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Lesereise England Besenflug im Schlossgarten von Bisping, Stefanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.02.2018
  • Verlag: Picus
eBook (ePUB)
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Lesereise England

Windumtoste Klippen, grüne Hügel, üppige Rosen- und duftende Kräutergärten: England ist Sinnbild traumhafter Landschaften, wilder sowie kunstvoll gezähmter Natur. Was nicht bedeutet, dass es hier nicht auch verträumte Städtchen wie Oxford und vitale Großstädte wie London oder Liverpool gäbe. Am faszinierendsten aber sind die Engländer selbst. Sie lieben ihre Traditionen, ohne sich um Konventionen zu scheren, glauben fest daran, dass ihre Inseln nicht zum europäischen Kontinent gehören, und verbinden milde Exzentrik mit großer Kreativität.Stefanie Bisping begibt sich auf die Spuren der schillernden und schöpferischen Persönlichkeiten, die die Insel hervorgebracht hat. Sie besucht Winston Churchill und Jane Austen, sie wandert durch uralte Parks und moderne Gärten, spricht mit Schlossherren, übt sich im Quidditch und studiert in Stratford die Stücke Shakespeares. Stefanie Bisping schreibt als Reisejournalistin für Tageszeitungen und Magazine und hat dabei die Welt von Spitzbergen bis nach Tasmanien vermessen. Ihr besonderes Interesse gilt Küsten und Inseln, ihre besondere Liebe gehört England. Im Picus Verlag erschienen ihre Lesereisen Estland, Malediven, Normandie, Bretagne, Emilia Romagna und Apulien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 132
    Erscheinungsdatum: 19.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783711753625
    Verlag: Picus
    Größe: 710 kBytes
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Lesereise England

Zeitreise im Rosengarten

Im Südosten der Insel steht ein historisches Haus neben dem anderen. Ihre Interieurs stecken voller Geschichten

Zwei Hofdamen tuscheln in einer Ecke, neben ihnen steht ein elegant gekleideter Höfling. Doch die Gestalten aus der Tudor-Zeit geben ihre Geheimnisse nicht preis: Ihre üppigen Gewänder sind auf Puppen gespannt. Die Krypta unter der zweitältesten Großen Halle Englands, wo einst Vorräte gelagert und Schätze vor Feuer und Feind verborgen wurden, ist heute Aufbewahrungsort für Requisiten und Kostüme - Erinnerungen an zahlreiche Dreharbeiten in Penshurst Place.

Der Film "Die Schwester der Königin" mit Scarlett Johansson als Mary Boleyn entstand zu Teilen hier; bald danach tauchte die BBC -Verfilmung des Bestsellers "Wölfe" den Bau aus dem 14. Jahrhundert neuerlich in Scheinwerferlicht. Die Romanautorin Hilary Mantel erzählt darin die Geschichte des Gattinnenverschleißers Heinrich VIII. aus dem Blickwinkel seines Beraters Thomas Cromwell. Penshurst Place war auch bei dieser Produktion eines von mehreren historischen Häusern, die die Anwesen Heinrichs und seiner Getreuen darstellten.

Denn das Haus, seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Sidney, hat die Zeit recht ungerührt überstanden. Auch die von Hecken eingefassten Rosen- und Magnoliengärten, der Obsthain und der grauweiße Garten haben sich kaum verändert, seit Heinrichs Tochter Elizabeth I. hier einen Besuch machte. Nur ein paar Ergänzungen wie das große Beet, dessen Blüten einen Union Jack bilden, ein aus Buchs geformter Bär und die Skulptur des Stachelschweins, das auch das Familienwappen der Sidneys ziert, kannte sie noch nicht.

Heute spielen und flanieren hier die Besucher. Im Frühling fotografieren sie ihre Kinder zwischen Fluten blühender Narzissen, bis in den Herbst liegen sie, von keinem Verbotsschild gehindert, auf Rasenflächen und nutzen einen der ältesten erhaltenen Gärten Englands, als wäre es ihr eigener.

Sir John de Pulteney, ein reicher Händler aus London, ließ Penshurst Place 1341 erbauen. Er beauftragte die besten Handwerker seiner Zeit, um die von zwei Flügeln eingefasste Große Halle mit hohen Fenstern und einer aufwändig aus Kastanienholz geschnitzten Decke zum Schmuck- und Renommierstück zu machen. Weil Pulteney seinem König Edward III. viel Geld geliehen hatte, durfte er sich frei unter dessen Baumeistern bedienen. Doch er sollte sich nur acht Jahre lang an seinem Landhaus erfreuen; von einem Tag zum nächsten raffte ihn die Pest dahin.

Nachdem das Anwesen an die Herzöge von Buckingham gefallen war, war es dem dritten Herzog beschieden, wesentliche Eigenschaften des noch nicht dreißigjährigen Königs Heinrich VIII. kennenzulernen: Misstrauen, gepaart mit tödlicher Konsequenz. Anlässlich eines Besuchs seines Königs im Jahr 1519 investierte Buckingham ein Vermögen in dessen Bewirtung. Doch solcher Reichtum, dazu ein hoher Titel, das mochte bedeuten, dass Buckingham sich Hoffnungen auf Heinrichs Thron machte. Vorsichtshalber ließ der König ihn köpfen, Penshurst Place fiel an die Krone.

Heinrich nutzte das Haus fortan als Jagdsitz und überließ es später seiner vierten Gattin, der ungeliebten Anna von Kleve. Heinrichs einziger Sohn Edward schenkte es seinem Tutor Sir William Sidney. Dessen Familie brachte unter anderem den 1554 geborenen Dichter Sir Philip Sidney hervor und gab das Anwesen trotz einiger Erbfolgekrisen - der zweite Earl of Leicester hatte fünfzehn Kinder, von denen drei nacheinander Titel und Anwesen erbten, doch keiner hinterließ einen legitimen Nachkommen - nie mehr her. So ging der Titel des Earls verloren, doch blieb das Haus über eine Nichte in der Familie. Bis heute.

Historische Bausubstanz, Gärten in der Größe mehrerer Fußballfelder und Weide- und Ackerland der her

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