wurde, ist bei uns kaum bekannt geworden. Hier möchte ich einige historische Begebenheiten aus Sicht der Indonesier darstellen, die aus diesem Blickwinkel natürlich eine ganz andere Färbung erhalten, als sie von der ehemaligen niederländischen Kolonialmacht in ihrer Vergangenheitsbewältigung bis heute dargestellt werden. Mir gegenüber haben die Indonesier die Gräueltaten ungeschönt und ohne die ihnen angeborene höfliche Zurückhaltung erzählt, wie sie es gegenüber einem Holländer in dieser Deutlichkeit nie tun würden. Die indonesische Sichtweise ist somit eine völlig andere als die holländische und je mehr man mit indonesischen Zeitzeugen redet, je tiefer das Vertrauensverhältnis ist, desto klarer wird, dass es für die Indonesier während der fast 350jährigen Kolonialzeit wenig Gutes und viel Schlechtes gab. Keine Frage, alle Kolonialmächte haben Schuld auf sich geladen, aber in den Nachwehen des Zweiten Weltkrieges sind viele Gräueltaten unter den Teppich gekehrt worden, die während

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