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Bamberg mit Leib und Seele von Mallad, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2014
  • Verlag: FAW-Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
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Bamberg mit Leib und Seele

Bamberg: Traumstadt der Deutschen, Fränkisches Rom, Weltkulturerbe. Wer hier wohnen darf, ist glücklich. Wer hierher reist, wird es zumindest für ein paar Augenblicke, Stunden, Tage. Eine kleine Städtereise, ein verlängertes Wochenende, ein Kurztrip für Schnellentschlossene egal, Bamberg ist auf jeden Fall das ideale Ziel, für einen Urlaub oder gar für immer. Wer in Bamberg weilt, kommt um den Dom, um das Alte Rathaus, um die vielen Brauereien nicht herum. Doch Bamberg bietet mehr als nur die üblichen Klischees zwischen bezaubernden Ba-rockfassaden, Bierseeligkeit und atemberaubender Altstadtidylle. Das ganz normale Leben, Menschen und Menschliches gibt es nämlich auch noch. Und genau diese Mischung spiegelt sich im literarischen Stadtführer von Heike Mallad wider: Er führt mit seinen sehr persönlichen, tagebuchähnlichen Geschichten durch eine faszinierende Stadt. Und dennoch gelingt es ihm, den etwas anderen Blick hinter die oft überlaufenen Kulissen zu werfen. Bamberg wird so zu einem außergewöhnlichen und sehr individuellen Erlebnis. Anekdoten, witzige Details und scheinbare Nebensächlichkeiten machen also Lust statt Touristenfrust und öffnen den Einheimischen wieder die Augen für die wahre Schönheit ihrer Stadt für ein Bamberg mit Leib und Seele.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 01.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932853135
    Verlag: FAW-Verlag
    Größe: 1908 kBytes
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Bamberg mit Leib und Seele

Licht im Dunkel

Eine theatralische Zeitreise durch Bambergs Geschichte

"Ich werde heute für Sie die Stadtgeschichte von Bamberg beleuchten. ... Die Dunkelheit ist dabei unser Ausgangspunkt. Das Nichts, die Leere sozusagen. Hier gibt es kaum Orientierung. Jetzt kommt das Licht ins Spiel und alle Augen konzentrieren sich hierher. Wenn ich mein Licht nun auf eine bestimmte Sache richte, dann löse ich diese damit aus der Dunkelheit heraus. In unserem Fall ist es das Buch, in dem die Geschichte dieser Stadt aufbewahrt wird. – Natürlich kann ich Ihnen mit meinem Licht nicht alles zeigen, was es gab und gibt, aber ich kann sehr wohl manche Dinge genauer zeigen. ... Ich werde mein Licht auf Ereignisse richten, die diese Stadt in ihrem Wachsen und Werden geformt und geprägt haben.

Dies ist die Silhouette von Bamberg ..."

Ich sitze im Stockdunkel, lausche wie gebannt der eindringlichen Stimme aus der Finsternis und folge schließlich fasziniert dem kleinen Lichtkegel, der scheinbar erst scheu tastend, dann selbstbewußt und zielstrebig eine neue, und doch alte und bekannte Welt entstehen läßt:

ein Schattentheater.

Ein Schattentheater in Bamberg.

Es hat seinen Platz da, wo einst alles begann – im ältesten Raume Bambergs, in der Katharinenkapelle.

Wer den Domplatz verläßt und durch das Portal der alten Hofhaltung geht, gelangt über einen Vorhof und eine Treppe in das gotische Gewölbe der geschichtsträchtigen Kapelle aus dem Jahr 1020. Schon jetzt, noch bevor das Theaterstück angefangen hat, weiß ich: Es gibt keinen besseren Platz in Bamberg, um die Geschichte dieser Stadt zu erzählen.

Dazu braucht es zunächst einmal gar nicht so viel. Nur erahnen kann ich zwei große Leinwände und ein großes Buch. Und einen Tisch.

Hinter dem Tisch steht ganz in Schwarz Norbert Götz. Ein Geschichtenerzähler, ein Rezitator, ein Stadtschreiber, aber vor allem:

ein Lichtkünstler,

ein Schauspieler,

ein Puppenspieler,

ein Schattenspieler.

Von allem ein bißchen. Aber vor allem ein Magier – ja, ein Magier, denn er beherrscht gleichsam die übernatürlichen Zauberkünste mit Hell und Dunkel. Er weiß um die magische Wirkung von Licht und Schatten.

Ich habe Glück und sitze gleich vorn, in der zweiten Reihe. Ich kann, obwohl es dunkel ist, viel erkennen. Denn meine Augen konzentrieren sich ausschließlich auf die wenigen auflösbaren Details. Und so sehe ich mehr, obwohl ich eigentlich weniger sehe. Zum Beispiel das Buch, das im Dunkel vor dem schwarzgekleideten Schattenspieler liegt.

Es sieht schwer aus, gewichtig.

Bedeutungsschwanger.

In Leder gebunden hält es in seinen festen Armen die Chronik der Stadt. Ein seltsames Buch, wie ich im Laufe des Theaterstückes feststellen sollte. Kein langweiliger Geschichtswälzer, kein Stadtführer, kein Lexikon, und erst recht kein Roman, keine Biographie, kein Gedichtband, kein Krimi – aber von jedem etwas.

Später erzählt mir Norbert Götz, daß er bereits vor zehn Jahren die Idee hatte, etwas von Bamberg auf die Schattenbühne zu bringen. Eigentlich war seine erste Idee, tatsächlich einen Krimi von und über und in Bamberg zu inszenieren. Im Mühlenviertel hätte er spielen sollen, wo dunkle Gestalten in der opulenten Umgebung von verwinkeltem Fachwerk, fliehenden Brücken und einer unerbittlichen Flußströmung ihr Unwesen treiben. Aber während er auf der Suche nach dem perfekten Verbrechen im Mittelalter war, das er zwischen den Regnitzufern hätte ansiedeln können, merkte er

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