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Die Wildnis von Maine Eine Sommerreise von Thoreau, Henry David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2014
  • Verlag: Jung und Jung Verlag
eBook (ePUB)
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Die Wildnis von Maine

Rechtzeitig zum 150. Todestag dieses Verfechters des einfachen Lebens ("Walden") erscheint hier erstmals auf Deutsch seine hinreißende Erzählung einer abenteuerlichen Fahrt durch die nordamerikanische Wildnis an der Seite eines Indianers. Als Henry David Thoreau sich 1857 entschließt, gemeinsam mit einem Freund die Urwälder von Maine zu durchqueren, heuert er einen kundigen Indianer an, ohne den eine so abenteuerliche Reise nicht zu bestehen war. Joseph Polis heißt der Mann, er hat ein Kanu, und er ist genau der Richtige für den nicht ungefährlichen Weg durch die Wälder, Sümpfe und Seen. Versehen mit dem nötigen Proviant und der richtigen Kleidung, machen sie sich auf ihren Weg durch das unentdeckte Land. Es ist ein Weg, auf dem Thoreau vieles lernt, nicht zuletzt durch den Indianer an seiner Seite, der uraltes Wissen und die Vorteile der Zivilisation durchaus zu verbinden weiß. Er erkennt, was ihm die Sprache der Natur vermitteln kann, wenn er ihre Zeichen zu deuten und ihren vielen Stimmen zu lauschen versteht. Es ist eine überaus farbige, oft auch heitere Schilderung aus der Zeit der wahren Entdeckung Amerikas und aus der Feder eines großen Vordenkers des gelingenden Lebens. Mit einer Notiz von Nathaniel Hawthorne. Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort von Alexander Pechmann. Henry David Thoreau geboren 1817 in Concord, Massachusetts, gestorben 1862 ebendort, amerikanischer Schriftsteller und Philosoph. Sein Buch "Walden. Oder das Leben in den Wäldern" hat ihn weltweit berühmt gemacht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 01.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990271230
    Verlag: Jung und Jung Verlag
    Originaltitel: Canoeing in the Wilderness
    Größe: 613 kBytes
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Die Wildnis von Maine

Als erstes fragte ich ihn, wie es dazu gekommen war, dass er für Mr. Pavone arbeitete.

Ich habe erfahren, dass er jemanden suchte, sagte er.

Wie haben Sie das erfahren?

So etwas erfährt man eben.

Standen Sie vorher schon einmal in Diensten?

Ehrlich gesagt, mein Herr, hatte ich keine Arbeit. Ich war eine Zeitlang für meinen Schwager tätig, dann aber nicht mehr. Ich stellte –

Und warum nicht mehr?

So etwas kommt vor, mein Herr.

Natürlich. Was machten Sie für Ihren Schwager?

Sie baten mich, über Mr. Pavone zu sprechen.

Natürlich. Bitte fahren Sie fort.

Ich stellte mich Mr. Pavone vor, aber er sagte mir, dass die Stelle bereits vergeben sei. Er notierte sich dennoch meine Telefonnummer, und einige Tage später rief er an und bat mich, zu ihm kommen.

Und da bot er Ihnen die Stelle an?

Ja, mein Herr.

Welchen Eindruck machte Mr. Pavone auf Sie?

In welcher Hinsicht?

Wie wirkte er auf Sie?

Auf mich wirken?

Als Sie ihn zum ersten Mal trafen, ja.

Wissen Sie, mein Herr, Mr. Pavone gehörte zu einer ganz anderen Kategorie als die Herren, die Ihnen vielleicht geläufig sind. In erster Linie war er Sizilianer, verstehen Sie? Und sizilianische Signori, sizilianische Adlige, Mr. Pavone war nämlich ein Adliger, wissen Sie, mein Herr, der Abkömmling einer sehr adligen Familie, sizilianische Adlige sind ein ganz eigener Menschenschlag. Und darüber hinaus war er Künstler. Sie wissen, dass Künstler von Gott berufen sind, und dass sie, wenn ich so sagen darf, genauso seine Diener sind wie der Papst höchstpersönlich. Aber vor allem war er er selbst.

Was meinen Sie damit, er war er selbst?

Er war er selbst. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.

Aber ist nicht jeder von uns er selbst?

Nein, mein Herr, wenn ich so sagen darf, mein Herr. Nicht auf diese Weise.

Auf welche Weise?

Er war einzigartig.

In welcher Weise war er einzigartig?

In jeder Weise.

Können Sie mir ein Beispiel geben?

Er war es in jeder Weise. Ich habe niemals, in meinem ganzen Leben habe ich niemals einen Herrn wie ihn getroffen, und, wie Sie sehen, bin ich nicht mehr jung.

War es seine Erscheinung, die ungewöhnlich war, oder war es etwas anderes?

Nicht ungewöhnlich, mein Herr. Nein. Nicht ungewöhnlich.

Aber Sie sagten einzigartig.

Einzigartig, aber nicht ungewöhnlich.

Erklären Sie mir, was Sie damit meinen.

Sie hätten ihn kennen müssen, mein Herr, um es zu verstehen.

Aber ich habe ihn nicht gekannt. Deshalb frage ich Sie.

Ja, mein Herr.

Fahren Sie fort.

Wie möchten Sie, dass ich fortfahre?

Fahren Sie einfach fort. Beschreiben Sie ihn.

Er war sehr großgewachsen und dünn, zumindest machte er den Eindruck, sehr großgewachsen zu sein, obwohl er, ehrlich gesagt, nicht mehr als mittelgroß war, vielleicht sogar ein wenig kleiner, mit einer Adlernase und, zu jener Zeit, als ich anfing, bei ihm zu arbeiten, schwarzem Haar, so schwarz, dass es fast blau war, wenn Sie verstehen, was ich meine. Ein Schwarz, das in gewissem Licht auch blau sein konnte.

Fahren Sie fort. Hören Sie nicht auf. Fahren

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